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iglidur® - Verschleißfestigkeit

X = Belastung [MPa]
Y = Verschleiß [μm/km]

Abb. 13: Verschleiß von iglidur®-Gleitlagern bei geringen Belastungen, Welle: Cf53, v = 0,1 m/s

 

X = Belastung [MPa]
Y = Verschleiß [μm/km]

Abb. 14: Verschleiß von iglidur®-Gleitlagern bei mittleren und hohen Belastungen, Welle: Cf53, v = 0,1 m/s

 

Werkstoff Temp. [°C]
iglidur® G +120
iglidur® J +70
iglidur® M250 +80
iglidur® W300 +120
iglidur® X +210
iglidur® K +90
iglidur® P +100
iglidur® GLW +100
iglidur® J260 +80
iglidur® J3 +70
iglidur® J350 +140
iglidur® L250 +120
iglidur® R +70
iglidur® J200 +70
iglidur® D +70
iglidur® V400 +130
iglidur® X6 +210
iglidur® Z +200
iglidur® UW500 +190
iglidur® H +120
iglidur® H1 +170
iglidur® H370 +150
iglidur® H2 +120
iglidur® A180 +70
iglidur® A200 +80
iglidur® A350 +120
iglidur® A500 +190
iglidur® A290 +120
iglidur® T220 +90
iglidur® F +130
iglidur® H4 +120
iglidur® Q +80
iglidur® UW +70
iglidur® B +70
iglidur® C +70

Verschleißfestigkeit

Gerade weil der Verschleiß von Maschinenteilen von so unterschiedlichen Einflüssen abhängt, ist es schwierig, pauschale Aussagen zum Verschleißverhalten zu machen. In zahlreichen Untersuchungen steht der Verschleiß als Messgröße deshalb auch im Vordergrund. Dabei zeigt sich, welche Unterschiede zwischen verschiedenen Werkstoffpaarungen möglich sind. Bei gegebenen Belastungen und Gleitgeschwindigkeiten kann die Verschleißfestigkeit zwischen gängigen Werkstoffpaarungen immer noch leicht um den Faktor 10 variieren.

Verschleiß unter Belastung

Unterschiedliche Belastungen beeinflussen den Lagerverschleiß naturgemäß sehr stark. Unter den iglidur®-Gleitlagern gibt es Spezialisten sowohl für niedrige als auch für hohe oder extrem hohe Belastungen. Mit gehärteten, geschliffenen Wellen kann iglidur® J als das verschleißfesteste Lagermaterial für niedrige Belastungen bezeichnet werden. iglidur® Q ist dagegen der Spezialist für extreme Belastungen.

Verschleiß und Temperatur

Innerhalb weiter Temperaturbereiche verändert sich die Verschleißfestigkeit der iglidur®-Gleitlager nur wenig. Im oberen Temperaturbereich nimmt der Einfluss der Temperatur jedoch zu, und der Verschleiß der Gleitlager steigt überproportional an.

Die Tabelle 06 vergleicht die so genannten Verschleißgrenzen.

Eine besondere Ausnahme stellt hier iglidur® X dar. Die Verschleißfestigkeit von Gleitlagern aus iglidur® X steigt zunächst einmal sehr stark und erreicht das Optimum bei einer Temperatur von +160°C. Danach nimmt sie, zunächst nur leicht, wieder ab.

Verschleiß bei abrasiver Verschmutzung

Besondere Verschleißprobleme treten häufig auf, wenn abrasive Schmutzpartikeln an die Lagerstelle gelangen. iglidur®-Gleitlager können in solchen Fällen die Betriebszeit von Maschinen und Anlagen deutlich verbessern. Die hohe Verschleißfestigkeit der Materialien und der Trockenlauf sorgen für höchste Standzeiten. Weil kein Öl oder Fett an der Lagerstelle ist, können sich Schmutzpartikeln nicht so leicht in der Lagerstelle festsetzen. Der größte Teil fällt einfach herunter und kann damit nicht mehr schaden. Dringt doch einmal ein hartes Partikel in die Lagerstelle ein, so kann ein iglidur®-Gleitlager dieses Partikel aufnehmen. Der Fremdkörper wird in die Wand des Gleitlagers eingebettet. Bis zu einem gewissen Grad kann somit auch unter extremen Verschmutzungen optimal gearbeitet werden. Aber nicht nur harte Partikeln können Lager und Wellen beschädigen. Auch vermeintlich weiche Schmutzpartikeln wie zum Beispiel Textil- oder Papierfasern sind häufig Ursache für erhöhten Verschleiß. Auch hier wirken sich Trockenlauf und Abriebfestigkeit der iglidur®-Gleitlager positiv aus und konnten in der Vergangenheit bei zahlreichen Anwendungen helfen, Kosten zu sparen.

Verschleiß und Oberflächen

Wellenoberflächen sind wichtig für den Verschleiß von Lagersystemen. Wie bei den Überlegungen zu Reibwerten kann eine Welle in Hinblick auf den Lagerverschleiß zu rau, aber auch zu glatt sein. Eine zu raue Welle wirkt wie eine Feile und trennt bei der Bewegung kleine Teile aus der Lageroberfläche. Bei zu glatten Wellen kann es auch zu höherem Verschleiß kommen. Durch Adhäsion kommt es zu einem extremen Anstieg der Reibung. Die Kräfte, die auf die Oberflächen der Gleitpartner wirken, können so groß sein, dass regelrechte Materialausbrüche stattfinden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Verschleiß durch Erosion nicht linear ist, sondern dem Zufall unterworfen ist und sich nicht vorhersagen lässt.

Bild 09: Hohe Verschleißfestigkeit: Gleitlager im permanenten Kontakt mit Sand

 

Bild 10: Verschleißuntersuchungen mit Aluminiumwellen

 

Bild 11: Erosionsschäden durch zu glatte Wellen