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Fliehkraftschäler für Getreideprodukte

Kunststoffgleitlager ermöglichen in Fliehkraftschäler eine hygienische und langlebige Verstellung

Abrasive Stäube und Getreideschalen sind in Fliehkraftschälern der Lebensmittelindustrie eine extreme Belastung für die Bauteile. Empfindliche Kugelumlaufführungen aus Metall müssen unter diesen Umständen daher regelmäßig geschmiert und gewartet werden. Um Ausfallzeiten zu reduzieren, Betriebskosten zu minimieren und zudem die Technik zu verbessern, griffen deshalb die Konstrukteure von dem Getreideverarbeitungsspezialisten Streckel & Schrader auf unsere Gleitlager zurück. Denn sie bestehen aus Tribo-Polymeren und sind dank inkorporierter Festschmierstoffe selbstschmierend und wartungsfrei.

Steckbrief

  • Was wurde benötigt: drylin® R Flanschlager; dryspin® Flanschgewindemutter
  • Anforderungen: die Lager sind abrasiven Stäuben und  Schmutz ausgesetzt, außerdem suchte der Kunde eine langlebige sowie schmier- und wartungsfreie Lösung
  • Branche: Lebensmittel
  • Erfolg für den Kunden: wartungsintensive Kugelumlaufführungen können durch den Einsatz von drylin® Lagern vermieden werden; der neue Werkstoff iglidur A160 ist hoch medienbeständig, erfüllt die strengen Anforderungen der FDA an Hygiene und Sicherheit und ist selbstreinigend; die Betriebskosten für den Kunden sind minimal

Fliehkraftschäler von Streckel & Schrader Der Fliehkraftschäler von Streckel & Schrader sorgt für einen maximalen Schälgrad bei minimalem Bruch dank eines besonderen Wurfrades.

Problem

Maschinen für Getreide sind das Steckenpferd von Streckel & Schrader. Seit Gründung konzentriert sich das Unternehmen auf die Konstruktion und ständige Weiterentwicklung von Verfahren zur Verarbeitung von Getreide und Hülsenfrüchten. Eine der neuen Entwicklungen ist der Fliehkraftschäler GG1. Er findet seinen Einsatz in der Lebensmittelindustrie, um vor allem Hafer, Dinkel, Sonnenblumenkerne oder ähnliche Getreideprodukte zu schälen.
Der Fliehkraftschäler GG1 arbeitet mit dem Prallverfahren. Dabei wird die Schale des Produktes durch den Aufprall gegen einen Prallkörper gelöst. Die Maschine nutzt einen zylindrischen Prallring auf den das Korn im optimalen Winkel trifft und sich schonend vom Kern löst. Damit sich die Produktmenge homogen verteilt, kommt eine integrierte regelbare Mengendosierung zum Einsatz. Beim Schälring treten durch das Aufschlagen des Produktes ringförmige Verschleißzonen auf. Um diesen Verschleiß gleichmäßig zu verteilen und so die Lebensdauer der Verschleißteile zu erhöhen, entschieden sich die Entwickler für eine Steuerungsautomatik.
Große Mengen an abrasiven Stäuben und dementsprechender Abrieb sind besondere Herausforderungen für alle Komponenten im Schäler, so auch für die Lager. Denn Staub und Schmutz haften am Lager an, was in der Praxis zu einem schlechten, ruppigen Lauf und zu einer Beschädigung und Blockade des Lagers führen kann. Die anfangs eingesetzten Kugelumlaufführungen mussten daher regelmäßig gesäubert und neu mit einem für die Lebensmittelindustrie zugelassenen Schmieröl geschmiert und gewartet werden, um einen zuverlässigen und ruhigen Lauf sicherzustellen. Daher musste eine neue und vor allem wartungsfreie Lösung her.

