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Dachziegelwerk

Die Einsatzbedingungen sind mehr als rau. Ziegelstaub legt sich überall fest. Nachdem der Palletierroboter auf eine mehrdimensionale Energiezuführung umgerüstet wurde, haben sich die Laufzeiten beträchtlich erhöht.

 
Mehrdimensionale Energiezuführung in der Dachziegelproduktion

Der feine Staub, der bei der Produktion von Dachziegeln entsteht, macht allen Maschinen und Anlagen zu schaffen. Trotzdem muss die Produktion laufen. Um die hohen Taktzeiten beim Palletieren sicher zu gewährleisten, kommen seit gut einem Jahr mehrdimensionale Energiezuführungen zum Einsatz. Sie haben sich von Anfang an in der rauen Umgebung bewährt. Die Standzeiten der Roboter sind deutlich besser geworden.

"Wir beziehen unsere Maschinen und Anlagen komplett von einem Maschinenbauer", erzählt der Elektrotechnikermeister, Andreas Wals, der Dachziegelwerke Jungmeier GmbH & Co. KG in Straubing. "Aus diesem Grund haben wir keinen Einfluss auf die zum Einsatz kommenden Komponenten. Im Zuge von Wartungs- und Reparaturarbeiten tauschten wir bei zwei Robotern allerdings die Energiezuführung aus. Die ursprünglich eingesetzten Lösungen haben den rauen Bedingungen vor Ort nicht standgehalten. Und Maschinenstillstände können wir uns in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht leisten."

Seit gut einem Jahr kommt die mehrdimensional bewegliche Energiezuführung Triflex® R speziell für Roboteranwendungen bei Jungmeier zum Einsatz. Eine hohe Flexibilität bei komplizierten Bewegungen auch in der 6. Achse zeichnet sie aus. Das Produkt aus dem Hause igus® GmbH, Köln, hat sich bewährt. Der geschlossenen Ausführung 'TRC' macht der aggressive Ziegelstaub nichts aus. "Unser Produktionsbetrieb läuft in zwei Schichten von 5 Uhr morgens bis 22 Uhr abends. Notwendige Reparaturen müssen also entweder nachts oder am Wochenende stattfinden. Da sich die Maschinenausfälle deutlich reduziert haben, entfallen diese kostspieligen Einsätze", stellt Andreas Wals zufrieden fest.

Ein Unternehmen mit Tradition

Das Unternehmen Dachziegelwerke Jungmeier GmbH & Co. KG gibt es seit über 180 Jahren. 1820 wurde der heute noch in Familienbesitz befindliche Betrieb auf einem Gelände in Straubing gegründet, auf dem bereits die Römer um Christi Geburt eine Feldziegelei betrieben. Rund 200 Mitarbeiter sorgen am Standort für eine Jahresproduktion von rund 50 Millionen Stück. "Wir beschäftigen uns ausschließlich mit der Produktion von Tondachziegeln", berichtet Andreas Wals. "Damit können rund 15 000 Dächer von Ein- und Zweifamilienhäuser sicher, zuverlässig und umweltverträglich gedeckt werden."

In fünf Werken in Straubing mit sechs Bandstraßen werden zehn verschiedene Grundmodelle sowie umfangreiches Zubehör hergestellt. "Unsere Geschäftsführung hat frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt und in den Maschinenpark investiert, so dass wir heute nach dem neuesten Stand der Technik produzieren und uns im harten Wettbewerb behaupten", so Andreas Wals.

