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Souvenirs für Paris und Rom

Kunststoff-Komponenten senken Gewicht und Kosten in der Glasbearbeitung

Der globale Wettbewerb macht’s möglich: Ein Spezialanbieter für Lasersysteme stand vor der Herausforderung, den Preis für seine Maschine zu halbieren ohne Einbußen bei der Leistungsfähigkeit zu machen. Denn der Kostendruck, insbesondere aus China, war immens. Was folgte war ein komplettes „Re-Design“: viele überdimensionierte Komponenten wurden durch wirt-schaftlichere Kunststoffkomponenten ersetzt. Seitdem steigt wieder die Nachfrage nach den Gravursystemen.

„Unsere Laser-Gravurmaschinen finden sich in Ladengeschäften auf der ganzen Welt“, berichtet Dipl.-Phys. Andreas Wienkamp, Geschäftsführer der Cerion GmbH im westfälischen Minden. „Zum Beispiel auf dem Eiffelturm in Paris, in diversen Disney-Parks, bei Madame Tussaud in London, am Trevi-Brunnen in Rom oder auch im Einkaufsmekka „Mall of the Emirates“ in Dubai.“ Rund 15 Mitarbeiter sind beim Spezialanbieter in Minden tätig. Bei dessen Laser-Gravursystemen geht es dabei nicht allein um Hardware; auch der Software zum Bearbeiten von Bildern kommt eine hohe Bedeutung zu. Dazu bietet das Unter-nehmen leistungsfähige Programme und schult seine Kunden. Auch wurde eine Hotline eingerichtet, die fast rund um die Uhr besetzt ist.

Gravuren durch intensives Laserlicht

Cerion hat ein spezielles Verfahren zur Glasbearbeitung auf den Markt gebracht. Mittels intensiven Laserlichts werden Gravuren im Inneren des Materials vorgenommen. Das Ver-fahren lässt die Glasoberflächen vollkommen unbeschädigt und eröffnet eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. Abneh-mer solcher Maschinen sind zum Beispiel Lasershops, die vor allem 3D-Portraits in Glas in der Größe 50 x 50 x 80 mm fert-igen oder Schlüsselanhänger im Format 15 x 20 x 30 mm und die von der Laufkundschaft leben. Wichtig ist für den Anwen-der, dass die Maschinen sehr leise arbeiten. Und, zweitens, dass der Bildaufbau immer exakt dem des Vorgängermodells entspricht. Es dürfen im Glas keinerlei Fugen und Kanten entstehen, die Qualitätseinbußen bedeuten würden.

Desweiteren baut Cerion aktuell ein zweites Standbein auf und bietet Maschinen auch für die industrielle Bearbeitung unterhalb der Oberfläche an. Dieses Verfahren ist so weiter-entwickelt worden, dass es heute für Glasformate in der Größe 3,20 x 2,20 m in hoher Qualität und Prozessgeschwin-digkeit einsetzbar ist. Dekore und Markierungen liegen unterhalb der Oberfläche und eröffnen vielfältige architek-tonische Gestaltungsmöglichkeiten. Auch dabei bleibt die Oberfläche der Glasscheibe vollkommen unbeschädigt und glatt. „Dieses Verfahren kann das heute noch übliche Sand-strahlen ablösen“, ist sich Geschäftsführer Wienkamp sicher.

Portable Maschinen im Wettbewerb

Cerion stand bei seinem Hauptumsatzträger, einer kleinen, portablen Maschine für die Souvenirbranche, unter extrem hohen Kostendruck. Andreas Wienkamp. „Zum einen sind Konkurrenzprodukte aus China erheblich günstiger, zum anderen steigen unsere Kunden in der Regel als Neu-gründungen in dieses Geschäftsmodell ein. Sie orientieren sich bei der Investition in erster Linie am Preis.“ Die Themen Zuverlässigkeit, Standzeiten und Service würden zunächst eine untergeordnete Rolle spielen. „Deshalb mussten wir dringend reagieren und den Preis für unser Gravursystem deutlich senken.“ Hinzu kam, dass neunzig Prozent der Gra-vuranlagen ins Ausland gehen. Das bedeutet, das Produkt muss wettbewerbsfähig sein und absolut zuverlässig funk-tionieren, so Wienkamp, „sonst sitzen wir ganz schnell im Flugzeug.“

Vielfältige architektonische Gestaltungsmöglichkeiten mit Glas, hier zum Beispiel Harry Potter in 3D.

 
Portable Laser-Gravurmaschine „c-jet

Portable Laser-Gravurmaschine „c-jet“: Im großen motorbetrieb-enen Sichtfenster mit Laserschutz sind heute wartungsfreie „drylin® N“-Miniaturführungen mit polymeren Gleitelementen , eingesetzt. Auch „iglidur® J“-Polymergleitlager sind dort verbaut zum Antrieb des Fensters und in der Umlenkung des Zahnriemenantriebes.

