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Bionics in Progress – Fischflosse als Vorbild für Innovation

CLASP (engl. für festschnallen, klammern, einhaken)-Team der Bremer Hochschulen entwickelt flexibles Hebewerkzeug für Gabelstapler.

Das interdisziplinäre Projekt „Bionics in Progress“ vereinigt die Hochschule für Künste Bremen, die Fachbereiche Produktionstechnik und Wirtschaftsingenieurwesen der Uni Bremen sowie den Fachbereich Bionik der Hochschule Bremen. Ziel ist es, Produkte bis zur Marktreife zu entwickeln. Die Bionik dient dabei als Inspirationsquelle.

Das CLASP-Team hat ein flexibles Hebewerkzeug für Gabelstapler entwickelt. Dieses Greifsystem ist in der Lage Lasten von unterschiedlicher Größe, Gewicht, Beschaffenheit und Form zu bewegen, indem es das zu hebende Objekt mechanisch umschließt. Die Lasten werden dabei von mehreren Greifarmen erfasst, die sich flexibel der Geometrie des Gegenstandes anpassen. Auch zerbrechliche Objekte können bewegt werden, weil der Anpressdruck gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilt wird.

Bei dieser Idee dienen die Flossenstrahlen von Fischen als biologische Vorbilder für selbstanpassende Strukturen. Durch seitlichen Druck gegen einen der Stränge, wölbt sich die Flosse diesem Druck entgegen. Genau nach diesem Prinzip funktioniert CLASP.

Um Produktionskosten und -aufwand möglichst gering zu halten, ist die Verwendung von Gleichteilen von enormer Bedeutung. Der Kompromiss zwischen Stabilität und Flexibilität konnte mithilfe von iglidur-Gleitlagern von igus gelöst werden. Sie sind nicht nur wartungsfrei, sondern gewährleisten auch noch eine stabile und reibungslose Bewegung der Greifarme.

 

Die Elastizität des Greifprozesses wird mithilfe von elastischen Elementen ermöglicht, die dafür sorgen, dass die Ursprungsstruktur des Greifapparates nach der Belastung wieder hergestellt wird.

 

Die tatsächliche Umsetzung des Projektes liegt nahe. Einsatzgebiete sind neben dem üblichen Transport von Europaletten, die Verladung und Drehung von Fässern und Kisten. Und das alles ohne einen ansonsten nötigen Gabelwechsel. Das spart Zeit und Rüstkosten.

 

Nach Erstellung eines Prototypen aus Polysterol und erfolgreichen Testläufen, wird nun ein serienreifes Modell aus Stahlblech konstruiert und gefertigt. Die tatsächliche Umsetzung des Projekts rückt in „greifbare“ Nähe.

Das CLASP-Team
Das CLASP-Team

Oben v. li.: Stefan Reussenzahn, Tammo Berner, Cenk Hamatoglu, Alex Schäfer, Rafael Lipinski
Unten v.li : Tobias Funke, Teoman Kaya

 
Hier geht es zu den eingesetzten Produkten
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