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iglidur® G - Werkstoffdaten

Die wichtigsten Eigenschaften auf einen Blick

  • Sehr gute Reibwerte
  • Resistent gegen Kantenpressung
  • Resistent gegen Stöße und Schläge
  • Besonders resistent gegen Schmutz und Staub
  • Resistent gegen hohe Lasten (>60 N/mm²)
  • Schimmelpilzbeständig nach DIN EN ISO 846
  • Foggingverhalten nach DIN 75201-B
  • CO2-Äquivalent: pro Stück verfügbar

Werkstoff-Infos

Wann nehme ich diesen Werkstoff?

  • Wenn ich ein wirtschaftliches Allroundlager brauche
  • Bei niedrigen bis mittleren Gleitgeschwindigkeiten
  • Wenn das Lager für unterschiedliche Wellen geeignet sein soll
  • Bei Schwenk- und Rotationsanwendungen

Wann nehme ich einen anderen Werkstoff?



Maximale Gleitgeschwindigkeit

m/s rotierend oszillierend linear
dauerhaft 1 0,7 4
kurzzeitig 2 1,4 5

Tabelle 02: Maximale Gleitgeschwindigkeit

Zulässige Gleitgeschwindigkeiten

iglidur® G wurde für niedrige bis mittlere Gleitgeschwindigkeiten entwickelt. Die in Tabelle 02 angegebenen Maximalwerte können nur bei geringen Druckbelastungen erreicht werden. Bei den angegebenen Geschwindigkeiten kann es aufgrund von Reibung zu einem Anstieg bis zur Grenze der dauerhaft zulässigen Temperatur kommen. In der Praxis lassen sich aufgrund von Wechselwirkungen unterschiedlicher Einflüsse diese Grenzwerte nicht immer erreichen.


iglidur® G trocken Fett Öl Wasser
Reibwerte µ 0,08 - 0,15 0,09 0,04 0,04

Tabelle 04: Reibwerte für iglidur® G gegen Stahl (Ra = 1 μm, 50 HRC)

Reibung und Verschleiß

Wie die Verschleißfestigkeit ändert sich mit der Belastung und der Gleitgeschwindigkeit auch der Reibungsbeiwert μ (Abb. 04 und 05).

graph Abb 04: Reibwerte in Abhängigkeit von der Gleitgeschwindigkeit, p = 0,75 MPa

X = Gleitgeschwindigkeit [m/s]
Y = Reibwert μ
graph Abb. 05: Reibwerte in Abhängigkeit von der Belastung, v = 0,01 m/s

X = Belastung [MPa]
Y = Reibwert μ

Wellenwerkstoffe

Reibung und Verschleiß sind auch in hohem Maße vom Gegenlaufpartner abhängig. Zu glatte Wellen erhöhen sowohl den Reibwert als auch den Verschleiß der Lager. Für iglidur® G eignet sich am besten eine geschliffene Oberfläche mit einer Mittenrauigkeit Ra = 0,8 μm. Abb. 06 zeigt einen Auszug der Ergebnisse von Tests mit unterschiedlichen Wellenwerkstoffen, die mit iglidur® G-Gleitlagern durchgeführt worden sind. Es ist wichtig zu beachten, dass mit steigenden Belastungen die empfohlene Härte der Welle zunimmt. Die „weichen“ Wellen neigen eher zum Eigenverschleiß und erhöhen so den Verschleiß des Gesamtsystems. Wenn die Last 2 MPa überschreitet, ist zu berücksichtigen, dass die Verschleißrate (die Kurvensteigung) tendenziell mit der Härte des Wellenwerkstoffs abnimmt. Falls der von Ihnen vorgesehene Wellenwerkstoff in den hier vorgestellten Versuchsergebnissen nicht enthalten ist, sprechen Sie uns bitte an.
​​​​​​​Wellenwerkstoffe​​​​​​​

