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Starke Beanspruchung auf dem Feld

iglidur® Gleitlager für den Hochlasteinsatz in der Landwirtschaft


Steckbrief

  • Was wurde benötigt: Gleitlager für Überlastelement in Intensiv-Grubber 
  • Herstellungsverfahren: Kunststoffspritzguss
  • Anforderungen: Schmier- und wartungsfrei, muss hohe Lasten bei Schwenkbewegungen aushalten 
  • Material: iglidur G
  • Branche: Landmaschinenbau
  • Erfolg für den Kunden: Große Zeit- und Kostenersparnis, da keine Schmierung der eingesetzten iglidur Lager notwendig ist und diese langlebig sind.  


Die Lemken GmbH und Co. KG ist ein familiengeführtes Unternehmen, das sich auf die Herstellung landwirtschaftlicher Geräte für die Bodenbearbeitung, Aussaat und den Pflanzenschutz spezialisiert hat. Zum Lemken-Sortiment gehört u. a. der „Karat 9“, ein Intensiv-Grubber, mit dem in mehreren Stufen sowohl flach als auch mitteltief und tief gearbeitet werden kann. Sein hauptsächlicher Nutzen liegt vor allem darin, die Ackerflächen zu lockern, organische Masse einzumischen und auf die nächste Aussaat vorzubereiten.


Problem

Die zuvor eingesetzte metallische Lösung musste je nach Größe des Grubbers bis zu 1 Std. täglich abgeschmiert werden. Wurden die je nach Arbeitsbreite vielzähligen Schmierpunkte nicht ausreichend geschmiert, führte die resultierende Mangelschmierung zu erheblichen Problemen mit Korrosion und stark erhöhtem Verschleiß der Lagerstelle, was schließlich zu Schäden an Wellen und Aufnahmebohrungen führte.

Lösung

Durch Gleitlager aus iglidur® G konnte auf jegliche Schmierung verzichtet werden. Der Wegfall der Schmierung spart für den Landwirt wertvolle Zeit. Die Schmutzresistenz und Stabilität der Gleitlager erhöhten die Ausfallsicherheit. Zusätzlich sparten die Gleitlager selbst Kosten durch die im Vergleich zur vorherigen Lösung günstigeren Beschaffungskosten und erhöhte Standzeit.
 


„Beim Karat-Grubber haben uns am Anfang alle belächelt, weil wir an der Lagerstelle Plastik einsetzen wollten“

Lars Heier, Leiter Marketing Lemken GmbH

Intensiv-Grubber von Lemke mit iglidur® Gleitlagern

Während des Einsatzes kann es vorkommen, dass größere Steine im Boden in der Bahn des Traktors und seines Bodenbearbeitungsgerätes liegen, die den Arbeitsablauf nicht behindert dürfen. Aus diesem Grund verfügt der Karat 9 über wartungsfreie Überlastelemente, wodurch die Zinken, die bei normalem Betrieb im Boden arbeiten, automatisch nach hinten und oben ausweichen und danach wieder automatisch in die Arbeitsposition zurückgeführt werden.  

Wartungsfrei wird das Überlastelement durch den Einsatz von schmierfreien iglidur Kunststoffgleitlagern von igus. „Mangelschmierung war früher bei Anwendungen im Grubber ein echtes Problem“, erklärt Lars Heier, Leiter Marketing bei Lemken. „Mit metallischen Lösungen müssten die Lagerstellen hier einmal am Tag abgeschmiert werden, damit die Lager ihren Dienst richtig ausführen können. Das macht je nach Arbeitsbreite des Grubbers bis zu einer Stunde Arbeit pro Tag aus.“ Bei den iglidur Hochleistungswerkstoffen von igus kann auf eine nachträgliche Schmierung komplett verzichtet werden, da in den Lagern selbstschmierende Festschmierstoffe enthalten sind. Gleichzeitig halten die iglidur Gleitlager problemlos den hohen Kräften im Überlastelement des Grubbers stand. 


Jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit

Mark Verhülsdonk (links), zuständig für die Konstruktion des Überlastelementes des Karat 9 und Florian Blömker, technischer Mitarbeiter im Außendienst von igus®.

Im Jahr 2008 war der Karat die erste Anwendung von Lemken, die mit schmierfreien iglidur Gleitlagern realisiert wurde. Zuvor setze Lemken in seinen Maschinen DU-Buchsen ein. „Beim Karat-Grubber haben uns am Anfang alle belächelt, weil wir an der Lagerstelle Plastik einsetzen wollten“, gibt Lars Heier zu. „Heute müssen je nach Belastung lediglich alle paar Jahre mal die Kunststoffgleitlager ausgewechselt werden, was neben dem gesparten Schmiermittel einen weiteren Kostenvorteil ausmacht.“ Seit diesem Pionierprojekt wurden noch zahlreiche andere Geräte von Lemken mit iglidur Gleitlagern ausgerüstet. Die Zusammenarbeit beider Unternehmen funktioniert dabei sehr gut: igus testet die eigenen Werkstoffe sehr ausgiebig im heimischen Testlabor in Köln, wo verschiedene Lagerwerkstoffe mit unterschiedlichen Wellenmaterialien kombiniert werden, um somit möglichst präzise Reibwert und Verschleiß berechnen zu können.  

Auch Lemken testet die Produkte speziell für ihre Anforderungen am eigenen Standort in Alpen. „Es ist für uns sehr viel wert, mit einem Unternehmen aus der Umgebung zusammenzuarbeiten. Denn so kann man sich mal schnell und unkompliziert zusammensetzen, um neue Projekte zu besprechen oder neue Lösungsansätze auszuprobieren“, so Lars Heier.


Kunststofflager halten hohen Kräften stand

Gleitlager aus dem Material iglidur G

Gerade in der Landwirtschaft wirken oft hohe Kräfte, da mit schweren Geräten gearbeitet wird, die sehr robust sein müssen. Deshalb waren früher vor allem metallische Lager die erste Option. Gerade bei Schwenkbewegungen haben diese Lager jedoch eine sehr begrenzte Lebensdauer, da Schmiermittel nicht gleichmäßig verteilt werden können und immer nur die gleichen Stellen am Lager beansprucht werden. Hier spielen Gleitlager aus Kunststoff ihre Vorteile aus, da ihnen Schwenkbewegungen nicht so viel anhaben und kein Schmiermittel verdrängt werden kann. Ein weiterer Vorteil liegt im Trockenlauf der Lager, da sich kein Schmutz an ihnen festsetzen kann. igus kann auf über 50 Katalogwerkstoffe für die verschiedensten Anforderungen zurückgreifen, so beispielsweise auch für Hochlastanwendungen, wie sie im Agrarbereich vorkommen.

In dem Grubber Karat 9 beweisen sich jedoch schon Gleitlager aus dem Allround-Werkstoff iglidur G, die einer Druckfestigkeit von 80 MPa standhalten. Für höhere Lasten bietet igus beispielsweise auch Katalogwerkstoffe bis 120 MPa an, wie iglidur Q2 oder iglidur TX1 bis 250 MPa. Neben dem Standardprogramm sind ebenfalls eine Vielzahl an Sonderlösungen möglich, mit denen noch spezifischere Anwendungen realisiert werden können. 

Lemken setzt weiterhin auf iglidur® Gleitlager

Gleitlager aus dem Material iglidur G

Auch bei zukünftigen Anwendungen ist man sich bei Lemken sicher, dass man auf die Vorteile von schmierfreien Kunststoffgleitlagern setzen will. „Allein die Arbeitszeit, die Anwender durch wartungsfreie Gleitlager sparen, ist für uns heute ein sehr starkes Argument für Kunststoffgleitlager“ erklärt Lars Heier. „Auch in Zukunft setzen wir weiter auf die Gleitlager von igus. Denn was sich bewährt hat, wird von uns beibehalten, das steht fest.“ 

Hier geht es zu den eingesetzten Produkten:Gleitlager iglidur G

Weitere Anwendungsberichte

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