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Getränke-Abfüllanlagen: Lagertechnik aus dem Konstruktionsbaukasten

igus® Gleitlager in den Anlagen der Küppersbusch GmbH

Die Küppersbusch GmbH in Velbert entwickelt und fertigt kundenspezifische Abfüllanlagen und setzt seit mehr als zwanzig Jahren Gleitlager aus dem igus® Konstruktionsbaukasten ein. Ein genauer Blick auf eine gefertigte Anlage zeigt unterschiedlichste Anwendungsmöglichkeiten für Lagertechnik aus Hochleistungspolymeren in der Getränketechnik.

Anwendungs-Knowhow durch Lohnabfüllung

Typisch für die Vorgehensweise von Küppersbusch ist, dass es keine vorgefertigten Lösungen oder Baureihen gibt. Klaus Voigt, Projektingenieur im Unternehmen: „Der Kunde nennt uns die Anforderungen – wir entwickeln eine Lösung.“ Da es meistens um kleinere bis mittlere Mengen geht und der Anwender Flexibilität wünscht, besteht diese Lösung häufig aus halbautomatischen, linearen Abfüll-, Etikettier- und Verschließmaschinen. Bei der Projektierung können die Entwickler auf umfangreiches anwendungstechnisches Knowhow zurückgreifen. Denn auf einer separaten Etage des Firmengebäudes nutzt Küppersbusch die Anlagen aus eigener Produktion für die Lohnabfüllung von unterschiedlichsten Produkten. Jochen Küppersbusch: „Deshalb kennen wir die Praxisanforderungen unserer Kunden aus eigener Erfahrung.“

Lineare halbautomatische Abfüll-, Verschließ- und Etikettiermaschine von Küppersbach.  

Lagertechnik von igus® – seit mehr als zwanzig Jahren im Einsatz

Die Konstrukteure von Küppersbusch nutzen diverse Baureihen und Varianten aus dem igus® Lagerprogramm, und das mit gutem Grund. Klaus Voigt: „Wichtig ist für uns, dass sich sowohl die rotativen als auch die Linearlager gut reinigen lassen und eine lange Lebensdauer erreichen. Sie dürfen aus Hygienegründen keine externen Schmierstoffe benötigen, und je nach Anwendung, das heißt bei Teilen mit Produktberührung, müssen die Werkstoffe FDA-konform sein.“ All diese Eigenschaften treffen auf die igus® Gleitlager aus Hochleistungs-Polymer mit inkorporiertem Schmierstoff zu.

Jochen Küppersbusch, geschäftsführender Gesellschafter der Küppersbusch GmbH, igus® Verkaufsberater Markus Schwarz und Klaus Voigt, Projektingenieur bei Küppersbusch.

Jochen Küppersbusch, igus® Verkaufsberater Markus Schwarz und Klaus Voigt.

 

Variantenvielfalt an rotativer und linearer Lagertechnik

Am Beispiel einer Abfüllanlage für Spirituosen, die in Velbert gerade ihre letzten Testläufe vor der Auslieferung absolviert, lässt sich gut zeigen, wie viele und welche unterschiedlichen Gleitlagerungen aus dem igus® Konstruktionsbaukasten hier zum Einsatz kommen:

drylin® Trapezgewinde mit Flanschmuttern

Bei diversen Höhenverstellungen werden Trapezgewinde aus dem drylin® Programm in Kombination mit Flanschmuttern aus Hochleistungspolymer verwendet.

Bei Höhen- und Formatverstellungen nutzt Küppersbusch häufig drylin Spindeln mit Flanschmuttern.

drylin® Gleitlagerfolien und R-Flanschlager mit Spindel

Die Formatverstellungen erfolgen über drylin® R-Flanschlager. Drei igus® Lagerstellen ergeben hier ein Führungssystem. Gleitlagerfolie links und rechts zur Wellenlagerung, Spindel und Mutter mittig für den Antrieb.

Gleitlagerfolie links und rechts zur Wellenlagerung, Spindel und Mutter mittig für den Antrieb

igubal® Clips-Gelenklager

An der Halterung eines Elektromotors sind Clips-Gelenklager verbaut, um eine einfache Montage und Fluchtungsausgleich zu gewährleisten.

Montagefreundliche Motorbefestigung mit Fluchtungsausgleich im Einsatz: igubal Clips-Gelenklager.

drylin® R-Flanschlager

An einer weiteren (vertikalen) Linearachse nutzt Küppersbusch eine Kombination aus drylin® R-Flanschlagern mit Aluminiumadaptern, in denen eloxierte Aluminiumwellen verfahren.

Optisch perfekt, reibungsarm und langlebig: drylin R-Flanschlager mit Aluminiumadapter in Kombination mit den passenden Wellen.

Gleitlager, Flanschlager, Tribo-Tape…

Bei der Auswahl des iglidur® Werkstoffs profitieren die Konstrukteure von der stetig wachsenden Vielfalt. Klaus Voigt: „Viele Jahre haben wir die FDA-konforme Lösung iglidur® A180 eingesetzt. Jetzt verwenden wir zumeist die neuen FDA-Varianten iglidur® A181 (blau) und das ebenfalls FDA-konforme Hochtemperaturlager iglidur® A500.“ Ein vergleichsweise neues igus® Produkt wird bei der aktuellen Anlage am Auslauf des Drehtisches, bei der Zuführung der Flaschen, eingesetzt. Die Führung der Flaschen war ursprünglich in Edelstahl ausgeführt. Um das Geräusch der ans Metall anschlagenden Flaschen zu dämmen, kommt nun das igus® Tribo-Tape vom aus dem Werkstoff iglidur® B160 zur Anwendung. Diese Gleitfolie ist beständig gegen Reinigungsmittel und zeichnet sich durch einen sehr guten Gleit-/ Reibwert auch gegenüber Glas aus.

iglidur Tribo-Tape am Auslauf des Drehtisches einer Abfüllanlage.  

igus® Lager auch an den Ventilen und Pumpen

Auch an den Ventilen und Pumpen der Füll- und Dosierstationen setzt Küppersbusch auf Hochleistungs-Polymerlager aus dem igus® Konstruktionsbaukasten. An den Füllstationen werden die Flaschen über drylin® T-Schienenführungen angehoben und mit dem Füller verbunden. An den Zentrierbrücken von den Füllrohren verbaut das Unternehmen iglidur® Bundlager, die nicht nur FDA-konform und chemisch beständig sind, sondern auch eine extrem lange Lebensdauer aufweisen. Klaus Voigt: „Diese Lager werden stark beansprucht. Wir haben eine Füllmaschine im Einsatz, die 40 Millionen Zyklen absolviert hat und immer noch mit der ersten Welle und der ersten Buchse läuft.“ Davon profitieren wiederum die Anwender der Küppersbusch-Abfüllanlagen: Sie kommen mit einem Minimum an Service aus. Dafür sind die Anlagen bei den Kunden bekannt.

FDA-konform und chemisch beständig: iglidur Bundlager an den Zentrierbrücken von den Füllrohren.  
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