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Fernsehen leicht gemacht mit igus Gleitlagern in Bildschirmverstellungen


Als Patient im Krankenhaus dauert ein Tag gefühlt mehr als 24 Stunden. Für den Zeitvertreib ist daher Fernsehen und Lesen oftmals die Lieblingsbeschäftigung. Damit sich der Patient den Fernseher bequem nach seiner Sitz- oder Liegeposition ausrichten kann, statten immer mehr Krankenhäuser ihre Stationen mit höhenverstellbaren Schwenkarmen aus, die einfach an den Nachttisch montiert werden. Was jedoch kaum einer weiß, ist, dass diese Schwenkarme von einem Familienbetrieb aus dem Münsterland stammen. Für eine hygienische und leichtgängige Verstellung der Arme setzt das Maschinenbauunternehmen seit Jahren auf die schmiermittel- und wartungsfreien Gleitlager von igus.
 
Entwickelt wurde der erste höhenverstellbare Schwenkarm Anfang 2000 allerdings nicht für den alltäglichen Bürobedarf, sondern für die Medizintechnik. „Siemens fragte uns nach einer individuellen Lösung für eine Halterung einer TV-/Telefonanlage für Patientenbetten in Krankenhäusern“, erzählt Herbert Schwering. Der Bildschirmarm sollte besonders leichtgängig und individuell anpassbar sein, sodass die Patienten auch mit wenig Kraft den Monitor nach ihren individuellen Bedürfnissen ausrichten können. Gesagt, getan! Und so entwickelte der leidenschaftliche Konstrukteur einen höhenverstellbaren Schwenkarm.

Mit dem höhenverstellbaren Schwenkarm können Patienten in Krankenhäusern komfortabel fernsehen und telefonieren. Mit dem höhenverstellbaren Schwenkarm können Patienten in Krankenhäusern komfortabel fernsehen und telefonieren.

Problem

Für die Bildschirmverstellung wurde ein Gleitlager gesucht, welches eine leichte Verstellung ermöglicht. Aufgrund der Hygienebestimmungen im Krankenhaus sollte auf eine Schmierung der Lagerstelle verzichtet werden. Gleitlager mit einer langen Lebensdauer sind hier von großem Vorteil, da so kein Austausch stattfinden muss.  

Lösung

Mit unseren Lagern aus iglidur G Werkstoff und Anlaufscheiben aus iglidur W300 wurde in dieser Anwendung eine perfekte Kombination zusammengestellt. Die inkorporierten Trockenschmierstoffe im Werkstoff führen dazu, dass keine zusätzliche Schmierung und auch keine Abdichtung der Lagerstelle notwendig ist. Durch den guten Reibwert wird eine lange Lebensdauer und eine leichte Verstellung des Monitors erreicht. 


„Die Gleitlager müssen nicht nur abriebfest und langlebig sein, sondern natürlich auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Dies konnte igus mit iglidur G zu unserer Zufriedenheit erfüllen“

Martina Schwering, Maschinenbau Schwering

Hohe Anforderungen an Hygiene und Gewicht

Der Schwenkarm besitzt einen Schwenkbereich von –18 bis +38 Grad aus der Horizontalen. Der Monitorträger lässt sich von –30 bis +20 Grad neigen. Um diese Bewegungen leichtgängig zu realisieren, setzte das Unternehmen bei seiner Konstruktion vor allem auf leichte Bauteile wie Stahl, Aluminium oder auch Kunststoff. Für die Lagerungen des Arms führte Herbert Schwerings direkter Weg zum motion plastics Spezialisten igus. „Wir haben igus Komponenten bereits seit Jahrzehnten bei uns im Einsatz und sind stets mit der Qualität der Produkte und der Beratung sehr zufrieden“, so der Konstrukteur. „Deswegen haben wir auch bei der Lagerung des verstellbaren Arms direkt an die Buchsen von igus gedacht.“

Pro Arm kommen acht Gleitlager aus dem verschleißfesten Hochleistungskunststoff iglidur G zum Einsatz. Der Allrounder-Werkstoff ist wie alle iglidur Polymere schmiermittel- und damit wartungsfrei. Besonders wichtig, da das medizinische Umfeld höchste Hygieneanforderungen an die eingesetzte Technik stellt. Ein weiteres Kriterium ist die Geräuschintensität. Die Gleitlager sind besonders leise in der Bewegung und sorgen für eine adäquate Lagerung. Relevant war außerdem der Preis: „Die Gleitlager müssen nicht nur abriebfest und langlebig sein, sondern natürlich auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Dies konnte igus mit iglidur G zu unserer Zufriedenheit erfüllen“, so Martina Schwering. Die diplomierte Wirtschaftsingenieurin arbeitet seit 2014 mit in der Geschäftsführung des Familienunternehmens.

