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20.000 Bewegungen am Tag und immer noch fit

Vorkonfektionierte Energiezuführungen kommen im automatisierten Medikamentenhandling zum Einsatz

Funktionssicher, langlebig, leise, abriebarm, platzsparend: Das sind die Anforderungen an Energieketten, die in den automatischen Medikamenten-Kommissioniersystemen der Firma Mach4 Automatisierungstechnik GmbH zum Einsatz kommen. Ob in der Apotheke, im Krankenhaus oder im Pflegeheim − die modularen Anlagen zum schnellen Ein- und Auslagern können nahezu an alle Platzverhältnisse vor Ort angepasst werden. Komplett konfektionierte Energiezuführungen der igus® GmbH sorgen dabei für die notwendige Betriebssicherheit.

Zurzeit gibt es fast 21.000 Apotheken in Deutschland. Der demographische Wandel macht sich auch hier bemerkbar. Ihre Anzahl wird sich in den nächsten Jahren voraussichtlich bei etwa 17.000 bis 18.000 einpendeln. Die einzelne Apotheke muss auf der zur Verfügung stehenden Fläche mehr leisten. Darüber hinaus wird die Bevölkerung immer älter. In diesem Umfeld spielt das Thema Automatisierung eine wichtige Rolle, da Aufbau und Stellflächen stark variieren. Die Systeme zum Medikamentenhandling müssen zum einen kompakt, zum anderen modular aufgebaut sein, um eine problemlose Erweiterung und sichere Versorgung zu ermöglichen. „Seit über 15 Jahren gehören wir weltweit zu den führenden Anbietern im Bereich der automatischen Medikamentenlogistik und haben über 1.300 Systeme in Betrieb, rund 400 davon in Deutschland“, erklärt Gregor Malajka, Geschäftsführer der Mach4 Automatisierungstechnik GmbH, Bochum. „Mit unseren maßgeschneiderten Kommissioniersystemen können sich Apotheken entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern.“

Gegründet 1997, sind heute am Stammsitz in Bochum um die 100 Mitarbeiter beschäftigt. Fachingenieure, Elektroniker, Programmierer und Techniker entwickeln, planen, fertigen und installieren die Anlagen. Zu dem deutschen Hauptsitz kommen weltweit noch zehn Niederlassungen. Ein eigenes Händlernetz sowie internationale Vertriebspartner ergänzen das Angebotsspektrum. „Wir sehen uns als Partner unserer Kunden und decken den kompletten Logistikprozess von der kleinen Dorfapotheke bis hin zur Universitätsklinik ab“, so Malajka. Unsere Hotline ist an 365 Tagen an 24 Stunden besetzt. Dadurch gewährleisten wir weltweit jederzeit einen reibungslosen Service und eine schnelle Reaktionszeit bei Störungen.“ Fast jede Anlage ist über das Internet mit dem Stammsitz verbunden, sodass der größte Teil aller Problemlösungen über Fernwartung erfolgt.

Standardlösungen im Fokus

Vom ersten Tag an kommen in den Systemen leistungsfähige Energiezuführungen und Leitungen aus dem Standardprogramm der igus® GmbH, Köln, zum Einsatz. Die verschiedenen Energieführungsketten der Serie E2/000 sind innen und außen aufklappbar und zeichnen sich durch eine leichte und vielseitige Montage aus. „Aus betriebswirtschaftlichen und technischen Gründen haben wir ausschließlich Standardprodukte von igus ausgewählt“, macht der Geschäftsführer klar. „So können beispielsweise bei Anlagenerweiterungen die notwendigen Änderungen einfach erfolgen.“ Üblicherweise kommen jeweils zwischen zwei und fünf komplett konfektionierte igus®-Energiekettensysteme, so genannte „readychains®“, zum Einsatz, die Robustheit und Abriebfestigkeit kombinieren und geräusch- und vibrationsarm laufen. Außerdem sind sie durch kleine Biegeradien platzsparend zu verbauen. Das ist sehr wichtig, um die Platzverhältnisse im Medikamentenlager optimal nutzen zu können. Aufgrund einer sehr kleinen Teilung der Kettenglieder und des dadurch reduzierten Polygoneffekts finden kaum Vibrationen und Erschütterungen statt. Dadurch bekommen die Kunden in den Apotheken nahezu gar nichts von den Kommissionierprozessen mit, die die Medizin wie von Zauberhand liefern.

