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Widerstandsfähig in rauer Umgebung

Instandhaltung: Biegefeste Leitungen erhöhen Maschinenverfügbarkeit in Möbelindustrie

In der ADA-Möbelfabrik bewegt sich einiges: Plattensägen, Abstapler, Lager, Stoffzuschneidemaschinen und vieles andere mehr. Für die hier im Einsatz befindlichen Motor- und Steuerleitungen heißt es, bei einem bis zu Vierzehn-Stunden-Tag ganz schön widerstandsfähig und flexibel sein. Anforderungen, die die biegefesten Leitungen aus dem „chainflex®“-Programm von igus® speziell für Energieketten optimal erfüllen.

Eine Lederzuschneideanlage amerikanischer Herkunft brachte die Technikabteilung bei ADA vor etlichen Jahren ganz schön ins Schwitzen. „Mit dieser Maschine gab es wirklich von Anfang an Probleme. Solche Kabel, wie sie da eingebaut waren, habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gesehen. Wir mussten alle zwei Monate die Kabel tauschen“, erinnert sich Johann Doler, Bereichsleiter Technik, mit Schaudern an die Anlage, die ihm viel Kopfzerbrechen und Arbeit bescherte. So ein Leitungstausch bedeutet nämlich bis zu einen Tag Zeitaufwand: „Fehler suchen, Kabel ausziehen und neu einziehen – was zudem gar nicht so einfach ist, weil die Kabel ja nicht nur in der Energiekette, sondern auch in irgendwelchen Kanälen der Maschine weiterlaufen“, so der ADA-Techniker.

Möbelfabrik

ADA-Möbelfabrik, Baierdorf: Überall wo Leitungen, wie bei diesem Abstaplerautomaten, permanent in Bewegung sind, werden sie nach dem ersten Leitungsbruch gegen „chainflex®“-Leitungen CF5/CF6 von igus® ausgetauscht.

 
Teure Leitungsbrüche vermeiden

Intensiv schaute Doler sich daraufhin nach zuverlässigeren Leitungen um. Der rettende Anruf kam dann vom Energieführungsspezialisten igus®. Obwohl der Biegeradius der Energiekette bei dieser Maschine sehr klein war und dadurch wenig Platz für die Leitungen blieb, prognostizierte Gerald Weber, Verkauf Energiekettensysteme bei igus®, eine gewaltige Standzeiterhöhung, wenn ADA auf eine „chainflex®“- Leitung CF9 für enge Biegeradien umsteigt. Und er sollte recht behalten. Die igus®-Leitung speziell für den hoch dynamischen Einsatz in Energieketten hielt bei weitem länger. Johann Dolers Dauerproblem, die Lederzuschneideanlage, ist zwar mittlerweile längst Geschichte, die Zusammenarbeit mit igus® freilich nicht. Ganz im Gegenteil: Sobald die Original-Leitungen in den Maschinen und Anlagen des Möbelfabrikanten nicht das halten, was sich die Instandhaltungstechniker davon versprechen, setzt man nun seit der positiven Erfahrung mit den chainflex®-Leitungen auf CF5/CF6 bzw. auf einen Leitungstypen aus dem „chainflex®“- Programm für Energieketten.

Insgesamt sind die Leitungen bei ADA ganz schön gefordert. Erste Ermüdungserscheinungen machen sich gerne in vorübergehenden Drahtunterbrechungen bemerkbar. „Oft tritt ein Fehler anfangs nur sporadisch auf, das heißt man muss ihn gar nicht unbedingt gleich merken. Wenn beispielsweise ein Messsystem bei einer ungenaueren Maschine, bei der es nicht um Tausendstel Millimeter sondern um größere Toleranzen von drei bis vier Millimeter geht, kurze Aussetzer hat, merkt man das unter Umständen gar nicht. Bei unseren Plattensägen beispielsweise würden leichte Abweichungen kaum auffallen, da die zugeschnittenen Platten ohnehin meist noch nachbearbeitet werden“, erklärt Johann Doler. Ganz anders verhält sich die Sache bei den Stoffzuschneidemaschinen. Da kann der plötzliche Wegfall von Impulsen und das damit verbundene kurzfristige Schnellerlaufen von Maschinen durchaus zu einer groberen Menge Verschnitt führen.

Rasante Bewegungen: Energiekette und Leitungen müssen täglich unzählige Abrollbewegungen unbeschadet überstehen.

 

Der schlimmste Leitungsbruch, an den sich der Bereichsleiter Technik der ADA-Möbelfabrik GmbH erinnern kann, verursachte immerhin einen Schaden von rund 10.000 Euro. „Da ist ein automatisches Plattenlager losgefahren und durch den Leitungsbruch immer schneller geworden, weil keine Rückmeldung mehr gekommen ist und hat zum Schluss sogar den Puffer abgeschlagen“, schildert Doler.

