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Wie Kunststoffgleitlager konventionelle Linearführungen ersetzen...

...und das Abfüllen von PET-Flaschen wirtschaftlicher machen
Prädestiniert für die Lebensmittelindustrie

Wie viele Getränkehersteller setzt die Krones AG beim Abfüllen von PET-Flaschen auf moderne Blockanlagen. Diese bestehen aus wenigen Funktionsmodulen und benötigen im Vergleich zu traditionellen Anlagenkonzepten weniger Stellplatz. Damit sich die einzelnen Anlagenkomponenten nicht gegenseitig beeinflussen und den Gesamtwirkungsgrad verschlechtern, hat das Neutraublinger Unternehmen einige konstruktive Raffinessen erdacht, bei denen Kunststoffgleitlager eine „tragende“ Rolle übernehmen. Sie garantieren die geforderten mechanischen Eigenschaften, erfüllen alle Hygienevorschriften und sparen zudem jede Menge Kosten.

iglidur® J-Lager zeigen sich schwingungsdämpfend und bestechen unter anderem durch ihre gute Chemikalienbeständigkeit sowie die geringe Feuchtigkeitsaufnahme

 
Abnutzung? Fehlanzeige!

Im Falle des Krones-Rückziehsterns finden sich drei iglidur® J-Produkte im Klammerträger. Die beiden oberen Gleitbuchsen bilden dabei das Festlager; die untere Gleitbuchse, die Drehmomentstütze, fungiert als Loslager. Pro Umdrehung des Entkopplungssterns müssen die Lager eine Wegstrecke von rund 100 mm zurücklegen, was
– auf die Lebensdauer bezogen – einer Gesamtlaufleistung von 2900 km entspricht. Dabei treten Beschleunigungen bis zu 1,35 g auf und Geschwindigkeiten von 170 mm/s. Auch bei der Kurvenrolle vertrauen die Krones-Entwickler auf iglidur® J- Flanschbuchsen. Sie gewährleisten das saubere und gleichmäßige Abrollen der Kunststoff-Kurvenrolle auf der Kurvenbahn. Die radialen Kräfte der Kurvenrolle werden zuverlässig und reibungsarm auf den Klammerträger übertragen. Der Drehriegel wiederum lagert in einer iglidur® X-Kunststoffbuchse. Er sorgt mit seiner Abwälzbewegung am Steuernocken für exaktes und stellungsgerechtes Öffnen und Schließen der Klammer. Der Schlitten ist wie das Klammerträgergehäuse ebenfalls mit weichen Edelstahlrundführungen ausgestattet. Bei Bedarf, zum Beispiel in Notstoppsituationen, muss der Schlitten innerhalb von 180 ms die Schaltbewegung absolvieren. Das erfordert eine zuverlässige und stick-slip-freie Gleitbewegung, da das Gesamtsystem auf 2,45 g beschleunigt wird und auf der kurzen Wegstrecke von 40 mm eine Geschwindigkeit von 0,44 m/s erreicht. Die Druckfedern, welche die Klammerträger auf dem Teilkreis halten, sind einseitig mit einer iglidur® J- Kunststoffgleitbuchse geführt. Sie zentrieren die Druckfedern zum Klammerträger und verhindern mechanische Beschädigungen der hochpolierten Rundführungsoberfläche.

Arbeitsbedingungen des Rückziehstern

Da der Rückziehstern innerhalb des keimfreien Füllers arbeitet, gelten hohe aseptische und hygienische Anforderungen. Nur besonders gestaltete Funktionselemente verkraften zudem die konstant feuchten und chemisch-aggressiven Umgebungsbedingungen:

Luftfeuchtigkeit zwischen 90 und 100 Prozent

Temperaturen bis 95 °C,

aggressive Reinigungsmittel – eine Kombination aus niedrig konzentrierten Säuren und Laugen, etwa Natronlauge mit Salpetersäure, Phosphorsäure und Peressigsäure, sowie

Heißdampf und -wasser.

Der Rückziehstern von Krones besteht aus mehreren Baugruppen: Sternoberteil (1), verschiebbare Klammerträger (2), Entkopplungseinheit (3), Übergabe (4) und Basis (5)

 
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