20.000 Medikamentenfahrten am Tag

Da igus® unter dem Namen „readychain®“ alle Komponenten der Energieketten und dafür optimierten „chainflex®“-Leitungen aus einer Hand anbietet, können die Kölner eine maximale Lebensdauer garantieren. Seit einigen Jahren beweisen jetzt komplett konfektionierte Energiezuführungen in den Kommissioniersystemen von Mach4 ihre Leistungsfähigkeit. Sie tragen zu den guten technischen Daten der Anlagen bei und minimieren gleichzeitig den Montageaufwand. „Wir setzen dabei grundsätzlich auf unsere eigenen Monteure“, erläutert Malajka. „Sie kennen das Produkt und die Abläufe und sorgen so für die erforderliche Betriebssicherheit. igus® kann diese garantieren, da in der eigenen Fabrik in Köln ein 2.750 m2 großes Testlabor eingerichtet wurde, wo die Produkte rund um die Uhr auf Herz und Nieren getestet werden. Dank 10.000 Tests mit Biegeradien bis zu 3 x d kann die Lebensdauer der Leitungen und Ketten verlässlich berechnet werden. Bei Mach4 stellen funktionssichere Servo-, Bus-, Steuer- und Pneumatikleitungen aus dem chainflex®-Programm die geforderten Leistungsdaten zum schnellen Picken der Medikamentverpackungen sicher. Je nach Länge des Verfahrweges, der bis zu 17 m betragen kann, liegt die Geschwindigkeit bei bis zu 4 m/s bei einer Beschleunigung von 2,5 m/s2. In einer klassischen Apotheke betragen die täglichen Ein- und Auslagerungsvorgänge um die 300, das kann sich in Krankenhäusern auf bis zu 20.000 Fahrten steigern. Die Lagerkapazitäten der einzelnen Systeme betragen zwischen 9.000 und 60.000 Packungen. Je nach Zusammenstellung der einzelnen Anlage kann die Einlagerung zwischen 150 und 1.200, die Auslagerung von 300 bis zu 8.700 Packungen pro Stunde betragen.

Mach4 und igus

von links: Die Geschäftsführer Gregor Malajka und Dirk Beils (Mach4), Michael Blaß (igus®)

 
Der Greifer von Mach4 mit einer Medikamentenpackung.

Der Greifer von Mach4 mit einer Medikamentenpackung.

 
Fertig konfektionierte Energiekette von igus  
Fertig konfektionierte Energiekette von igus  
Kommissioniersystem mit fertig konfektionierten Energiezuführen

In den Kommissioniersystemen sind bis zu fünf fertig vorkonfektionierte Energiezuführungen von igus® verbaut.

 
Online berechnet und in 24 Stunden geliefert

Der Komponentenlieferant und das mittelständische Maschinenbauunternehmen arbeiten eng zusammen. Vor einigen Jahren ist beispielsweise eine Kommissionieranlage konstruiert worden, die 90° um die Ecke fahren kann. „Schnell war die Lösung gefunden“, blickt der Geschäftsführer zurück. „Während in den Standardautomaten die Kette auf dem Boden liegt, steht sie in den Kurvenautomaten und sorgt für eine sichere Energieversorgung der diversen Steuerungs- und Antriebseinheiten.“ Darüber hinaus stimmt die Lieferfähigkeit. „Die Auslieferung einer Anlage hat sich noch niemals wegen Engpässen verzögert“, bestätigt Malajka. Dieser Aspekt ist igus sehr wichtig, so lassen sich sämtliche Produkte samt Lebensdauer online berechnen und bestellen und ab 24 Stunden ausliefern.
Aber auch Mach4 arbeitet mit seinen Kunden eng zusammen. Auf der grünen Wiese in Steinbach im Taunus ist die Central Apotheke mit einer großen Lagerfläche und einem angeschlossenen Großhandel entstanden. Hier sind um die 100 Mitarbeiter beschäftigt. Unter dem Motto „Apotheke von morgen“ werden vom Standort aus nicht nur vier eigene Apotheken im Umfeld von Frankfurt versorgt, sondern auch weitere Apotheken beliefert. „Die Lagerfläche haben wir in den letzten Jahren komplett automatisiert“, berichtet Gregor Malajka. „Mittlerweile sind sechs Medimat-Logistiksysteme aller Größenordnungen im Einsatz. Sie gewährleisten eine hohe Prozesssicherheit sowie eine maximale Einlagerungsgeschwindigkeit und haben sich innerhalb kürzester Zeit amortisiert.“ Alle Systeme laufen so gut, dass weitere Investitionen erfolgen werden.

Schlussbemerkung

„Wir setzen grundsätzlich auf partnerschaftliche Zusammenarbeit. Unsere Anlagen sind teilweise Tag und Nacht in Bewegung. Die Energieketten garantieren reibungslose Abläufe“, stellt der Geschäftsführer abschließend fest. Der Gesundheitsmarkt wächst weiter. Trotzdem weitet der Automatisierungsspezialist seine Logistikkompetenz sukzessive auf weitere Branchen aus. „Wir sehen uns als Problemlöser. Im Bereich der Kleinteillogistik sehen wir Herausforderungen, die wir mit unseren Kommissioniersystemen abdecken können.“ Denkbare Anwendungen liegen beispielsweise in der Automobilzulieferindustrie. In diesem Umfeld laufen erste, viel versprechende Sondierungsgespräche.

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