Mein Ansprechpartner
Standort auswählen

Nach Eingabe Ihrer Postleitzahl nennen wir Ihnen sofort Ihren persönlichen igus® Berater.

Mit Automation zum Superwurm

Selbstentwickelte Roboter und fahrerloses Transportfahrzeug (FTF) mit igus® Bauteilen automatisieren arbeitsintensive Prozesse in der Wurmzucht.
Steckbrief:

  • Anforderungen: Verschleißfeste und zuverlässige Komponenten zur Leitunfsführung und für Lagerstellen, die bei Schmutz und Feuchtigkeit eingesetzt werden können.
  • Herstellungsverfahren: Spritzguss
  • Material: iglidur J
  • Erfolg für den Kunden: 24 h Dauerbetrieb ohne Wartung. Durch schmierfreie Lagerstellen sind Würmer keinen schädlichen Ölen und Fetten ausgesetzt.

Familie Langhoff züchtet Riesen-Rotwürmer, auch Dendrobena genannt, die z.B. von Anglern, als Futterwürmer für Tiere, zur Jagd oder als natürlicher Düngerproduzent für Garten und Gewächshäuser eingesetzt werden. Um die Zucht zu verbessern und effektiver zu machen, entwickelt Vater Martin Langhoff seit etwa zehn Jahren eigene Maschinen, die den Familienbetrieb bei der täglichen Arbeit entlasten. Für den Einsatz bei Wasser, Erde und Schmutz sind die robusten Bauteile von igus® in dieser Zeit zu einem zuverlässigen Partner in der vertikalen Landwirtschaft geworden.
 

Linearführungen und Energieketten seit zehn Jahren ohne Wartung und Reinigung

Auf igus® Produkte ist Martin Langhoff gestoßen, als er auf der Suche nach Bauteilen für seine erste selbstgebaute Fütterungs- und Bewässerungsmaschine war. Es mussten Bauteile sein, die unter erschwerten Einsatzbedingungen bei Schmutz, Erde und Feuchtigkeit zuverlässig und dauerhaft funktionieren, da die Maschine für den 24 Stunden Dauerbetrieb ausgelegt wurde. Außerdem sollten sie keine Schmierung benötigen, damit Würmer und Erde unbeschadet bleiben.

Mittlerweile sind die drylin® R-Quattroschlitten mit Vollkunststofflagern, die auf zwei parallelen Wellen gleiten, und die E4 e-ketten® seit zehn Jahren im Dauereinsatz und die Maschine läuft einwandfrei – ohne Wartung, ohne Reinigung. Besonders bei dieser Maschine gelangen Erde und Feuchtigkeit an die Lagerstellen. Selbst bei Sand und Staub kann drylin® eingesetzt werden. Auch den e-ketten® von igus® machen die rauen Einsatzbedingungen nichts aus. Trotz Schmutz, Feuchtigkeit und ständiger Belastung führen sie die Leitungen zuverlässig und besonders geräuscharm.

Erste Futterstation für Würmer entwickelt von Superwurm Inhaber Martin Langhoff.

drylin Linearführungen am Druckluftgreifer der ersten Futterstation von Superwurm.

 

Roboter und fahrerloses Transportfahrzeug füttern und bewässern

Um den Fütterungs- und Bewässerungsprozess vollständig zu automatisieren, entwickelte Langhoff völlig neue Maschinen. Dazu gehören zwei Roboter, ein Förderband sowie ein fahrerloses Transportfahrzeug (FTF). „Mit der neuen Anlage kann die Fütterung und Bewässerung rund um die Uhr durchgeführt werden, selbst bei Personalausfall. Zudem werden Fehler auf ein absolutes Minimum reduziert.“ erklärt Martin Langhoff, Inhaber von Superwurm.