Lösung

Auf der Suche nach einer alternativen Lösung stießen die Konstrukteure auf unsere Kunststoffgleitlager. Zum Einsatz kommen im neuen Fliehkraftschäler auf zwei drylin Stahlwellen insgesamt vier drylin® R Flanschlager. So konnte zum ersten Mal in der Schälmüllerei der Einsatz einer Kugelumlaufführung vermieden werden. In den Lagern befindet sich eine Gleitlagerfolie aus dem Tribo-Polymer iglidur® A160. Der Werkstoff ist hoch medienbeständig und erfüllt die strengen Anforderungen der FDA an Hygiene und Sicherheit in der Lebensmittelindustrie. Durch seine blaue Farbe ist der Werkstoff zusätzlich optisch detektierbar. Integrierte Kanäle in der Gleitfolie sorgen für einen Selbstreinigungseffekt des Lagers. Schmutz und Staub können nicht am Lager anhaften. Die weiche und damit flexible Gleitfolie lässt außerdem größere Fertigungstoleranzen zu. Durch den Einsatz von Basispolymeren, Verstärkungsfasern und Festschmierstoffen sind die iglidur Gleitelemente nicht nur schmiermittelfrei, sondern auch besonders verschleißfest.
Auch im Lauf zeigten die Lösungen im Fliehkraftschäler eine deutliche Verbesserung gegenüber metallischen Kugelumlaufführung, denn die Kunststofflager besitzen eine größere Kontaktfläche, außerdem absorbiert der iglidur Werkstoff die Schwingungen. Damit der Prallring in der Höhe verstellbar ist, kommen nicht nur die Lager auf den Wellen zum Einsatz. Eine dryspin® Flanschgewindemutter aus dem Tribo-Polymer iglidur R sorgt auf einer Trapezgewindespindel zusätzlich für ein ruhiges und schwingungsdämpfendes Verstellen. iglidur R besitzt sehr niedrige Reibwerte im Trockenlauf, eine gute Abriebfestigkeit und ist sehr kostengünstig. Der ruhige Lauf ist besonders wichtig, da Resonanzen sich in das Gehäuse übertragen und so die Elektronik beeinträchtigen können. Außerdem lässt sich durch ein präzises Verstellen eine gleichmäßige Abnutzung des Schälringes sicherstellen.


„Unter den Gesichtspunkten der Wartung und Kosten ist die neue Lösung bedeutend einfacher und ökonomischer als bisherige Lösungen am Markt.“

Tobias Streckel, Geschäftsführer Streckel & Schrader

drylin R Flanschlager aus iglidur drylin R Flanschlager mit Gleitelementen aus dem blauen FDA-konformen Werkstoff iglidur A160 lassen den Prallring auf und abfahren.
Flanschgewindemutter aus dem Tribo-Polymer iglidur Eine Flanschgewindemutter aus dem Tribo-Polymer iglidur R auf einer Trapezgewindespindel ermöglicht ein ruhiges und schwingungsdämpfendes Verstellen.

Komponenten schnell gewechselt

Ist der Schälring einmal abgenutzt, lässt er sich einfach werkzeuglos tauschen und verkürzt so die Stillstandzeiten der Maschine. Die Verschleißbleche sind, ebenso wie die Lager, nach einem hohen Nutzungsgrad des Fliehkraftschälers einfach mit wenigen Handgriffen austauschbar. „Unter den Gesichtspunkten der Wartung und Kosten ist die neue Lösung bedeutend einfacher und ökonomischer als bisherige Lösungen am Markt“, zeigt sich Streckel begeistert. Bereits in vier Kontinenten kommen bisher 25 GG1 Fliehkraftschäler zum Einsatz. Auch bei zukünftigen Projekten möchte das Unternehmen auf die Tribo-Polymere vertrauen, um so die Wartung und auch Kosten einzusparen.

iglidur Lager Tribo-Polymere Über zwei Wellen und eine Spindel wird der Prallring vertikal verstellt. Für die Lagerung kommen die iglidur Tribo-Polymere zum Einsatz.