Verschleiß, rotierende Anwendung mit unterschiedlichen Abb. 06: Verschleiß, rotierende Anwendung mit unterschiedlichen Wellenwerkstoffen, Belastung p = 0,75 MPa, v = 0,5 m/s

X = Wellenwerkstoff
Y = Verschleiß [μm/km]

A = Alu, hartanodis.
B = Automatenstahl
C = Cf53
D = Cf53, hartverchromt
E = St37
F = V2A
G = X90
Verschleiß bei oszillierenden und rotierenden Anwendungen Abb. 07: Verschleiß bei oszillierenden und rotierenden Anwendungen mit Wellenwerkstoff Cf53 in Abhängigkeit von der Belastung

X = Belastung [MPa]
Y = Verschleiß [μm/km]

A = rotierend
B = oszillierend

Durchmesser
d1 [mm]
Welle h9
[mm]
iglidur® G
E10 [mm]
Gehäuse H7
[mm]
bis 3 0 - 0,025 +0,014 +0,054 0 +0,010
> 3 bis 6 0 - 0,030 +0,020 +0,068 0 +0,012
> 6 bis 10 0 - 0,036 +0,025 +0,083 0 +0,015
> 10 bis 18 0 - 0,043 +0,032 +0,102 0 +0,018
> 18 bis 30 0 - 0,052 +0,040 +0,124 0 +0,021
> 30 bis 50 0 - 0,062 +0,050 +0,150 0 +0,025
> 50 bis 80 0 - 0,074 +0,060 +0,180 0 +0,030
> 80 bis 120 0 - 0,087 +0,072 +0,212 0 +0,035
>120 bis 180 0 - 0,100 +0,085 +0,245 0 +0,040

Tabelle 07: Wichtige Toleranzen nach ISO 3547-1 nach dem Einpressen

Einbautoleranzen

iglidur® G-Gleitlager sind Standardlager für Wellen mit h-Toleranz (empfohlen mindestens h9). Die Lager sind ausgelegt für das Einpressen in eine H7-tolerierte Aufnahme. Nach dem Einbau in eine Aufnahme mit Nennmaß stellt sich der Innendurchmesser der Lager mit E10-Toleranz selbständig ein. Bei bestimmten Abmessungen weicht die Toleranz in Abhängikeit von der Wandstärke hier von ab (siehe Lieferprogramm)


Medium Beständigkeit
Alkohole + bis 0
Kohlenwasserstoffe +
Fette, Öle, nicht additiviert +
Kraftstoffe +
verdünnte Säuren 0 bis -
starke Säuren -
verdünnte Basen +
starke Basen 0
+ beständig      0 bedingt beständig      - nicht beständig
Alle Angaben bei Raumtemperatur [+20 °C]
Tabelle 05: Chemikalienbeständigkeit



Elektrische Eigenschaften

spezifischer Durchgangswiderstand > 1013 Ωcm
Oberflächenwiderstand > 1011 Ω

Weitere Eigenschaften


Chemikalienbeständigkeit iglidur® G-Gleitlager haben bei Raumtemperatur eine gute Beständigkeit gegen Chemikalien. Sie sind gegen die meisten Schmierstoffe beständig. Von den meisten schwachen organischen und anorganische Säuren wird iglidur® G nicht angegriffen.


Radioaktive Strahlen Gleitlager aus iglidur® G sind strahlenbeständig bis zu einer Strahlungsintensität von 3 • 102 Gy.


UV-Beständigkeit iglidur® G-Gleitlager sind gegen UV-Strahlen dauerhaft beständig.


Vakuum Im Vakuum gasen iglidur® G-Gleitlager aus. Der Einsatz im Vakuum ist nur für trockene Lager möglich


Elektrische Eigenschaften iglidur® G-Gleitlager sind elektrisch isolierend.


Typische Anwendungsbereiche

Landmaschine

Agrartechnik

Baumaschinen

Baumaschinen



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