Ein iglidur G Gleitlager und eine iglidur W300 Anlaufscheibe sorgen dafür, dass der Bildschirmträger der neuen Monitorverstellung leichtgängig und schmiermittelfrei sowohl geneigt als auch gedreht werden kann. Ein iglidur G Gleitlager und eine iglidur W300 Anlaufscheibe sorgen dafür, dass der Bildschirmträger der neuen Monitorverstellung leichtgängig und schmiermittelfrei sowohl geneigt als auch gedreht werden kann.

Schnelle Fertigung in hauseigenen Produktion

„Uns ist es wichtig, eigenständig auch kurzfristig hohe Anfragen schnell bedienen zu können, daher stellen wir unsere Schwenkarme in unserer eigenen Produktion her“, sagt Herbert Schwering. Das Vormaterial für das Innenleben der Arme erhält das Unternehmen als speziell angefertigtes AL-Strangpressprofil. Vor Ort wird das Profil auf passende Länge geschnitten und auf modernsten CNC-Maschinen bearbeitet. Die acht Gleitlager werden anschließend in die Enden der Profile eingepresst.

Danach montiert ein Mitarbeiter diese mit diversen weiteren Bauteilen und den pulverbeschichteten Abdeckblechen, dem Geräteträger sowie dem Befestigungsstück, das zur Anbringung am Nachtisch dient. Ein weiterer Vorteil des Schwenkarms: Die Kabel von Fernseher und Telefon lassen sich direkt in den Arm integrieren. Der sprichwörtliche Kabelsalat ist somit abgeschafft und sorgt im Krankenhaus auf diese Weise für eine erhöhte Sicherheit und Hygiene.

Damit der Schwenkarm unterschiedliche Lasten tragen kann, kommt je nach Monitorart eine besondere Zugfeder für den Gewichtsausgleich zum Einsatz. In jedem Arm befindet sich zudem eine integrierte Bremse, die unterschiedliche Belastungen in der Nutzung ausgleichen kann. „Wenn der Patient beispielsweise den Telefonhörer von dem Schwenkarm abnimmt, soll der Arm sich natürlich nicht anheben, hier hilft die Bremse zur Stabilisierung“, erklärt Herbert Schwering. Bis zu 6.000 höhenverstellbare Schwenkarme vertreibt Maschinenbau Schwering pro Jahr. Einen Großteil davon vermarktet Siemens an Krankenhäuser weltweit.
 

Acht Gleitlager kommen für die Lagerung des höhenverstellbaren Schwenkarms zum Einsatz. Acht Gleitlager kommen für die Lagerung des höhenverstellbaren Schwenkarms zum Einsatz.

Verschleißfest Bildschirme neigen und drehen

Nicht nur im höhenverstellbaren Schwenkarm, sondern auch in anderen Bildschirmverstellungen setzt der Familienbetrieb auf die igus Hochleistungskunststoffe. So kommen für die neuen Monitorverstellungen eines großen amerikanischen Telefonkommunikationsunternehmens iglidur Gleitlager und Anlaufscheiben zum Einsatz.

Bei der neuen Bildschirmverstellung kann der Monitor über eine iglidur W300 Anlaufscheibe gedreht werden. Der schmiermittelfreie Dauerläufer überzeugt hier vor allem durch seine niedrigen Reibwerte, besonders hohe Standzeiten sowie seine extrem hohe Verschleißfestigkeit. Ein iglidur G Gleitlager sorgt für eine leichte und leise Neigung des Geräteträgers. „Auch in Zukunft werden wir bei weiteren Projekten auf die igus Gleitlager-Technik setzen“, so Herbert Schwering.

Zu den eingesetzten Produkten

Auch im eigenen Büro im Einsatz: der höhenverstellbare Schwenkarm von Maschinenbau Schwering. Herbert Schwering (links) und Martina Schwering zusammen mit dem technischen Verkaufsberater von igus, Gerald Voss, freuen sich über die gute Zusammenarbeit beid Auch im eigenen Büro im Einsatz: der höhenverstellbare Schwenkarm von Maschinenbau Schwering. Herbert Schwering (links) und Martina Schwering zusammen mit dem technischen Verkaufsberater von igus, Gerald Voss, freuen sich über die gute Zusammenarbeit beider Familienunternehmen.

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