Das FTF holt die mit Erde und Würmern gefüllten Eurocontainer stapelweise vom Lager zur neuen Fütterungs- und Bewässerungsanlage. Dazu sind im FTF zwei parallel synchron angetriebene drylin® ZLW-Zahnriemenachsen (Baugröße 1040) inklusive Portalmittenantrieb verbaut, welche die Containerstapel auf einem Rollwagen in das Transportfahrzeug ziehen. Dafür waren Zahnriemenachsen mit Schrittmotoren (Baugröße NEMA23) notwendig, die 120 kg schwere Container ziehen können. Dieses Komplettsystem ist besonders leicht, erfordert für den Betrieb nur eine geringe Leistung und ist stoß- und schmutzunempfindlich. Ideal also für den Einsatz in Langhoffs FTF.

Für die Bewegung der Zahnriemenachsen werden die Leitungen mit Hilfe einer E6 e-kette® geführt. So wird ihre Lebensdauer erhöht und sie sind vor äußeren Einflüssen, z.B. Quetschungen, geschützt. Sind die Container vollständig ins FTF eingezogen, wird durch einen igus® Schrittmotor (Baugröße NEMA23) eine Schranke geschlossen, um beim Transport für zusätzliche Sicherheit zu sorgen.

Fahrerloses Transport System der Firma Superwurm

Fahrerloses Transportsystem holt Eurocontainer aus dem Lager.

 

An der neuen Fütterungs- und Bewässerungsanlage angekommen, fährt das FTF die Container zum ersten Roboter, der diese nacheinander vom Rollwagen-Stapel auf ein Fließband stellt. Zum Auf- und Zufahren des Roboter-Greifers werden Wellen in igubal® ESTM-Stehlagern gelagert. Sie halten dank speziellen Tribopolymeren hohen radialen Belastungen stand, sind selbstschmierend und somit wartungsfrei. Für die Bewegung des Roboters förderlich sind außerdem ihr schwingungsdämpfendes Material und natürlich das geringe Gewicht.

Um die Leitungen bei den schnellen Bewegungen des Roboters sicher zu führen und für lang haltende Leitungen zu sorgen, wird eine Energiekette der Baureihe E4 eingesetzt. Zusätzlich kommen igus® Schrittmotoren (Baugröße NEMA23) mit Getriebe zum Einsatz, damit der Greifer die Container auf das Fließband bewegen kann.

Auf dem Fließband werden die Container dann automatisch bewässert und es wird Futter auf die Erde gestreut. Am anderen Ende des Fließbands hebt ein zweiter Roboter die bewässerten und gefütterten Container vom Fließband zurück auf einen Rollwagen, das FTF holt sie ab und fährt sie zurück ins Lager.
 

Fahrerloses Transport System fährt zur Entnahmestation für Wurm-Container

Fahrerloses Transportsystem steht an der neuen vollautomatisierten Futterstation, um die Eurocontainer am Roboter entgegenzunehmen.

 

In Zukunft noch mehr Automatisierung mit igus® Bauteilen

 „Kleine Unternehmen müssen bezahlbare und einfache Automatisierungslösungen für Produktion und Lager nutzen, um mit den Großen mithalten zu können.“, erklärt Martin Langhoff. Ein Grund mehr, die eigenen Entwicklungen auch anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Die Langhoffs planen, ihre Eigenentwicklungen zu vertreiben und haben dafür die Firma RobCoTec gegründet. Dass in den Maschinen igus® Produkte eingesetzt werden, kommt nicht von ungefähr. Für die Zukunft sieht er weiteren Automatisierungsbedarf mit Hilfe von igus® Produkten in seinem Betrieb und verspricht: „Die ersten Ideen habe ich schon im Kopf“.

Familie Langhoff zusammen mit Alexander Muehlens, Projektleiter drylin

Familie Langhoff zusammen mit Alexander Muehlens, Projektleiter drylin

 
Diese Produkte werden in der Anwendung eingesetzt:
Weitere interessante Anwendungen aus den verschiedensten Bereichen finden Sie hier