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Effektive Energie- Datenübertragung im Kranbau

Energiekettensystem spielt seine technische und wirtschaftliche Stärke aus

Im Kranbau sind aufgrund der langen Verfahrwege die Anforderungen an die Betriebssicherheit besonders hoch. Teure Stillstands- und damit Ausfallzeiten müssen auf jeden Fall vermieden werden. Bei verschiedenen nationalen und internationalen Projekten hat sich gezeigt, dass Energiekettensysteme darüber hinaus unverzichtbar sind, wenn es um die Leistungszufuhr zu den beweglichen Verbrauchern geht.

Projekte in Asien und Europa

Im Kranbau kommen fast ausschließlich fertig konfektionierte Energiekettensysteme zum Einsatz, so genannte readychains®. Der Kunde profitiert davon in vielerlei Hinsicht. Das System wird komplett auf der Baustelle angeliefert, er spart während der Montage viel Zeit und außerdem werden Montagefehler weitgehend ausgeschlossen. Mit den Erfahrungen aus einer Applikation in Malaysia mit einem Verfahrweg von annähernd 450 m installierte das Unternehmen Energiekettensysteme auf zwölf Ship-to-Shore-Kranen in Asien. Die Verfahrlänge dieser Krane beträgt bis zu 500 m. Die Länge der Energieführung beträgt bis zu 260 m. Die in einem Schacht installierten Energiekettensysteme wurden mit Edelstahlführungsrinnen ausgestattet und zum Schutz gegen Witterung und Sonnenbestrahlung mit einem überfahrbaren Deckelsystem versehen.

Energiekette

Fertig konfektionierte Energiekettensysteme sparen während der Montage viel Zeit und Maontagefehler werden weitgehend ausgeschlossen.

 

Die Katzfahrt bei Ship-to-Shore Kranen fährt beispielsweise mit einer Geschwindigkeit von 250 m/min und verwendet eine Rollen-Energiekette für die Energie- und Datenübertragung. Es ist bei diesem Hochgeschwindigkeitskatzen nicht nötig, zusätzliche Antriebe oder ein Steuersystem für die Kette einzusetzen. Außerdem ist das Gewicht geringer als bei einem konventionellen System. Der Kranbauer kann damit Antriebsleistung für die Katze und Systemgewicht für den Kranträger einsparen. Zur Datenübertragung entschied sich der Kranbauer für die chainflex® - Glasfaserleitung. Mit dieser Lösung wählte man die sicherste Art der Datenübertragung – ohne EMV-Störungen - und vermeidet somit das Risiko möglicher Datenverluste. Die besonders leichte und flexible Leitung spielt ihre Stärken besonders bei Anwendungen mit hohen Lasten aus. Ein weiteres Projekt, eine Schiffsentladerumrüstung, wurde in den Niederlanden abgewickelt. Der Verfahrweg des Wagens beträgt hier 106 m bei einer Geschwindigkeit von 240 m/min. Der Wagen wird von einem Motor angetrieben und ist mit einer Reihe von Energie- und Datenkabeln ausgestattet. Das Leitungsgewicht beträgt über 50 kg/m. Als Lösung zur Versorgung des Wagens wurde ein System entwickelt, das keinen zusätzlichen Antrieb benötigt und damit eine höchstmögliche Betriebssicherheit bietet.

Schwere Leitungen sicher führen

In den Niederlanden setzte igus zwei der neu entwickelten HeavyDuty - Energieketten ein. Wenn schwere Leitungen über lange Verfahrstrecken geführt werden müssen, kommen die Ketten für diese extremen Belastungen zum Einsatz. Sie wurden in drei Punkten weiter entwickelt, um ihre Stabilität noch weiter zu erhöhen. Zum einen sind bei den Bolzenbohrungs-Verbindungen die Tragflächen um 120 % erweitert worden. Der Durchmesser der Verbindungsbolzen der Kettenglieder wurde von 40 auf 45 mm erhöht, die Bolzenlänge von vier auf acht Millimeter verdoppelt. Durch die damit wesentlich vergrößerten Auflageflächen steigen Festigkeit und Lebensdauer der Energiekette. Damit besitzt sie das Leistungsvermögen, noch höhere Zug- und Schubkräfte aufzunehmen. Außerdem wurde die Seitenwandstärke von 22 auf 29,5 mm erhöht. Bei unveränderter Innenhöhe (80 mm) und Außenhöhe (108 mm) läuft die Kette auch bei hohen Zusatzlasten ruhig und stabil.

Kranbau

Verfahrwege an der Kaianlage. Teure Stillstands- und damit Ausfallzeiten können Dank robuste Energiekettensysteme vermieden werden.

 
Online-Überwachung für Energieketten-Großanlagen

Beim Ship-to-Shore Großprojekt hat igus® darüber hinaus ein Diagnose-Tool installiert. Das "Remote Condition Monitoring-System" überwacht die Verschiebekräfte der Energieketten und hilft, Schäden und Ausfälle zu vermeiden. Die Druck- und Zugkraftdaten werden viermal pro Sekunde mit einem individuell vorab festgelegten Wert verglichen. Falls Fehler auftreten, werden unverzüglich und automatisch Alarmmeldungen weiter gegeben - per SMS oder E-Mail. Sie können dann sofort an jedem beliebigen Standort analysiert werden. Gespeicherte Daten lassen sich drei Monate lang rückwirkend analysieren. Das System eröffnet völlig neue Möglichkeiten bei Wartung und Fehlerdiagnose. Bis jetzt wird es bei Kranfahrten eingesetzt. Auf den Katzfahrten hat es sich noch nicht durchgesetzt, aber das ist nur eine Frage der Zeit.

Technische Daten:

- Verfahrweg bis 500m
- Länger der e-ketten® bis 260m
- Vmax Katzfahrt 250m/min
- Leitungsgewicht >50kg

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