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Lagenverseilung

Verseilung: Aufbau von Leitungen für Energieketten

Verseilung, auch Verdrillung genannt, bezeichnet das Wickeln von Adern in mehradrige Leitungen um ein Kernelement, um die gegenseitige Beeinflussung der elektrischen Leitern zu reduzieren. Die Verseilung spielt eine entscheidende Rolle in der Auslegung von Leitungen für die Bewegung. Prinzipiell lässt sich zwischen bündel- und lagenverseilten Leitungen bzw. Kabeln unterscheiden.

Was ist eine Lagenverseilung?
Bei der Lagenverseilung werden die Leitungsadern in mehreren Schichten rund um ein Zentrum mehr oder weniger fest und meist relativ lang verseilt und mit einem auf Schlauch extrudierten Mantel versehen. Bei geschirmten Leitungen kommt eine Umwicklung der Adern mit Vlies oder Folien dazu.

Die Lagenverseilung ist wesentlich einfacher zu fertigen und wird daher auf dem Markt in sogenannten "kettentauglichen" Leitungen auch bei Aderzahlen von mehr als 7 Adern zu niedrigen Kosten angeboten. Was auf den ersten Blick verlockt, kann sich jedoch im Alltag bei mehr als 7 Adern schnell als teurer Fehler entpuppen.

Der Biegevorgang staucht in der Bewegung die im Innenradius der Leitung liegende Ader und streckt die im Außenradius liegende Ader. Das geht zu Beginn meist gut, weil die Materialelastizität noch ausreicht. Doch schon bald sorgt die Materialermüdung für bleibende Verformungen und die Adern schaffen sich durch Auslenkung aus der vorgegebenen Bahn "eigene Stauch- und Streckzonen": Ein Korkenzieher entsteht und der Adernbruch folgt meist schnell danach.

Ab 7 Adern ist eine Bündelverseilung empfohlen.