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iglidur® - Eigenschaften

 
Eigenschaften von iglidur®-Gleitlagern

Über die allgemeinen Eigenschaften hinaus besitzt jeder iglidur®-Lagerwerkstoff eine Reihe besonderer Eigenschaften, die seine besondere Eignung für bestimmte Anwendungen und Anforderungen ausmachen. Die ausführliche Beschreibung der Werkstoffe finden Sie in den jeweiligen Kapiteln vor den Tabellen der lieferbaren Abmessungen.

Abb. 1.1: iglidur®-Gleitlager sind homogen aufgebaut. Basispolymer, Verbundstoffe und Festschmierstoffe ergänzen sich gegenseitig.

 

Abb. 1.2: Die traditionelle Lösung, schichtweise aufgebaute Lagerschale mit Schmierstoff bzw. Beschichtung

 

Bild 1.4: iglidur®-Gleitlager: für jede Anwendung genau das richtige Lager, hier: FDA-konformes iglidur® A180-Gleitlager für den Nassbereich

 

Bild 1.5: Basispolymere mit Fasern und Festschmierstoffen, 200fach vergrößert, eingefärbt

 

Bild 1.6: Basispolymere ohne Verstärkungsstoffe mit Festschmierstoffen, 50fach vergrößert, eingefärbt

 

X = Zeit
Y = Verschleiß

Abb. 1.3: Während der Einlaufphase sinkt die Verschleißrate stark ab.

 
Der Selbstschmiereffekt

Die Hochleistungspolymere der iglidur®-Gleitlager setzen sich zusammen aus:

Basispolymer

Fasern und Füllstoffen

Festschmierstoffen

Diese Komponenten sind nicht schichtweise aufgetragen, sondern homogen miteinander vermischt. Der Vorteil dieses Aufbaus wird besonders deutlich, wenn man sich einmal die Anforderungen an die Oberfläche eines Lagers verdeutlicht:

1. Der Reibwert, der besonders durch die Oberfläche des Lagers bestimmt wird, soll möglichst gering sein.

2. Die Oberfläche darf sich unter den Kräften, die auf das Lager wirken, nicht wegdrücken.

3. Die Verschleißkräfte wirken besonders auf die Oberfläche der Lager, hier muss das Lager besonders widerstandsfähig sein.

Den einen universellen Werkstoff, der all diese Aufgaben gleich gut erfüllen kann, gibt es nicht.

Die traditionelle Lösung heißt:

Harte Schale mit weicher Beschichtung. Jedes geschmierte Lager arbeitet nach diesem Prinzip, außerdem eine Reihe von wartungsfreien Lagern, die mit besonderen Gleitschichten ausgerüstet sind. Aber diese weiche Gleitschicht ist nicht stark genug. Bei hohen Belastungen, Kantenpressung oder Schwingungen drückt sie sich weg.

iglidur®-Gleitlager funktionieren anders

Für jede Aufgabe des Lagers steht eine Komponente der iglidur®-Werkstoffe:

Die Basispolymere sind entscheidend für die Verschleißfestigkeit.

Fasern und Füllstoffe verstärken die Lager, so dass auch hohe Kräfte oder Kantenbelastungen aufgenommen werden.

Festschmierstoffe schließlich schmieren die Lager selbständig und vermindern die Reibung des Systems.


Inkorporierte Schmierung

Die Festschmierstoffe sind als mikroskopisch kleine Partikeln, dafür aber millionenfach in winzigen Kammern in dem festen, meistens faserverstärkten Material eingebettet. Aus diesen Kammern geben die Gleitlager winzige Mengen der Festschmierstoffe frei. Das reicht aus, um die unmittelbare Umgebung ausreichend zu schmieren.

Die Festschmierstoffe helfen, den Reibwert der iglidur®-Lager zu senken. Sie sind nicht unverzichtbar für die Funktion der Lager, haben aber eine unterstützende Wirkung. Da sie in den winzigen Kammern eingebettet sind, können sie sich nicht wegdrücken. Sie sind immer da, sobald sich das Lager oder die Welle in Bewegung setzt.

Basispolymer und technische Fasern

Der radiale Druck, mit dem die Lager belastet sind, wird von dem polymeren Basiswerkstoff aufgenommen. In der Kontaktfläche stützt er sich auf der Welle ab. Er sorgt dafür, dass die Festschmierstoffe nicht unter zu hohen Auflagedruck geraten. Das Basismaterial ist zusätzlich verstärkt durch technische Fasern oder Füllstoffe. Diese Zusatzstoffe stabilisieren die Lager besonders für Dauerbeanspruchungen.

Die Einlaufphase

In der Startphase laufen sich die Welle und das iglidur®-Gleitlager aufeinander ein. Während dieser Phase passen sich die Oberflächen beider Partner optimal aneinander an. Die spezifische Belastung des Systems sinkt, da sich die Kontaktflächen von Welle und Lager während des Einlaufens vergrößern. Gleichzeitig sinkt die Verschleißrate und nähert sich einem linearen Verlauf. In dieser Phase verändern sich die Reibwerte noch, um schließlich einen weitgehend konstanten Wert anzunehmen.