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Beim Biegen kein Brechen

In Biegemaschinen von TRUMPF kommen sichere Energierohre von igus zum Einsatz

Ob einfache oder komplexe Teile abkanten – mit TruBend Maschinen von TRUMPF lassen sich verschiedenste Werkstücke mit höchster Präzision schnell und sicher biegen. Bei großen und schweren Teilen unterstützt eine Biegehilfe den Bearbeitungsprozess. Um die sichere Energieführung dieser Unterstützung zu gewährleisten, setzt TRUMPF auf Energierohre der Serie R4.1L von igus.

Steckbrief

  • Was wurde benötigt: e-Rohr der Serie R4.1L, chainflex-Leitungen
  • Anforderungen: Zuführung von Motor-, Geber- und Sensorleitungen und Erdungskabel bei minimalen Biegeradien und hoher Montagefreundlichkeit des Systems, möglichst kompakte Bauweise bei gleichzeitig hoher Anzahl an zu führenden Leitungen
  • Branche: Werkzeugmaschinenbau
  • Erfolg für den Kunden: geringe Montagezeiten- und Kosten, einfache Wartung trotz geschlossenen Systems, minimale Biegeradien bei hohem Füllvolumen, besonders leichte Energiezuführung, die wenig Antriebsenergie benötigt, keine Lagerhaltungskosten dank schneller Lieferung ab Lager bei Bestellung

TruBend Biegemaschine Mit Biegemaschinen der TruBend Serie 5000 sind Presskräfte von 50 bis 320 Tonnen und Kantlängen von 1,25 bis 4 Meter möglich. Zur Versorgung der Biegehilfe kommen hier Energierohre der Serie R4.1L von igus zum Einsatz.

Problem

Die Firma TRUMPF gehört weltweit zu den größten Werkzeugmaschinenherstellern und verfügt über rund 70 operative Tochtergesellschaften. In Pasching, Österreich, dem "Kompetenzzentrum Biegen" in der TRUMPF Gruppe, wurde 1992 TRUMPF Maschinen Austria gegründet. Hier fertigt das Unternehmen heute Biegemaschinen in den verschiedensten Größen und Ausführungen. Die Produkte stehen dabei sowohl für höchste Erfahrung als auch wegweisende Innovationen in der Abkanttechnologie.
Unter anderem werden hier in Pasching die TruBend Biegemaschinen der Serie 5000 gebaut, von der über das Jahr hinweg mehr als 600 Anlagen gefertigt werden. Mit dieser Allroundmaschine sind Presskräfte von 50 bis 320 Tonnen und Kantlängen von 1,25 bis 4 Meter möglich. Insbesondere bei großdimensionierten Teilen treten die Stärken der Anlage hervor: Denn besonders beim Biegen großer oder schwerer Teile steht Anwendern der TruBend Serie 5000 eine Biegehilfe zur Seite, auf der die zu bearbeitenden Bleche abgelegt werden. Diese unterstützt dabei Winkel bis zu 30 Grad und kann automatisch in der Höhe verstellt werden. „Besonders bei großen und sehr schweren Werkstücken ist diese Unterstützung notwendig, damit die Bleche genau und von nur einem Bediener gebogen werden können“, erklärt Volkmar Schmidt, Leiter Technischer Einkauf bei TRUMPF Maschinen Austria. Die Biegehilfe kann dabei frei von links nach rechts bewegt werden.
Um die Motor-, Geber- und Sensorleitungen sowie ein Erdungskabel sicher an der Maschine entlang zu führen, suchte der Werkzeugmaschinenhersteller nach einer geeigneten Zuführungslösung, wobei nicht nur die Montagefreundlichkeit und minimale Biegeradien der Leitungen gewünscht waren. Auch musste die Lösung eine große Anzahl an Leitungen tragen können und dabei so kompakt wie möglich sein.

