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iglidur® - Reibwerte

A = niedrige Belastung
B = hohe Belastung

Abb. 12: Reibwerte unter verschiedenen Belastungen

 

Abb. 11: Reibwerte der iglidur®-Gleitlager bei der jeweils günstigsten Oberflächenrauigkeit und geringer Belastung, p = 0,75 MPa

 
Reibwerte

iglidur®-Gleitlager sind selbstschmierend durch den Zusatz von Festschmierstoffen. Die Festschmierstoffe senken den Reibwert der Gleitlager und unterstützen so die Verschleißfestigkeit. Der Reibwert, genauer der Reibungskoeffizient μ, ist proportional zur Normalkraft und gibt an, welche Kraft aufgewendet werden muss, um einen Körper gegen einen anderen zu verschieben. Je nachdem ob ein Körper aus der Ruhelage bewegt oder die bereits bestehende Bewegung aufrechterhalten werden soll, unterscheidet man zwischen Haft- und Gleitreibungskoeffizient.

Reibwerte und Oberflächen

Interessant ist der Zusammenhang zwischen Reibwerten und Oberflächenrauigkeit der Gegenlaufpartner. Hier kann deutlich gemacht werden, dass sich die Reibung aus verschiedenen Komponenten zusammensetzt.

Wird der Gegenlaufpartner zu rau, spielen abrasive Vorgänge eine wichtige Rolle. Kleine sich verhakende Unebenheiten der Flächen müssen abgetragen werden. Wenn die Flächen zu glatt sind, kommt es zu hoher Adhäsion, das heißt, die Flächen kleben förmlich aneinander. Zu ihrer Überwindung sind dann wieder höhere Kräfte erforderlich, eine Folge des gestiegenen Reibwerts. Stick-Slip kann die Folge eines großen Unterschieds zwischen Haft- und Gleitreibung und einer hohen Adhäsionsneigung von Gleitpaarungen sein. Er zeigt sich durch unruhiges Laufverhalten und kann sich auch durch lautes Quietschen bemerkbar machen. Immer wieder kann man beobachten, dass solche Geräusche mit raueren Wellen unterbleiben oder beseitigt werden können. Für Anwendungen, die ein besonderes Potential für Stick-Slip haben – langsame Bewegungen, starke Resonanzen der Gehäuse –, sollte deshalb auf die optimale Rauigkeit der Wellen geachtet werden.

Bild 09: Reibungsuntersuchung im igus®-Labor