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Polymer-Gleitlager, Toleranz ausgleichende Sonderteile, im rauen Landmaschinenbau

Anwendungsdaten

Was wurde benötigt: Eine zuverlässige Lagerung für die Zinkenarme
Herstellungsverfahren: Spritzguss
Anforderungen: Reduzierung der Montagekosten durch Verschleißfeste Teile, sowie Wartungsfreiheit
Material: iglidur® G
Branche: Landmaschinen / Agrartechnik
Erfolg für den Kunden: 80.000 € Ersparnis pro Jahr

Robustes Sonderlager für Heuschwader

Kunden des Landmaschinenherstellers FELLA-Werke GmbH sind Großbetriebe; Lohnunternehmen; Maschinenringe, aber auch Landwirte, die nur wenige Hektar bewirtschaften. „Da wir die jeweiligen Randbedingungen nicht bis ins letzte Detail kennen, müssen wir bei der Auslegung unserer Maschinen vor allem auf deren Robustheit achten, ohne dabei die Herstellkosten aus den Augen zu verlieren“, so Kohl. „Entsprechend wichtig ist die Auswahl aller zum Einsatz kommenden Komponenten.“

Lagerung der Zinkenarme

Lagerung der Zinkenarme mit iglidur® Gleitlagern

Seit über 90 Jahren konstruiert das Unternehmen FELLA bereits Arbeitsmaschinen für Traktoren. Dazu zählen Mäher, Heuer und Schwader. Die Funktion des Schwaders ist das Zusammenrechen von gemähtem oder bereits ausgebreiteten Halmgut mit acht, zehn oder zwölf Zinkenarmen zu einem Schwad. Alle Schwader dieses Anbieters arbeiten ausschließlich mit der Kreiseltechnologie, die u.a. den Vorteil einer hohen Flächenleistung haben. „Die Lagerung der Zinkenarme als ein Bestandteil der aufwändigen Steuerung ist die wichtigste Funktion der Maschine“, verdeutlicht der
Konstruktionsleiter. „Wenn es hier zu Schäden kommt, steht der Kreiselschwader. Und das darf während der Erntezeit auf keinen Fall passieren. Schon in der Erprobungsphase haben wir erkannt, dass wir eine zuverlässige Verdrehsicherung brauchten“, erinnert sich der Konstrukteur, Dipl. Ing. (FH) Jürgen Riedel.

Lagertechnik von igus® – seit mehr als zwanzig Jahren im Einsatz

Zinkenarm des Heuschwaders und eines der eingebauten iglidur® Gleitlager

Dass sich mit Kunststoff Kosten sparen lassen, war dem Unternehmen schnell klar. „Anfangs haben wir noch selbst Kunststoffbuchsen drehen und später spritzen lassen. Hier hat allerdings das Ergebnis nicht gestimmt, weil die Werkstoffauswahl nicht gepasst hat“, erinnert sich Jürgen Riedel. „Als Maschinenbauer haben wir uns für das Thema Kunststoff lieber einen Experten gesucht.“ Aus dem umfangreichen igus- Lieferprogramm, zu dem Standard- und Sonderteile gehören, habe man dann schnell die passende Lösung gefunden. Die hohe Abriebfestigkeit sowie die Trockenlaufeigenschaften der im igus-Labor tausendfach unter Alltagsbedingungen getesteten Polymer- Gleitlager haben in der Landwirtschaftspraxis sofort überzeugt.

Die Sonderlösung erweist sich als sehr verschleißfest und wirtschaftlich

„Seit der Serieneinführung funktioniert das System reibungslos. Die Verdrehsicherung sorgt für einen hundertprozentigen Festsitz der Lagerbuchse in der Aufnahme. Die Reibpaarung stimmt, so dass wir davon ausgehen, diese Baugruppen noch über einen langen Zeitraum weiter einzusetzen“, so Jürgen Riedel. Die Vorteile rechnen sich für den Landmaschinenhersteller: Der Verschleiß hat sich gegenüber Gleitlagern aus Metall deutlich reduziert, und es kommt zu einer geringeren Geräuschentwicklung im laufenden Betrieb. Darüber hinaus stimmt die Wirtschaftlichkeit, da u.a. die Nachbearbeitung der Aufnahmebohrung für die Gleitlager im Aluminium-Lagerrohr komplett entfällt.
 

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