Gute Straßenlage dank Kunststofflagern

igus-Gleitlager im Fahrwerk von Siloking-Futtermischwagen

Mit ihren Siloking-Maschinen gilt die Mayer Maschinenbaugesellschaft mbH in Tittmoning als Innovationsführer bei Futtermischwagen. Das Unternehmen hat eine neue Selbstfahrer-Baureihe entwickelt, die Maßstäbe in Sachen Wirtschaftlichkeit, Produktivität und Fahrkomfort setzt. Zu den Innovationen gehört unter anderem eine neue Einzelradaufhängung der Lenkachse. Bei der Radführung werden wartungsfreie igus-Gleitlager aus Hochleistungspolymeren mit inkorporiertem Schmierstoff eingesetzt. Auch bei kurzen Hüben ist ein ruhiger Lauf dadurch stets gewährleistet.

Steckbrief

  • Was wurde benötigt: iglidur J, drylin-W
  • Anforderungen: Geringe Reibwerte, Verschleißfestigkeit
  • Branche: Landtechnik
iglidur Gleitlager in der Übersicht
Futtermischwagen Gleitlager

Problem

Wenn es um die Ernährung geht, sind Milchkühe sehr anspruchsvoll. Das gilt für die Menge, mehr noch aber für die Qualität des Futters. Pro Tag benötigen sie rund drei Prozent ihres Eigengewichtes an Futtertrockenmasse. Sobald sich deren Zusammensetzung ändert, reagiert das komplexe Verdauungssystem der Wiederkäuer mit geringerer Milchleistung. Zu den täglichen Herausforderungen eines Landwirtes gehört es daher, aus den einzelnen Bestandteilen Gras, Heu, Silage und Kraftfutter eine gleichbleibende Futterqualität und -mischung zu erzeugen.
Professionelle Betriebe setzen für diese Aufgabe Futtermischwagen ein. Landwirte, die großen Wert auf Qualität, Effizienz und Produktivität legen, entscheiden sich häufig für Fahrzeuge der Mayer Maschinenbaugesellschaft mbh, die in Tittmoning in Bayern produziert und weltweit unter dem Markennamen Siloking verkauft werden.

Siloking gilt als Innovationsführer in der Fütterungstechnik und hat aktuell eine neue Generation der Topmodelle unter den selbstfahrenden Futtermischwagen – Fahrzeuge mit eigenem Antrieb und Kabine – entwickelt. Die „SelfLine 4.0“- Serie zeichnet sich durch eine Vielzahl an Innovationen aus. Dazu gehören unter anderem energiesparende Motoren, die den neuesten internationalen.Abgasvorschriften entsprechen und rund 20 Prozent sparsamer arbeiten als die Vorgängermodelle

Auch das Fahrwerk der mobilen Arbeitsmaschinen wurde neu entwickelt. Dabei musste den Konstrukteuren fast die Quadratur des Kreises gelingen. Denn im Stall müssen die Fahrzeuge auf sehr engem Raum extrem manövrierfähig, zudem aber gleichzeitig in der Lage sein, oftmals weite Strecken auf der Straße zurück zu legen. Entsprechend hohe Anforderungen werden an Fahrsicherheit und -komfort gestellt. Bei Siloking investiert man viel Know-how in die Fahrzeugentwicklung: Mehr als zehn Prozent der 280 Mitarbeiter am Standort Tittmoning sind in der Konstruktion und Entwicklung tätig. So war es möglich, ein neues Heckfahrwerk mit Einzelradaufhängung zu entwickeln, das die teilweise in Zielkonflikt stehenden Anforderungen bestmöglich erfüllt

Lösung

Die jeweilige Radlast wird über einen hydraulischen Zylinder in Form einer hydropneumatischen Federung von einem Traglenker auf den Fahrschemel übertragen. Der untere Lenker ist als Führungslenker ausgeführt und überträgt nur Seitenkräfte des Rades. Aus der Anordnung dieser beiden Lenker resultiert die Bezeichnung ‚Doppelquerlenker-Achse‘. Um ein Eigenlenkverhalten der Räder verhindern zu können, ist es notwendig, dass die Spurstangen die identische Länge wie die Trag- und Führungslenker haben. Um dennoch eine möglichst geringe Spurbreite verwirklichen zu können, wird der an der Kolbenstange befestigte Lenkzylinder über eine Parallelführung mit igus- Gleitlagern gestützt. Genauer gesagt handelt es sich um wartungsfreie zylindrische Lager vom Typ FJUM-02-50 aus iglidur J mit inkorporiertem Schmierstoff. Es ist sehr verschleißfest und zeichnet sich unter anderem durch sehr gute Reibwerte und schwingungsdämpfende Eigenschaften aus. Die geringe Feuchtigkeitsaufnahme gewährleistet einwandfreien Betrieb auch bei feuchter Umgebung. In Summe führt die Aufhängung zu einem ruhigem, stabilen Lauf des Selbstfahrers sowohl auf schlechten Wegen als auch bei schneller Straßenfahrt.

Maximilian Hauser, Konstrukteur der Radaufhängung, erläutert die Auswahlkriterien des Lagers: „Ein Gleitlager ist hier die bessere Wahl als Linearführungen mit Kugeln, bei denen wegen der kurzen Hübe keine gleichmäßige Schmierung sichergestellt ist.“ Auch bei Tests mit hohen Belastungen unter widrigen Umgebungsbedingungen erwiesen sich die Lager aus iglidur J als verschleißfest. Die hartverchromte Welle mit 50 Millimetern Durchmesser sorgt für eine ideale Gegenlaufpaarung und bildet in Kombination mit den iglidur J-Lagern eine kostengünstige Lösung.

Die neue Einzelradaufhängung ist beim größten Gerät der neuen Serie – dem SelfLine 4.0 Premium 2215-22 – serienmäßig, bei den anderen Modellen ist sie als Option erhältlich. Aber auch die Maschinen, die mit dem traditionellen Dreipunkt-Fahrwerk ausgestattet sind, kommen nicht ohne igus-Gleitlager aus. Zum Beispiel wird die Fräsklappe zum Schutz der Fräswalze mit igus Gleitlagern gelagert, ebenso die Winkelsensoren für die hydraulische Niveauregulierung. Ein weiteres Lager aus dem igus-Systembaukasten befindet sich direkt im Blickfeld des Fahrers: Das zentrale 7-Zoll-Display und die Bedieneinheit für die Programmierwaage sind an einer vertikalen drylin W-Linearführung angebracht und somit höhenverstellbar. Die serienmäßige Programmierwaage zeigt ebenfalls, wie wichtig die exakte Zusammensetzung des Futters ist: Der Fräskopf der Siloking-Maschinen lässt sich mit einem NIR-Scanner ausrüsten, der nach dem Prinzip der Nah-Infrarot-Spektroskopie während der Futterentnahme und in Echtzeit den Trockenmassegehalt des Futters erfasst. Das erlaubt es dem Landwirt, sofort präzise nachzusteuern und den Kühen genau das Futter bereitzustellen, das ihnen am besten schmeckt und bekommt.

lineartechnik futtermischwagen
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