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Achttausend Kilometer pro Jahr

Wartungs-, schmutz- und korrosionsfreie Polymergelenklager
für Elektro-Rollstühle

Dieser Elektrorollstuhl zeichnet sich nicht nur durch eine äußerst geländegängige Transaxial-Allradlenkung aus, sondern auch durch ausgereifte Umfeldkontrollsysteme.
Ob iPad- und iPhone-Anschluss oder integrierter Hausnotruf: Eine Vielzahl von konstruktiven Entwicklungen verbessern die Mobilität im Alltag und gleichen körperliche Defizite aus. Schmier- und wartungsfreie Kunststofflager sorgen dabei
für die notwendige Funktionssicherheit. „Der überschaubare Markt für Spezial-Hilfsmittel verlangt nach hoher Qualität“, berichtet Niels Richter. Er ist einer von zwei Geschäfts-führern der Richter Reha Technik Richter R.M.S. GmbH im fränkischen Thurnau. „Und mit unseren Spezialrollstühlen bewegen wir uns dabei sogar in einer noch kleineren Nische.“ Das 2001 gegründete Familienunternehmen trägt in unterschiedlichen Bereichen dazu bei, behinderten Menschen in ihrem täglichen Leben Mobilität zu ermöglichen. Dafür sor-gen 17 hochspezialisierte Mitarbeiter am Fertigungsstandort sowie fünf Außendienstmitarbeiter in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Zusammenwirken mit Krankenhäusern, Sanitätshäusern und den Endkunden stellt das Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen her, die individuell auf die jeweiligen Alltagsanforderungen abgestimmt werden.

Neuer Elektrorollstuhl „Tango GT“ der Richter Reha Technik Richter R.M.S. GmbH, Thurnau (Franken).

Neuer Elektrorollstuhl „Tango GT“ der Richter Reha Technik Richter R.M.S. GmbH, Thurnau (Franken). Ähnlich wie beim Pkw gibt es auch bei Elektrorollstühlen eine Kompakt-, eine Mittel- und eine (hier) Oberklasse. Die Transaxial-Allradlenkung ermöglicht ein stabiles Fahren engster Kurven. Selbst starke Steigungen sind möglich.

 
Adaption an das Krankheitsbild

Die Fertigungstiefe des Spezialanbieters ist relativ gering. Die Baugruppen, die vor allem das Chassis betreffen, werden nach außen vergeben. Allein die Endmontage findet vor Ort statt. „Wir kennen die Anforderungen des Reha-Marktes. Unser Spezial-Know-how liegt im Sonderaufbau, der an das jeweilige Krankheitsbild adaptiert wird“, verdeutlicht Niels Richter. „Dazu analy-sieren wir vor Ort die jeweiligen Einsatzbereiche − von der Schule, dem häuslichen Umfeld bis hin zum Arbeitsplatz − und passen daran die entsprechenden Ausstattungsmerkmale an. “Das können zum einen Spezialsteuerungen wie beispielsweise Kinn-, Saug-/Blas- oder Hinterhauptsteuerungen sein. Zum andern sind auch Schwerlastfunktionen bis zu 350 kg möglich. Die neueste Entwicklung des Hauses ist der Elektrorollstuhl „Tango GT“. Ähnlich wie beim Pkw gibt es auch bei Elektrorollstühlen die unterschiedlichsten Klassifizierungen: Kompakt-, Mittel- sowie Oberklasse. Die Firma Richter positioniert sich mit ihrem neuen Elektrorollstuhl bewusst in der Oberklasse. Das Hilfsmittel kann vor allem im Außen-, aber auch im Innenbereich ein-gesetzt werden. Die Transaxial-Allradlenkung ermöglicht ein stabiles Fahren engster Kurven. Der Rollstuhl ist wendig auch auf kleinstem Raum. Er besticht durch eine besondere Geländegängigkeit und schafft selbst starke Steigungen dank extra starker Motoren ohne Leistungsverlust.

An dem Drehpunkt der Dreieckslenkung kommen schmier- und wartungsfreie „igubal®“-Gelenklager der Baureihe „KGLM“ zum Einsatz.

An dem Drehpunkt der Dreieckslenkung kommen schmier- und wartungsfreie „igubal®“-Gelenklager der Baureihe „KGLM“ zum Einsatz. Je zwei Lager sind in der oberen und unteren Schwinge verbaut. Sie lassen sich einfach montieren, passen sich allen Winkelabweichungen an, sind unempfindlich gegen Schmutz und korrosionsfrei.

 
In allen Stehvorrichtungen mit einer 45°-Schwerpunktsverlagerung sind „igubal®“-Flanschlager aus dem Werkstoff „iglidur® G“ verbaut

In allen Stehvorrichtungen mit einer 45°-Schwerpunkts-verlagerung sind „igubal®“-Flanschlager aus dem Werkstoff „iglidur® G“ verbaut mit zwei und mit (Bild) vier Befestigungs-löchern. Diese werden für Dreh- und Schwenkbewegungen eingesetzt.

 
Alltagstaugliche Kunststofflager

Niels Richter: „Dieser Rollstuhl ist derzeit der einzige am Markt mit einem sogenannten Dreieckslenksystem.“ Die Besonder-heit ist, dass die Lenkung nicht, wie sonst bei Rollstühlen üblich, lediglich federt, sondern sich in alle Richtungen bewe-gen kann. „Aus einer zweidimensionalen haben wir also eine dreidimensionale Bewegung geschaffen.“ An dem Drehpunkt der Dreieckslenkung kommen schmier- und wartungsfreie „igubal®“-Gelenklager der Baureihe „KGLM“ zum Einsatz. Je zwei Lager sind in der oberen und unteren Schwinge verbaut, so dass an den Rädern der Vorder- und Hinterachse insgesamt acht Gelenklager ihre Alltagstauglichkeit beweisen.