 
Komplette Neukonstruktion

Das portable Lasersystem „c-jet“ ermöglicht die Gravur größerer Glasobjekte und die Anwendung des Multimodebetriebs für die Stückzahlproduktion. Gleichzeitig lässt es sich leicht transportieren, so dass es auch auf Messen und anderen Events einsetzbar ist. Aufgrund seiner kompakten Bauweise und dem großen Sichtfenster erregt es große Aufmerksamkeit. Bei der Neukonstruktion dieser Maschine war von Anfang an klar, dass keinerlei Abstriche an der Qualität gemacht werden durften. Standzeiten und Verlässlichkeit mussten unberührt bleiben. „Komponente für Komponente kam auf den Prüfstand“, erinnert sich Wienkamp, „vom Motor bis zu den Optiken, von den Führungen bis zum Laser. Sukzessive wurde die Maschine von Grund auf neu konstruiert.“ Mit dem Ergebnis, dass sie heute zum halbierten Preis angeboten werden kann. Auch konnte das Gesamtgewicht um rund 40 kg reduziert werden. Die Nachfrage steigt nun wieder. Seit einem Jahr verlässt nahezu jede Woche ein Gravursystem der Modellbaureihe „c-jet“ den Produktionsstandort in Minden.

Am Werkstücktisch wurden beim Lasersystem „c-jet“ überdimensionierte Kugelumlaufführungen durch „DryLin® W“-Linearführungen ersetzt.

Am Werkstücktisch wurden beim Lasersystem „c-jet“ überdimen-sionierte Kugelumlaufführungen durch „drylin® W“-Linear-führungen ersetzt. Das wartungsfreie, leise laufende System mit polymeren Gleitelementen erlaubt höchste Flexibilität bei der Konstruktion und ist einfach zu montieren.

 
Größere Formate, höhere Bearbeitungsgeschwindigkeit

Größere Formate, höhere Bearbeitungsgeschwindigkeit: Auch in diesem industriellen Lasersystem von Cerion sind „drylin® W“-Linearführungen verbaut.

 
Polymerlager und Gleitführungen

Im großen motorbetriebenen Sichtfenster mit Laserschutz sind heute „drylin® N“-Miniaturführungen mit polymeren Gleitelementen, eingesetzt in einer Schienenbreite von 40 mm. Sie passen ideal auf Standard-Aluminiumprofile. Wie bei allen Linearführungen laufen die Wagen im Trockenlauf in eloxiert-en Aluminiumprofilen. Dabei handelt es sich um ein gleicher-maßen kostengünstiges wie auch flexibles Gleitführungs-system. Zudem sind in dem Sichtfensterbereich auch tribo-logisch optimierte „iglidur® J“-Polymergleitlager verbaut.
Sie werden für den Antrieb des Fensters und in der Umlenk-ung des Zahnriemenantriebes genutzt. Gleitlager aus „iglidur® J“ sind schmier- und wartungsfrei und kombinieren extrem geringe Reibwerte mit einer sehr hohen Lebensdauer auf vielen Wellen.

Herzstück der Laseroptik

Das Herzstück der Anlage ist die Laseroptik. Hier findet der eigentliche Schichtaufbau des entstehenden Glasproduktes statt. Der Werkstücktisch kann nicht nur horizontal, sondern auch vertikal verstellt werden, davon ist letztlich die Qualität des Endproduktes abhängig. Die Laseroptik bewegt sich beim Bearbeitungsprozess nach oben und unten. Hierfür kommen eine „drylin® W“-Doppelschiene und Gehäuselager sowie weitere Einzelkomponenten aus dem umfangreichen System-baukasten zum Einsatz. Das reicht von Drehmomentenstützen zum zusätzlichen Schutz bis hin zu den für das Gravurer-gebnis sehr wichtigen „drylin®“-Trapezgewindemuttern. Durch den Schichtaufbau der Gravur muss der Laserstrahl jeweils sehr eng übereinander liegende Schichten erreichen. Die „drylin®“-Trapezgewindemuttern übernehmen diese Aufgaben auch im automatisierten Betrieb erfolgreich und überzeugen dabei mit sanftem Lauf bei kleinen Spindelbeweg-ungen und kaum messbarem Verschleiß. Alle Komponenten sind geräuscharm, unempfindlich gegen Schmutz und Staub, korrosionsfrei und besonders leicht. Andreas Wienkamp: „Die leisen Linearführungen sind effizient und funktionieren so gut, dass wir sie inzwischen auch in einem industriellen Lasersystem einsetzen.“

Kunststoff-Ketten für Energieversorgung

Auch bei der Energieversorgung seiner Gravurmaschinen setzt Cerion auf tribologisch optimierte Kunststoffe. Im portablen Lasersystem „c-jet“ kommt zur Versorgung des Werkstücktisches eine Kunststoff-Energiekette der Serie „EasyChain“ zum Einsatz. Schnell und einfach kann die Kette per Hand mit Leitungen befüllt werden. Und die größe-ren Gravuranlagen sind mit „E6“-Kunststoff-Energieketten ausgerüstet. Diese Baureihe zeichnet sich durch einen besonders leisen, vibrationsarmen Lauf aus. Der Polygon-effekt, der beim Abrollen einer Energieführung auftreten kann, wird auf ein Minimum reduziert. Andreas Wienkamp: „Wir sind vom Werkstoff Kunststoff überzeugt. Er ist wartungsfrei und leicht.“ Um weitere Kosten einzusparen prüft Cerion nun, die Energiekettensysteme gleich vorkonfektioniert zu ordern mit allen biegefesten Spezialleitungen, Schläuchen, Steckern und weiterem Zubehör.

Energieversorgung: Die größeren Gravuranlagen sind mit ab-riebfesten „E6“-Kunststoff-Energieketten ausgerüstet. Diese Baureihe zeichnet sich durch einen besonders leisen, vibrationsarmen Lauf aus.

 
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