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Polymergleitlager halten verstärkt Einzug im traditionellen Orgelbau

Jede Orgel ein Unikat
Polymergleitlager im Traditionshandwerk

"Wir verbauen mittlerweile für jede drehende und schwenkende Bewegung sowie jede Reibstelle in der Orgel ein passendes Polymergleitlager", erläutert Richard Baumgartner, Juniorchef von Baumgartner Orgelbau, einer Werkstätte für historische Musikinstrumente.
"In unserem neuesten Projekt, einem Spieltisch, werden nach der kompletten Fertigstellung bis zu 3.000 Buchsen und Lager verbaut sein. Aber die technischen und wirtschaftlichen Vorteile sprechen eine deutliche Sprache und überzeugen immer mehr unserer Kunden."

Polymergleitlager für Geräusch- und Wartungsfreiheit

Zum Einsatz kommen unter anderem Gleitlager aus iglidur® J. Der Werkstoff zeichnet sich grundsätzlich durch seinen niedrigen Verschleiß gegen viele Wellenwerkstoffe aus, ist chemikalienbeständig, schwingungsdämpfend und nimmt nur geringe Feuchtigkeit auf. Das kostengünstige Lager hat darüber hinaus niedrige Reibwerte im Trockenlauf und ein sehr gutes Verhalten mit weichen Wellen.
Die absolute Geräuschfreiheit in Kombination mit der hohen Präzision hat sich im Orgelbau von Anfang an bewährt.
Die verwendeten Buchsen müssen auch in Verbindung mit den Wellenwerkstoffen sehr verschleißfest sein. Zum Einsatz kommt V2A-Stahl mit einer definierten Oberfläche. Er darf nicht zu glatt sein, sonst kommt es zu Quietschgeräuschen, dem bekannten Stick-Slip-Effekt.
Für die Trakturwinkel- Ecklager galt es eine harte und präzise Lagerung zu finden, die keine Spielfreiheit zulässt und die Geräuschentwicklung eindämmt. Die starkwandigen Buchsen bewähren sich im Holz trotz der stetig schwankenden Umgebungsbedingungen in der Kirche. Es kommt zu keinerlei störenden Klappergeräuschen. Außerdem entfällt der Wartungsaufwand fast völlig!

Der Einsatz der Gleitlager verringert den Wartungsaufwand

In der ganzen Orgel kommen Gleitlager zum Einsatz

 
Neue Baureihe für Schmierungsfreiheit

Die Gelenk- und Gabelköpfe der igubal®- Baureihe lassen sich unter anderem in der Registertraktur besonders leicht einsetzen. Hier kommt es unter anderem auf absolute Schmierungsfreiheit an. Die Polymerlager werden trocken eingebaut und müssen nicht - im Gegensatz zu den Tuchlagern – mit Graphitsuspension oder öligen Werkstoffen imprägniert werden.
igubal® ist ein System von selbst einstellenden Lagerelementen, die vollständig aus Kunststoff gefertigt werden. Die Typenreihe besteht aus Gelenk- und Gabelköpfen, Flansch-, Gelenk- und Stehlager. Selbst einstellende Lager sind einfach zu montieren, passen sich allen Winkelabweichungen an und haben in vielen Fällen spezielle Gehäuse ersetzen können.
Mit dem System nutzt der Anwender alle Vorteile der Hochleistungskunststoffe. Technisch trocken einsetzbar haben sie sehr gute schwingungsdämpfende Eigenschaften. Sie sind unempfindlich gegen Schmutz, können in Flüssigkeiten und sogar in Chemikalien laufen und sind völlig korrosionsbeständig. Die Lagerelemente sind leicht, sie sparen Bauraum und Kosten: sowohl bei der Beschaffung als auch im Betrieb durch die entfallenden Wartungs- und Montagekosten.

igubal®- Gelenklager, -köpfe und Kugelkalotten erweitern die EInsatzmöglichkeiten in Orgelbau

igus® Kunststoffgleitlager

 

Aber es gibt noch weitere grundsätzliche Vorteile, so Richard Baumgartner:
„Zwar ist der Materialpreis der Polymergleitlager im Gegensatz zum Tuchlager etwas höher, aber der Zeitfaktor bei der Montage reduziert sich um ca. das Zehnfache. Der Einbau ist leichter, die periphere Arbeit reduziert sich. Außerdem zählt auch hier der Lebensdauervorteil. Ein Tuchlager müsste drei- bis viermal ausgetauscht werden. Hier kumuliert sich die Ersparnis. Der Zerlegeaufwand übersteigt den Materialpreis um das Dreißig- bis Vierzigfache".

Hier geht es zu den eingesetzten Produkten
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