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Energieketten-System statt Kabeltrommel

Seit dem Jahr 2000 reibungsloser Betrieb an Kläranlage
Problem: Verdrillen führt zu schnellem Verschleiß

Wie führt man dem beweglichen Räumer eines Klärbeckens am besten Energie zu?
Der Aggerverband entschied sich gegen die konventionelle Lösung mit Kabeltrommel und für eine Energiezuführung aus dem LBT flizz®-System von igus®. Das Ergebnis: Das System an der Kläranlage Waldbröl-Brenzingen arbeitet seit dem Jahr 2000 ohne Ausfälle.

Der Längsräumer in einem Nachklärbecken verfährt über einen Zahnradantrieb mit einer Geschwindigkeit von 1m/min
24 Stunden pro Tag, 256 Tage im Jahr. Der Räumer benötigt ebenso wie die Pumpen unter dem Wasserspiegel Energie und Steuersignale. Ursprünglich nutzte man eine Kabeltrommel für die Energiezuführung. Für die Verantwortlichen war diese Lösung wenig zufrieden stellend, denn mit jeder Vor- und Rückwärtsbewegung führte die Leitung eine leichte Drillbewegung aus, die zum erhöhten Verschleiß beitrug.

Geeignet für widrige Umgebungsbedingungen

igus® bietet mit dem LBT flizz®-System eine witterungsbeständige Energiezuführung, die sich modular an die jeweiligen Einsatzbedingungen anpassen lässt. Sowohl die Kunststoffkomponenten als auch die Metallbauteile sind dauerhaft korrosionsgeschützt. Die oben geschlossene Rinne verhindert das Eindringen von Schnee und Laub und trägt zu einem reibungsfreien Betrieb des Systems bei. Auch die bei der Abwasserbehandlung entstehenden Gase wie ein Schwefelwasserstoffgemisch, was sehr aggressiv sein kann, stören den Betrieb des flizz®-Systems nicht. Als „worst-case“ wurde ein Festfrieren der Kette am LBT-Kunststoffprofil und damit ein Ausfall der Anlage bei Temperaturen unter 0°C befürchtet. Doch durch die geringe Kontaktfläche der Kette zur Rinne und die besondere Form des LBT-flizz® Profiles können selbst bei festfrierendem Morgentau keine gefährlichen Kräfte entstehen.

altes System mit Kabeltrommel statt Energiekette

Die Ausgangssituation am Nachklärbecken

 
Wartungsaufwand drastisch reduziert

Insgesamt wurden an dem Nachklärbecken 38 Meter Führungsrinne installiert. Die Leitungen sind ca. 20 Meter lang; in der Rinne sind neben den Elektroleitungen für die drei Pumpen und den Verfahrmotor auch 16 Meldeleitungen sowie eine Profibus-Leitung untergebracht. Die einzelnen igus® chainflex®-Spezialleitungen der Serien CF9, CF10 und CF31 haben einen TPE Aussenmantel und können in einem Temperaturbereich von -25° bis +100° bei einem Mindestbiegeradius von 5xd eingesetzt werden. Als Energieführungskette wurde die bewährte Kette der Serie E2, Typ 250.07.100.0 geführt.
Bei Längsräumen dieser Bauart ist immer mit einem seitlichen Versatz von bis zu 150mm zu rechnen. Zum Ausgleich dieser Querbewegung wurde von igus® ein kostengünstiger schwimmender Mitnehmer entwickelt und am Mitnahmearm der Räumerbrücke installiert.

Seit der Montage vor fünf Jahren läuft das System ohne Probleme. Da ist es nicht erstaunlich, dass der Aggerverband mit der Lösung zufrieden ist und dem Service von igus® eine gute Note ausstellte.

minimale Reibung der e-kette® dank der ins Profil integrierten Gleitschiene

flizz®-System e-kette® in der Führungsrinne

 
LBT flizz®: Bewährt in vielen Einsätzen

Aufgrund der robusten Ausführung sind schon viele weitere Möglichkeiten der Anwendung realisiert, zum Beispiel in Regenwasser-Überlaufbecken oder auch bei Hafenkranen. Zudem sind die Komponenten gegen die gängigen Chemikalien, Fette sowie Lösungsmittel beständig. Daher liefert igus® das LBT flizz®-System auch an die Hersteller und Betreiber von Galvanikanlagen und anderen Anlagen der Chemietechnik.

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