Leitungen in radioaktiver Umgebung

Anforderungen, Materialien und Beständigkeit

Was ist radioaktive Strahlung?

Schiffsladekrane mit langen Verfahrweg
  • Alphastrahlung
  • Betastrahlung
  • Gammastrahlung
  • Gray (Gy) – physikalische Dosis
  • Sievert (Sv) – biologische Wirkung
  • Rad (Rd) – veraltete Einheit
CT-Gerät mit leichter radioaktiver Strahlung. Gezeigt wird ein Gerät mit geöffneter Klappe, sodass das Innenleben mit den zugehörigen Leitungen zu sehen ist.

Anforderungen an Leitungen in radioaktiven Bereichen

  • Hohe Strahlenbeständigkeit
  • Definierte und lange Lebensdauer
  • Mechanische Stabilität trotz Strahlenbelastung
  • Minimierung von Wartungsintervallen

Wie wirkt sich Strahlung auf Kabel und Kunststoffe aus?


Typische Auswirkungen:
  • Aufbrechen von Molekülketten
  • Materialverhärtung
  • Versprödung
  • Porenbildung
  • Rissbildung bis hin zum Mantelbruch

Grundregel:

Vergleich von Materialien für strahlenbeständige Leitungen

MaterialStrahlenbeständigkeitEignung
PVCca. 10 MradGering
TPEca. 15 MradEingeschränkt
PURca. 100 MradSehr hoch

Warum PUR die beste Wahl ist

  • lange Molekülketten
  • hohe mechanische Stabilität
  • exzellente Strahlenbeständigkeit
  • geringe Versprödung
  • Kernkraftwerke
  • Strahlenlabore

Lebensdauer und Auslegung von Leitungen

  • Strahlendosis (Gy / Mrad)
  • Einwirkdauer
  • Umgebungstemperatur
  • Mechanische Belastung (z.B. in Energieketten)
  • Kombination mit Chemikalien oder Feuchtigkeit

Praxis-Tipp: So wählen Sie die richtige Leitung

  1. Maximale Strahlendosis definieren
  2. Einsatzdauer festlegen
  3. Mechanische Anforderungen prüfen (z.B. Bewegung)
  4. Passendes Mantelmaterial wählen (ideal: PUR)
  5. Aderisolation gezielt auswählen
  6. Herstellerprüfungen und Testergebnisse berücksichtigen
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