Lösung

Um die genannten Motor-, Geber- und Sensorleitungen sowie das  Erdungskabel sicher an der Maschine entlang zu führen, wenn die Biegehilfe bewegt wird, setzt TRUMPF heute auf Energieketten von igus. Die Ketten bezieht der Werkzeugmaschinenhersteller bei der TruBend Serie 5000 als Rohr der Serie R4.1L – dies bedeutet, dass anstatt der standardmäßig eingesetzten Öffnungsstege komplett überlappende Deckel verbaut werden. Wie auch bei der offenen Variante E4.1L lassen sich die Deckel trotzdem beidseitig öffnen und um 115 Grad verliersicher aufschwenken, was Montagezeit und -kosten spart. Bei Bedarf lassen sie sich auch komplett entnehmen, wieder einlegen und durch einfaches Zudrücken verschließen.
Die e-rohre wurden ursprünglich dazu entwickelt, eine spänedichte Variante der e-ketten anzubieten. In dieser konkreten Anwendung wünschte sich TRUMPF allerdings die geschlossene Variante aus rein optischen Gründen. Ein weiterer entscheidender Punkt für den Maschinenhersteller ist neben der Montagefreundlichkeit und den minimalen Biegeradien der Energieketten auch das maximale Füllvolumen bei möglichst geringer Außenhöhe. Im Vergleich zu der Heavy Duty-Kette E4.1 konnte bei der E4.1L und ebenfalls bei den ansonsten baugleichen e-rohren so viel Masse eingespart werden, dass die Kette rund 30 Prozent leichter ist. Hierdurch sparen Anwender nicht nur eine Menge Antriebsenergie. Es lassen sich außerdem bei gegebenem Platzbedarf noch mehr Leitungen und Schläuche unterbringen.
Von der E4.1 übernommen wurden hingegen der patentierte formschlüssige Hintergriff der Kettenglieder und die doppelten Anschläge mit großen Anschlagflächen. Diese technischen Details sorgen für eine hohe Stabilität und ermöglichen ebenfalls größere freitragende Längen. Durch eine ‚Bremse‘ in den Anschlagflächen werden außerdem die Abrollgeräusche minimiert, was einen besonders ruhigen Kettenlauf zur Folge hat.


„Ich persönlich arbeite seit 25 Jahren bei TRUMPF und kann mich nicht daran erinnern, dass wir irgendwann mal keine igus Ketten eingesetzt haben."

Volkmar Schmidt, Leiter Technischer Einkauf bei TRUMPF Maschinen Austria

Energiekette Blick ins Innenleben der Biegehilfe: In den e-ketten von igus werden Motor-, Geber- und Sensorleitungen sowie ein Erdungskabel geführt und versorgen die Biegehilfe, die am Standort in Linz komplett gefertigt wird.
Foto mit Kunden Seit Jahren von Service und Produkten bei igus überzeugt. Volkmar Schmidt, Leiter Technischer Einkauf bei TRUMPF Maschinen Austria (links) gemeinsam mit Elvis Kaufmann, zuständiger Technischer Verkaufsberater bei igus Österreich (rechts).

Entscheidend: Guter Mix aus sicheren Produkten und schnellem Service

Die mechanische Belastung ist in der Anwendung der Biegehilfe eher zu vernachlässigen, da durch die manuelle Bewegung der Biegehilfe keine hohe Dynamik herrscht. „Umso wichtiger ist für uns allerdings die Innenaufteilung der Kette, um sämtliche Leitungen in eigenen Kammern sicher verlegen zu können“, betont Volkmar Schmidt. „Hier kommt die kompetente Beratung vor Ort zum Tragen, was mit igus wirklich sehr gut funktioniert. Bei kleineren Aufgaben erledigen wir die Auslegung der Kette auch schon mal online selber. Bei komplexeren Sachen oder Prototypen ist uns der persönliche Kontakt aber wichtig, damit wir sicher sein können, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
 
Bei TRUMPF liegen kaum Energieketten von igus auf Lager – im Regelfall bestellt das Unternehmen ein bis zwei Tage vor der Fertigung, woraufhin die Ketten direkt in passender Länge aus der Zentrale in Köln geliefert werden. Hier auf sehr guten Service vertrauen zu können, ist für TRUMPF sehr wichtig. „Ich persönlich arbeite seit 25 Jahren bei TRUMPF und kann mich nicht daran erinnern, dass wir irgendwann mal noch keine igus Ketten eingesetzt haben“, erklärt Volkmar Schmidt. Eine gute Basis also, dass die Zusammenarbeit auch in den nächsten 25 Jahren so weitergeht.