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Energiekettensystem für die Kompostierungsanlage

Automatisierte Kompostierung: Zuverlässige Versorgung mit Energie und Prozessmedien unter ungünstigen Bedingungen

In einer Kompostierungsanlage muss jede einzelne Komponente auf lange Lebensdauer ausgelegt sein, denn Feuchtigkeit und organische Säuren setzen der Anlage stark zu. In der Anlage der AVG (Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH) hat igus jetzt zwei Energiekettensysteme für die Umsetzer in der zentralen Kompostierungshalle installiert, die exakt für diese Anwendungen konfiguriert wurden. Beide Systeme wurden baugleich ausgeführt.

Steckbrief

  • Was wurde benötigt: E4/4-Rollenenergiekette vom Typ 5050RFührungsrinnen aus V4A-Edelstahl
  • Anforderungen: zuverlässiges Energieführungssystem trotz aggressivem Klima (Säuren und hohe Luftfeuchtigkeit) in der Anlage, Installation unter engen Zeitvorgaben
  • Branche: Kompostierung
  • Erfolg für den Kunden: schneller Einbau eines Energiezuführungssystems nach neuestem Stand der Technik, schnelle Montage ohne den Betrieb zu verzögern

Kompostierungsanlage

Problem

Die Kompostierungsanlage der AVG in Köln verarbeitet Bioabfall aus Kölner Haushalten, Grünschnitt aus Garten und Forst sowie organische Abfälle aus dem Gewerbe zu Kompost in verschiedenen Klassierungen. Der zentrale Verfahrensschritt auf dem Weg vom Abfall bis hin zu Kompost findet in einer riesigen Halle statt, die in zwei Felder aufgeteilt ist. Jedes Feld ist rund 26 Meter breit und 150 Meter lang. Über ihm verfährt ein automatisches Mietenbehandlungsgerät, ähnlich einem Hallenlaufkran, der das Ausgangsmaterial mit einer Fördereinheit gleichmäßig in der Halle verteilt.
Diese übernehmen vollautomatisch alle wesentlichen Funktionen in der Rottehalle. Damit die Kranbrücken und Umsetzer mit Energie und Signalen versorgt werden, wurden zuvor Ketten und Führungstrog eines Mitbewerbers eingesetzt, die nach zehn Jahren im kontinuierlichen Betrieb starke Verschleißerscheinungen zeigten und sogar schon zum Ausfall der Anlage führten. Der Grund: Die Mietenbehandlungsgeräte wurden über eine normale Gleitkette versorgt – dass eine solche Kette bei dieser Länge und dem Eigengewicht Verschleiß zeigt, ist unvermeidbar und entspricht nicht dem letzten technischen Stand.
Weiterhin ist die sorgfältige Materialauswahl eine wesentliche Voraussetzung für lange Lebensdauer, denn die Atmosphäre in der Rottehalle ist sehr korrosiv: Beim Rotteprozess werden organische Säuren freigesetzt. Zusammen mit der sehr hohen Luftfeuchtigkeit schafft das ein Klima, dem viele Werkstoffe nicht gewachsen sind: Selbst verzinkte Metallkomponenten korrodieren hier schnell.

Lösung

Nach den schlechten Erfahrungen mit der gleitenden Energiekette des Wettbewerbers suchte die Betriebsleitung nach Ersatz. Die naheliegendste Lösung bestand darin, den Lieferanten um den Austausch der Kette zu bitten. Parallel fragte man jedoch auch bei igus an. Die Spezialisten schauten sich vor Ort um und projektierten in kürzester Zeit eine Alternativlösung nach dem derzeitigen Stand der Technik. Dass eine gleitende Kette bei der Länge und dem Eigengewicht im Anwendungsfall Verschleiß zeigt, ist unvermeidbar und entspricht nicht dem letzten technischen Stand. igus schlug daher vor, das Gewicht auf zwei Ketten zu verteilen, die gegenläufig verfahren. Für die Versorgung der Kranbrücken und Umsetzer mit Energie und Signalen ist zusammen mit einer knapp 150 m langen Führungsrinne daher eine E4/4-Rollenenergiekette vom Typ 5050R mit Rollenführung zum Einsatz gekommen. Dieses System bewährt sich auch in schmutziger und feuchter Umgebung – und es wurde für lange Verfahrwege konstruiert. Eine flexible Innenaufteilung sorgt dafür, dass die Kabel in der Bewegung geordnet geführt werden. Die Leitungen innerhalb der Kette sind dabei für die mobile Medien-, Energie- und Signalzuführung der Anlage zuständig. Um die aggressiven Umweltbedingungen zu berücksichtigen, hat man bei der Führungsrinne darauf geachtet, dass diese aus V4A-Edelstahl besteht, die auf lange Sicht korrosionsbeständig ist.


„Beim Rotteprozess werden organische Säuren freigesetzt. Zusammen mit der sehr hohen Luftfeuchtigkeit schafft das ein Klima, dem viele Werkstoffe nicht gewachsen sind: Selbst verzinkte Metallkomponenten korrodieren hier schnell."

Dipl.-Ing. agr. Michael Tegetmeier, Betriebsleiter der Komposierungsanlage zu den herausfordernden Umweltbedingungen 

Energiekette
Energiekette

Schnelle Montage, zufriedene Kunden

Bei diesen Vorteilen ist es nicht weiter erstaunlich, dass die AVG sich für die Lösung von igus entschied – zumal igus Erfahrungen bei der Ausrüstung einer ähnlichen Kompostierungsanlage im 30 km entfernten Erftstadt vorweisen konnte. Auch in punkto Geschwindigkeit konnte das igus-Projektteam überzeugen. Michael Tegetmeier: „Wir standen unter Zeitdruck, weil wir die neue Energiekette in einer Zeit installieren wollten, in der nur wenig Kompost anfällt.“ Auch bei der Installation war Geschwindigkeit angesagt, um den Rotteprozess nicht zu verzögern. Diese Aufgabe übernahm das Betriebspersonal unter der Anleitung eines Supervisors von igus. 
Das neue System wurde ohne Schwierigkeiten montiert und absolviert den Dauerbetrieb ohne Probleme. Michael Tegetmeier ist mit der Zusammenarbeit zufrieden – und mit dem neuen Energiekettensystem sowieso: Die AVG kann sicher sein, dass sie hier neueste und zuverlässige Technik einsetzt. Trotz der eher ungünstigen Umgebungsbedingungen wird von dem System eine hohe Lebensdauer erwartet. Eine jährliche Inspektion durch igus wird sicherstellen, dass auch in diesen Beziehungen die Erwartungen des Anwenders mindestens erfüllt, wenn nicht übertroffen werden.



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