Zwei Roboter werden zum Palletieren der Dachziegel eingesetzt. Jeweils ein Roboterarm nimmt die Ziegel vom Band auf, dreht sich um 180 ° und stapelt sie dann zu 8er oder 10er Päckchen. Das geschieht bei einer Geschwindigkeit von 2 m/s. Der Verfahrweg beträgt dabei ca. 60 cm. Die Luft ist voller Ziegelstaub. "Wir hatten schon eine Reihe von Energieketten anderer Hersteller und auch Schlauchpakete im Einsatz, aber sie haben sich nicht bewährt. Aufgrund der extremen Bewegung, der kurzen Taktzeiten sind sie in der Regel innerhalb kürzester Zeit gerissen. Dazu kommen noch die rauen Einsatzbedingungen. Vielfach wurden noch die Leitungen verletzt, so dass wir aufwändige Reparaturen starten mussten", berichtet Andreas Wals. "Nach dem Einbau der Triflex® R haben sich die Standzeiten der beiden Roboter mindestens verdreifacht, so dass sich für uns die Investition sowohl aus technischer als auch wirtschaftlicher Sicht auf jeden Fall rechnet."

Dachziegelwerk

Die Einsatzbedingungen sind mehr als rau. Ziegelstaub legt sich überall fest. Nachdem der Palletierroboter auf eine mehrdimensionale Energiezuführung umgerüstet wurde, haben sich die Laufzeiten beträchtlich erhöht.

 
Dachziegelwerk

Die robuste triflex® R Kette in der Anwendung im Dachziegelwerk.

 

Die mehrdimensionale Energiezuführung ist ca. einen Meter lang und mit je einer Elektroleitung und einer Vakuumleitung befüllt. Sie kommt ohne zusätzliche Führung durch Federstäbe aus. Bei Bedarf können diese allerdings nachträglich in dafür vorgesehene Applikationsöffnungen eingesetzt werden. "Unsere Erfahrungen mit der neuen Technik sind so gut, dass wir die Zuführung auch bei sieben weiteren Robotern einsetzen werden. Zwar sind hier die Taktzeiten und damit auch der Verschleiß viel geringer, aber wir erhoffen uns auch hier noch höhere Standzeiten", bringt der Elektrotechnikermeister sein Anliegen auf den Punkt.

Da die Triflex® R modular aufgebaut ist, können einzelne Glieder problemlos ausgetauscht werden. Die sehr guten mechanischen Eigenschaften - schlagfest, schmutzabweisend, robust, abriebfest und spänedicht - machen sich bei den Produktionsbedingungen des Dachziegelwerkes besonders bemerkbar. Die glatte Innen- und Außenkontur ermöglicht ein sicheres Gleiten über Störkanten und schützt gleichzeitig die Leitungen.

"Wir haben die technischen Vorteile der mehrdimensionalen Energiezuführung im Herbst 2004 auf einer Messe kennen gelernt", erzählt Andreas Wals. "Und uns gleich für einen Versuch entschieden. Seit Anfang 2005 ist sie bei uns bereits im Einsatz. Während einer Testphase konnten wir uns in unserem Betriebsalltag von ihren Vorteilen überzeugen."

Bei einem Besuch vor Ort in Straubing hat sich damals der zuständige igus®-Mitarbeiter, Oliver Köhler, ein Bild von den Einsatzbedingungen gemacht. Dabei wurden die Kettenlänge und die passenden Anschlüsse festgelegt. Ein großzügiges Zahlungsziel während der Testphase rundete das Angebot ab. Heute legt sich das Unternehmen Jungmeier die Energiezuführung mit den entsprechenden Anschlusselementen als Betriebsmittel auf Lager, um bei Bedarf einen Austausch vorzunehmen bzw. jederzeit unabhängig weitere Roboter umrüsten zu können.

Trotz Staub und Schmutz kann der Roboter mit triflex® R Zuführung zuverlässig arbeiten.

 

"Nicht nur der Erstausrüster steht bei uns im Fokus, sondern wir stehen jederzeit auch bei Um- bzw. Nachrüstungen mit Rat und Tat zur Seite", sagt dazu der technische Verkaufsberater von igus®, Oliver Köhler. "Und die deutliche Erhöhung der Roboterlaufzeiten zeigt in diesem Einsatz ganz eindeutig die Vorteile der mehrdimensionalen Energiezuführung."

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