Schnelle Lieferung trotz komplexer Geometrien: Sondergleiter im seillosen Aufzug

  • Was wurde benötigt: Sondergleitlager für den Linearantrieb
  • Herstellungsverfahren: Lasersintern
  • Anforderungen: Schnelle Lieferung, selbstschmierend
  • Material: iglidur I3
  • Branche: Aufzüge und Fahrtreppen
  • Erfolg durch die Zusammenarbeit: Schnelle Lieferung trotz komplexer Struktur, hervorragende Gleiteigenschaften für die Linearführung
Mit dem innovativen Wechselsystem MULTI hat Thyssenkrupp ein zukunftsweisendes Aufzugssystem speziell für Wolkenkratzer erfunden, dessen Linearantrieb Kabinen in Dauerschleife nicht nur vertikal, sondern auch horizontal und sogar geneigt fahren lässt. Komplexe 3D-Druck-Gleitlager aus dem verschleißfesten Kunststoff iglidur I3 kamen hier aufgrund der schnellen Verfügbarkeit und ihrer hervorragenden Führungseigenschaften zum Einsatz. 

 

3D-Druck mit verschleißfesten Kunststoffen


Thyssenkrupp Aufzug MULTI
Quelle: © thyssenkrupp Steel Europe 


Problem

Aufgrund der komplizierten Struktur und des kurzfristigen Bedarfs hatte sich Thyssenkrupp dazu entschieden, das erforderliche Linearlager mittels additiver Fertigung herzustellen. Benötigt wurde ein Werkstoff, welcher dem hohen Anspruch an die Verlässlichkeit und die Führungseigenschaften des Linearantriebs gerecht werden konnte.
 

Lösung

Die Sondergleiter aus iglidur I3 konnten mittels Lasersintern schnell gedruckt und ausgeliefert werden. Der Hochleistungskunststoff iglidur I3 zeichnet sich durch besonders gute mechanische Werte und eine hohe Festigkeit aus. Dank der inkorporierten Festschmierstoffe benötigen die aus iglidur I3 hergestellten Komponenten keine zusätzliche Schmierung. Dies macht sie außerdem besonders verschleißfest und langlebig. 

MULTI der seillose Aufzug mit Linearantriebtechnik mit Gleitelementen aus iglidur I3 Der X-Changer bewegt die MULTI-Kabine in mehrere Richtungen und ermöglicht damit völlig neue Verbindungen für Aufzüge in und sogar zwischen Gebäuden. Quelle: © thyssenkrupp Steel Europe

Der Linearantrieb bewegt Aufzugskabinen sowohl vertikal als auch horizontal - und sogar geneigt

Thyssenkrupp gehört zu den fortschrittlichsten Unternehmen im Bereich der Aufzugtechnologien und -dienstleistungen. 160 Jahre nach Einführung des Aufzugs beschreitet das Unternehmen neue Wege in der Aufzugstechnik - mit dem seillosen Aufzugssystem MULTI.

Im MULTI fahren mehrere Kabinen in einer Dauerschleife in einem Schaft hinauf und im anderen hinunter – vergleichbar mit einem vertikalen Ringbahnsystem. Mit einer Geschwindigkeit von 6 m/s ermöglicht dieses System einen nahezu konstanten Zugang zu einer Aufzugskabine alle 15-30 Sekunden. Dank des innovativen Wechselsystems von MULTI können sich der Linearantrieb und das Leitgestänge um 90° drehen. Wie funktioniert das? Durch den Einsatz von Linearmotortechnologie, die einst für die Magnetschwebebahn Transrapid entwickelt wurde. Dieser revolutionäre Antrieb bewegt Aufzugskabinen sowohl vertikal als auch horizontal - und sogar geneigt.

MULTI der seillose Aufzug mit Linearantriebtechnik kann sich vertikal und horizontal im Schacht bewegen Drei von zwölf Schächten des Versuchsturms von Thyssenkrupp sind für die Erprobung des MULTI Aufzugs reserviert. Unter anderem kommen hier die von igus gedruckten Bauteile aus iglidur I3 zum Einsatz. © thyssenkrupp Steel Europe

Gedruckte Lineargleiter aus iglidur I3 - Zuverlässig im Einsatz in der Aufzugführung

Erprobt wird der seillose Aufzug in dem 246 Meter hohen Versuchsturm von Thyssenkrupp in Rottweil - hier befindet sich gleichzeitig das deutsche Forschungs- und Entwicklungszentrum des Konzerns. 

Auf der gesamten Fahrstrecke läuft die Kommunikation zwischen und zu den Fahrzeugen über Antennen. Die Antennen, über die diese Kommunikation läuft, werden an einer Schiene geführt. Die Führung erfolgt durch die von igus gedruckten Lineargleiter aus dem selbstschmierenden SLS-Kunststoff iglidur I3. 

iglidur I3 ist der am häufigsten für den Druck von abriebfesten Sonderteilen benutzte Kunststoff - er überzeugt mit hervorragenden mechanischen Werten und einer hohen Festigkeit. Das Lasersinter-Pulver kann zur eigenen Verarbeitung erworben oder mittels 3D-Druck-Service als fertig gedrucktes Bauteil erworben werden. 

Weitere Informationen über iglidur I3 im Shop