Mit „chainflex®“-Leitungen fühlt sich der ADA-Mann vor solchen technischen Gebrechen einigermaßen gut gefeit: Die kosten zwar in der Anschaffung ein bisschen mehr, besitzen aber ein vielfach höhere Lebensdauer. „Ich gebe lieber ein wenig mehr Geld aus, wenn ich dafür eine längere Standzeit habe. Denn je seltener ich eine Leitung austauschen muss, desto besser ist es für uns Techniker und für einen funktionssicheren Betrieb. „Natürlich haben wir unterschiedliche Fabrikate ausprobiert, aber dann im direkten Vergleich gemerkt, dass die „chainflex®“-Leitungen am längsten halten“, bilanziert Doler.

Leitungsbrüche passieren einfach. Zumeist ohne jegliche Vorwarnung. Es gibt zwar den so genannten „Korkenzieher“, der bei manchen Fabrikaten als augenscheinlicher Hinweis auf einen bevorstehenden Adernbruch in Erscheinung tritt, aber meist tappt man sogar bei einer Sichtkontrolle hinsichtlich der tatsächlichen Befindlichkeit der Adern und Litzen im Dunkeln. Liegen sie doch zumeist in Energieketten versteckt.

von links: Johann Doler, Bereichsleiter Technik bei ADA, mit den beiden igus®-Mitarbeitern Gerald Weber und Hans-Jürgen Schram beim Inspizieren einer Energiekette.

 
Stabile Bündelverseilung

Um die Zuverlässigkeit seiner Leitungen zu erhöhen, setzt igus® auf ein sehr aufwändiges, mehrfach verseiltes Innenleben. Auf diese Art und Weise – sogenannte Bündelverseilung – erreicht man, dass alle Adern mehrfach im gleichen Abstand den Innen- und Außenradius der gebogenen Leitung wechseln. Dadurch bleibt die Verseilung auch bei höchster Biegebeanspruchung noch stabil. „Neben ihrer Zuverlässigkeit mag ich an den „chainflex®“-Leitungen überdies, dass sie sehr schlank aufgebaut sind. Das ist beim Einsatz in Energieketten immer ein großer Vorteil, weil ich dadurch mehr Platz in der Kette bekomme“, erklärt Johann Doler. Übrigens zeigt er sich mittlerweile auch von den Energieketten von igus überzeugt. Diese kommen in der ADA Möbelfabrik allerdings nur dann zum Einsatz, wenn die vorhandene, mit der Maschine gelieferte Kette nahezu zur Gänze in die Brüche geht: „Wenn die ganze Energiekette getauscht wird, nehmen wir igus®. Wenn nur ein halber Meter kaputt ist und die gesamte Kette zehn Meter lang ist, wird ein Meter von der Original-Kette eingebaut.“ Dementsprechend hält sich der ADA-Techniker von allen gängigen Kettentypen ein paar Ersatz-Meter auf Lager. Bei den Leitungen wiederum liegen sicherheitshalber ein paar 4 x 1,5 sowie 4 x 2,5 Motorkabel sowie zwölf- und siebenpolige Steuerleitungen CF5 / 6 mit verschiedenen Querschnitten von 0,5 bis 1 Quadrat für etwaige Troubleshootings an den Maschinen parat.

Im Durchschnitt wird in der ADA-Möbelfabrik in Baierdorf alle zwei bis drei Monate irgendwo einmal eine Leitung gewechselt. Manchmal auch nur auf reinen Verdacht hin, wie Johann Doler zugibt: „Das Schlimme an solchen Leitungsfehlern ist nämlich, dass sie sich mit einem normalen Ohmmeter gar nicht messen lassen, weil sie meistens, wenn sie ruhig sind sogar einen Kontakt haben, der erst dann, wenn sie sich bewegen, ausfällt. Wenn man schließlich überhaupt keinen Fehler findet, dann tauscht man halt manchmal einfach das Kabel aus.“ Befindet sich die entsprechende Leitung nicht im Lager, greift der Techniker – sofern es die Platzverhältnisse in der Energiekette erlauben – auf einen stärkeren Querschnitt zurück. Sollte auch das nicht funktionieren, vertrauen die Oststeirer auf den prompten Lieferservice von igus®. Da werden dann telefonisch die gewünschten Features wie Biegeradius, Querschnitt, Einsatzgebiet, geschirmt oder nicht geschirmt, etc. abgeklärt und prompt macht sich, innerhalb von 24 bis 48 Stunden ab Lager Köln, das entsprechende Päckchen auf die Reise.

Raue Umgebungsbedingungen: Dank ihres stabilen bündelverseilten Aufbaus beweisen „chainflex®“-Leitungen auch bei kleinen Biegeradien in der Energiekette ein extrem gutes Durchhaltevermögen.

 
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