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Mit Automation zum Superwurm

Selbstentwickelte Roboter und fahrerloses Transportfahrzeug (FTF) automatisieren arbeitsintensive Prozesse in der Wurmzucht.

Familie Langhoff züchtet Riesen-Rotwürmer, auch Dendrobena genannt, die z.B. von Anglern, als Futterwürmer für Tiere, zur Jagd oder als natürlicher Düngerproduzent für Garten und Gewächshäuser eingesetzt werden. Um die Zucht zu verbessern und effektiver zu machen, entwickelt Vater Martin Langhoff seit etwa zehn Jahren eigene Maschinen, die den Familienbetrieb bei der täglichen Arbeit entlasten. Für den Einsatz bei Wasser, Erde und Schmutz sind die robusten Bauteile von igus in dieser Zeit zu einem zuverlässigen Partner geworden.

Steckbrief

  • Was wurde benötigt: drylin® ZLW-ZahnriemenachsenE4 e-kette®E6 e-kette®igubal® ESTM-Stehlagerigus® Schrittmotoren
  • Anforderungen: Verschleißfeste und zuverlässige Komponenten zur Leitungsführung und Lagerstellen, die bei Schmutz und Feuchtigkeit eingesetzt werden können
  • Branche: Landwirtschaft
  • Erfolg für den Kunden: drylin-Zahnriemenachsen ziehen die 120 kg schweren Container mühelos, sind besonders leicht, erfordern für den Betrieb nur eine geringe Leistung und sind stoß- und schmutzunempfindlich, igubal-Stehlager halten den hohen radialen Belastungen stand, sind selbstschmierend und somit wartungsfrei in der Anwendung, die e-ketten E4 und E6 führen alle Leitungen sicher und gehen die teilweise schnellen Verfahrgeschwindigkeiten der Anlage mühelos mit

Futterstation Erste Futterstation für Würmer entwickelt von Superwurm Inhaber Martin Langhoff. igus® Energieketten und Linearführungen sind seit zehn Jahren ohne Wartung und Reinigung im Einsatz.

Problem

Familie Langhoff züchtet Riesen-Rotwürmer, die z.B. Angler als Futterwürmer für Tiere nutzen. Um den Fütterungs- und Bewässerungsprozess vollständig zu automatisieren, entwickelte Martin Langhoff, Inhaber von Superwurm, eine völlig neue Maschine. Dazu gehören zwei Roboter, ein Förderband sowie ein fahrerloses Transportfahrzeug (FTF). Mit der Anlage kann die Fütterung und Bewässerung rund um die Uhr durchgeführt werden, selbst bei Personalausfall.
Das FTF holt die mit Erde und Würmern gefüllten Eurocontainer stapelweise vom Lager zur neuen Fütterungs- und Bewässerungsanlage. An der neuen Fütterungs- und Bewässerungsanlage angekommen, fährt das FTF die Container zum ersten Roboter, der diese nacheinander vom Rollwagen-Stapel auf ein Fließband stellt. Auf dem Fließband werden die Container dann automatisch bewässert und es wird Futter auf die Erde gestreut. Am anderen Ende des Fließbands hebt ein zweiter Roboter die bewässerten und gefütterten Container vom Fließband zurück auf einen Rollwagen, das FTF holt sie ab und fährt sie zurück ins Lager. 
Für das System suchte Langhoff nach Bauteilen, die unter erschwerten Einsatzbedingungen bei Schmutz, Erde und Feuchtigkeit zuverlässig und dauerhaft funktionieren, da die Maschine für den 24 Stunden Dauerbetrieb ausgelegt wurde. Außerdem sollten sie keine Schmierung benötigen, damit Würmer und Erde unbeschadet bleiben.  Besonders bei dieser Maschine gelangen Erde und Feuchtigkeit an die Lagerstellen.

Lösung

Im FTF sind heute zwei parallel synchron angetriebene drylin® ZLW-Zahnriemenachsen im Einsatz, welche die Containerstapel auf einem Rollwagen in das Transportfahrzeug ziehen. Dafür waren Zahnriemenachsen mit Schrittmotoren notwendig, die 120 kg schwere Container ziehen können. Dieses Komplettsystem ist besonders leicht, erfordert für den Betrieb nur eine geringe Leistung und ist stoß- und schmutzunempfindlich.
Für die Bewegung der Zahnriemenachsen werden die Leitungen mit Hilfe einer E6 e-kette® geführt. So wird ihre Lebensdauer erhöht und sie sind vor äußeren Einflüssen geschützt. Sind die Container vollständig ins FTF eingezogen, wird durch einen igus® Schrittmotor eine Schranke geschlossen, um beim Transport für zusätzliche Sicherheit zu sorgen.
Zum Auf- und Zufahren des Roboter-Greifers werden Wellen in igubal® ESTM-Stehlagern gelagert. Sie halten hohen radialen Belastungen stand, sind selbstschmierend und somit wartungsfrei. Um die Leitungen bei den schnellen Bewegungen des Roboters sicher zu führen und für lang haltende Leitungen zu sorgen, wird eine Energiekette der Baureihe E4 eingesetzt. Zusätzlich kommen igus® Schrittmotoren mit Getriebe zum Einsatz, damit der Greifer die Container auf das Fließband bewegen kann. 
Mittlerweile sind die drylin® R-Quattroschlitten mit Vollkunststofflagern und die E4 e-ketten® seit zehn Jahren im Dauereinsatz und die Maschine läuft einwandfrei – ohne Wartung, ohne Reinigung.

drylin Linearführungen drylin® Linearführungen am Druckluftgreifer der ersten Futterstation von Superwurm. Sie funktionieren zuverlässig trotz Feuchtigkeit und Schmutz.
Fahrerloses Transportsystem Fahrerloses Transportsystem holt Eurocontainer aus dem Lager. Nächster Halt ist die neue Fütterungs- und Bewässerungsanlage.
Fahrerloses Transportsystem an Futterstation Fahrerloses Transportsystem steht an der neuen vollautomatisierten Futterstation, um die Eurocontainer am Roboter entgegenzunehmen.
E4 Energiekette an Roboterarm Die E4-Energiekette führt und schützt die Leitungen am selbstkonstruierten Roboterarm, wenn der Greifer hoch und runter fährt.