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Verpackungsanlage für Profile

Polymerlager in der Betriebsmittelkonstruktion

Zunächst stand dieses Unternehmen der Substitution von Wälz- bzw. Kugellagern durch schmierfreie Kunststoff-Lager skeptisch gegenüber. Während in der ersten Verpackungsanlage von Profilen für den Trockenbau noch metallische als auch Polymerlager verbaut worden waren, führt inzwischen an den tribo-optimierten Kunststofflagern kein Weg mehr vorbei.

Raue Umgebung: schmierfreie „igubal®"-Gelenkköpfe in der Verschachtelungsanlage

 

Polymerlager in der Betriebsmittelkonstruktion

„Als wir vor über sechs Jahren zum ersten Mal Polymerlager in einer Anlage eingesetzt haben, waren wir mehr als skeptisch, ob sie auf Dauer unserem hohen Schmutzanfall standhalten können“, blickt Hans Bernreuther, Geschäftsführer der PRO-BEST Profilsysteme GmbH in Rödelsee-Fröhstockheim, zurück. „Wir haben sie probehalber in eine Anlage in der Produktion eingebunden und gleichzeitig nach einer passenden Anwendung gesucht, um sie im Dauerbetrieb zu testen.“ Bei der Neukonstruktion einer Verschachtelungsanlage sind die beiden Lagertypen dann gleichwertig zum Einsatz gekommen. Nach drei Jahren war die anfängliche Skepsis aufgrund der positiven Erfahrungen überwunden. „Wir haben uns grundsätzlich entschieden, bei den Verschachtelungsanlagen komplett auf Kunststofflager zu setzen. Mittlerweile haben wir zwei Anlagen im Betrieb und bauen eine dritte. An allen Lagerstellen kommen heute ausschließlich Polymerlager zum Einsatz“, so Geschäftsführer Hans Bernreuther.

„igubal®"-Flanschlager in Verschachtelungsanlage

 

In den Verpackungsanlagen für die Profile beweisen je rund 50 tribo-optimierte Polymerlager an den unterschiedlichsten Stellen ihre Stärke. Es handelt sich um Flansch- und Stehlager für schwenkende bzw. rotierende Bewegungen sowie verschiedene Gelenkköpfe, die Zug und Druck aufnehmen. Pro Verpackungsanlage werden ca. 50 Gelenklager der „igubal®“-Baureihe verbaut. Darüber hinaus kommen auch schmierfreie „iglidur®“-Gleitlager zum Einsatz.

Die tribo-optimierten „iglidur®“-Polymergleitlager sind seit über sechs Jahren problemlos im Einsatz. Mittlerweile ersetzen sie komplett die früher verbauten Wälz- bzw. Kugellager.

 

Schmierfreie Tribopolymere in Extremanwendung

Die Verschachtelungsmaschine ist in drei Schichten an fünf Tagen in der Woche bei einem Ausstoß von 20 Profilen pro Minute im Einsatz. Alle Profile bestehen aus verzinktem Stahlblech, die vor Ort gefertigt und zu Lagereinheiten zusammengefasst werden. Die Einsatzbedingungen für die Polymerlager sind entsprechend schwierig. In der Verschachtelungsanlage für die Profile kommen für die Führungsbewegung auf der Förderstrecke Zweiloch-Flanschlager zum Einsatz. Sie sind vorrangig für die Lagerung von Wellenenden oder Wellendurchführungen entwickelt worden. Wie alle „igubal®“-Produkte bestehen sie aus einem schlagfesten Gehäuse aus „igumid® G“ und einer Kalotte aus „iglidur® J“ oder aus „iglidur® W300“, abhängig von der Maßreihe. Dieser Lagerwerkstoff zeichnet sich durch niedrige Reibwerte im Trockenlauf sowie eine geringe Stick-Slip-Neigung aus. Je nach Bauart sind die Flanschlager für die Befestigung mit zwei oder vier Schrauben ausgelegt. Ein exaktes Ausrichten der Lagergehäuse ist nicht erforderlich, da das Flanschlager Fluchtungsfehler selbstständig ausgleicht.

Leichter als metallische Lager

Parallel kommen in der Anlage einfach zu montierende Stehlager zum Einsatz. Es handelt sich um Lagereinheiten, die ebenfalls Fluchtungsfehler ausgleichen und Kantenpressungen vermeiden. Dazu werden wartungsfreie Gelenkköpfe, die bei normalen Umgebungstemperaturen hohe Kräfte aufnehmen, verbaut. Sie haben sehr gute Dämpfungseigenschaften und wiegen dabei nur ein Fünftel herkömmlicher metallischer Lagergehäuse.

Hier geht es zu den eingesetzten Produkten
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