Flucht und Kanten ausgleichen

Neben dem hohen Dämpfungsvermögen zeichnet sich die Baureihe „KGLM“ im Hightech-Elektrorollstuhl „Tango GT“ vor allem durch die Schwingungsdämpfung aus. Hinzu kommt der Ausgleich von Fluchtungsfehlern und Kantenbelastungen. Die leichten und robusten Gelenklager haben sich vom ersten Tag an in der Lenkung der Spezialrollstühle bewährt. „Sie lassen sich einfach montieren und sehr gut einstellen“, bestätigt Niels Richter. „Auch überzeugen das geringe Spiel, die Beweg-lichkeit und, natürlich, die unabdingbare Schmier- und Wartungsfreiheit.“

Schmierfette sind tabu

Die Rollstühle werden in der Regel innen und außen bewegt. „Wir haben beispielsweise einen Kunden, der im Jahr um die 8.000 km fährt“, berichtet der Geschäftsführer aus der Praxis. Vor allem im Außeneinsatz müssen die Rollstühle deshalb allen Witterungsbedingungen trotzen. Schmierstellen sind an den Hilfsmitteln tabu. Denn an Schmierfetten sammelt sich Schmutz und Staub, der im Innenbereich zwangsläufig auf den Boden fällt. „Das gilt es unbedingt zu vermeiden“, so Richter. „Daher kommen in unserer Produktpalette grund-sätzlich nur Polymerlager zum Einsatz.“ Zudem wirken beim Überfahren von Bordsteinkanten hohe Kräfte auf die ver-bauten Lager ein. Die Stoß-/Schlagwirkung ist im Moment des Überfahrens außerordentlich hoch.

Im „Tango GT“ wird sie durch ein Mountainbike-Federsystem und durch großvolumige Reifen gemildert, damit keine über-mäßigen Belastungen entstehen. „Die Kunststofflager sind für uns im Dreieckslenksystem erste Wahl“, so Niels Richter.
Schon seit vielen Jahren setzt das Rehatechnik-Unternehmen in seinen Hilfsmitteln auf das Polymerlager-Programm. „Wir pflegen einen engen Kontakt zu unserem Ansprechpartner im Außendienst, der uns regelmäßig auf Neuheiten aufmerksam macht und entsprechende Muster zur Verfügung stellt,“ berichtet Richter. „Diese werden in einer Art Asservatenkammer auf Abruf gelegt. Bei Neu- bzw. Weiterentwicklungen schauen wir dann erst einmal dort nach, was wir bereits auf Lager haben und testen die Polymerkomponenten auf ihre Alltagstauglichkeit. Auf diese Art und Weise haben wir auch sofort die technischen Vorteile der Gelenklager in der Allradlenkung erkannt.“

Auch Polymergleitlager und Profilführungen

Neben den Gelenklagern sind in allen Stehvorrichtungen mit einer 45°-Schwerpunktsverlagerung zum Beispiel verschied-ene Flanschlager aus dem Werkstoff „iglidur® G“ verbaut. Das vielseitig nutzbare Allroundlager wird u.a. für einfache Dreh- und Schwenkbewegungen eingesetzt. Es ist in den Wadenplatten verbaut und sorgt für entsprechenden Halt und damit Sicherheit beim Stehen. Außerdem beweisen in den Fuß- und Beinverstellungen aller Elektrorollstühle besonders flache „drylin®“-Profilführungen ihre Vielseitigkeit. Sie sind einfach zu montieren. Die tribologisch optimierte Polymergleit-folie sorgt für sehr gute Reib- und Verschleißergebnisse. Auch hier macht der Verzicht auf Schmierung das Gesamt-system extrem schmutzunempfindlich.

Aktuell überarbeitet die Firma Richter einen Teil seiner Produktpalette. Das Dreieckslenksystem, so ist geplant, wird dabei voraussichtlich in alle Elektrorollstühle übernommen, da das Interesse von Seiten unserer Kunden sehr groß ist. Dabei stehen die einzelnen Baugruppen ständig auf dem Prüfstand. Das reicht von der elektrischen Höhen- und Längenverstel-lung des Sitzes über die elektrische Druckverstellung zum Entlasten einzelner Körperpartien bis hin zur elektrischen Beinverstellung und zur Allradlenkung. Das Unternehmen widmet sich konsequent der Aufgabe, körperliche Defizite besser und besser auszugleichen.

In der Bodenbaugruppe kommen in den Fuß- und Beinverstellungen „DryLin®“-Profilführungen zum Einsatz.

In der Bodenbaugruppe kommen in den Fuß- und Bein-verstellungen „drylin®“-Profilführungen zum Einsatz. Auch sie sind leichtgängig und schmutzunempfindlich. Die tribologisch optimierte Polymergleitfolie sorgt für sehr gute Reib- und Verschleißergebnisse.

 
Die Stoß-/Schlagwirkung ist im Moment des Überfahrens sehr hoch.

Die Stoß-/Schlagwirkung ist im Moment des Überfahrens sehr hoch. Sie wird durch ein Mountainbike-Federsystem (Bild) und großvolumige Reifen gemildert. Hinzu kommen die guten Dämpfungseigenschaften der Polymerlager, die – anders als Stahl – Schwingungen absorbieren können.

 
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