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Bügelkette schont Riesenschlauch

Kundenspezifische Sondermaschinen für den Modell- und Formenbau

Speziell im Modell- und Formenbau werden besonders hohe Anforderungen an die Werkstückbearbeitung gestellt. Da die Platzvorgaben der Kunden in der Regel wenig Spielraum lassen, sind häufig maßgeschneiderte Maschinenkonzepte gefragt. Bei diesen anspruchsvollen Aufgabenstellungen spielen die vielseitigen Energiezuführungen, ihre Stärke aus. Selbst ein voluminöser Absaugschlauch wird sicher geführt. „Kundenspezifische CNC-Bearbeitungszentren für die Holz-, Kunststoff- und Leichtmetallbearbeitung sind unsere Spezialität“, erklärt der Leiter der Konstruktion, Dipl.-Ing. Michael Schell, der Trima Triebeser Maschinenbau GmbH in Zeulenroda-Triebes. Vom Standort in Thüringen aus werden sie in die ganze Welt verschickt. „Unser Metier ist der Sonder-maschinenbau für nahezu alle Einsatzbereiche.“ Mit seiner langjährigen Erfahrung im Bau von CNC-Spezialmaschinen hat sich das Unternehmen in den Bereichen Holz-, Aluminium- und Kunststoffbearbeitung fest etabliert. Trima entwickelt und produziert kundenspezifische Speziallösungen, beispiels-weise für Fenster-, Treppen- und Innenausbau, Türen- und Möbelfertigung, Rundbogenbearbeitung, Gravuren, Spiel-zeuge, Sonderteile und vieles mehr.

3 m hohe CNC-Bearbeitungszentrum für den Modell- und Formenbau von Trima, Zeulenroda-Triebes (Thüringen).

Hochpräzise Bearbeitung u.a. von Holz-, Kunststoff- und Leichtmetallwerkstücken: das 3 m hohe CNC-Bearbeitungs-zentrum für den Modell- und Formenbau von Trima, Zeulenroda-Triebes (Thüringen). In den X-, Y- und Z-Achsen kommen insgesamt vier Energieketten zum Einsatz.

 
Hochpräzise CNC-Bearbeitungszentren

Ein Fokus des Unternehmens liegt auf der Entwicklung von CNC-Bearbeitungszentren für den Modell- und Formenbau. Diese kommen vor allem bei Anwendungen mit hochpräziser Werkstückbearbeitung in Einzel- und Serienfertigung zum Einsatz. Auch besonders anspruchsvolle Arbeiten an räumlichen Körpern meistern diese Bearbeitungsmaschinen absolut zuverlässig. „Es handelt sich um ein äußerst universelles Maschinenkonzept, mit dem sich sowohl Holz und Kunststoff, als auch Leichtmetalle sowie weitere typische Modellbaumaterialien bearbeitet lassen.“, verdeutlicht Konstruktionsleiter Schell. Trotz der aufwänd-igen Konstruktion kommen in den kundenspezifischen Maschinen in der Regel Serienteile zum Einsatz. Als sichere Führung der Leitungen bewähren sich dabei robuste Kunststoff-Energieketten.

Absaugschlauch, geführt und geschützt in einer Bügelkette.

Nicht die Späne sind hier das Problem, sondern der Holzstaub. Er darf sich unter keinen Umständen entzünden. Statt einer teuren, aufwändigen Kompletteinhausung wählte Trima dazu einen riesigen Absaugschlauch, geführt und geschützt in einer Bügelkette.

 

„Da wir nicht von der Stange fertigen und keine fest stehenden Baugruppen haben, spielt für uns die kompetente Beratung in der Konzeptionsphase eine besonders große Rolle“, erläutert Michael Schell. „Gerade im Sondermaschinen-bau müssen die Maschinen unter allen erdenklichen Einsatz-bedingungen von Anfang an reibungslos funktionieren. Und das gilt selbstverständlich auch für die eingesetzten Kompo-nenten wie beispielsweise die Energiezuführungen.“ Das Unternehmen TRIMA beschäftigt rund 110 Mitarbeiter. „Wir können auf ein umfassendes Wissen und eine langjährige Tradition im Maschinenbau für die unterschiedlichsten Einsatzfälle verweisen“, so Michael Schell. „Durch unsere eigene Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung und die hohe Fertigungstiefe bieten wir unseren Kunden intelligente und wirtschaftliche Lösungen aus einer Hand.“ Ein umfas-sender Service sichert die hohe Einsatzfähigkeit unserer Anlagen. „Wir arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen, um seine Produkte und Produktionsanforderungen zu analy-sieren. Dann bauen wir genau die Maschinen, die seinen Anforderungen entsprechen.“

Energiekette der Serie „E4/light“ in Bügelversion

Die Energiekette der Serie „E4/light“ in Bügelversion nimmt den wuchtigen Absaugschlauch mit einem Durchmesser von 300 mm auf.

 
5-Achstechnik für Gießereimodellbau

Die Bearbeitungsmaschinen für den Modell- und Formenbau gibt es grundsätzlich mit 3- oder 5-Achstechnik. Der Schwer-punkt wird in Zukunft hauptsächlich auf der 5-Achstechnik liegen, die im Einsatz noch mehr Variabilität bietet. Bei einem aktuellen Projekt für den Gießereimodellbau kommt eine für besonders beengte Platzvorgaben in der Höhe maßgeschnei-derte 5-Achsmaschine mit kardanischem Kopf zum Einsatz. Dieser erreicht kollisionsfrei jede Ecke des Werkstücks. Eine Maschine dieser Art bietet dem Anwender speziell im Model-lbau ein sehr breites Einsatzspektrum. Da die Bearbeitung kleiner und kleinster Konturen viel Zeit in Anspruch nimmt, läuft sie im 24-Stundenbetrieb, d.h. die Maschine arbeitet über Nacht selbstständig ohne Maschinenbediener vor Ort. Die Anforderungen an die zum Einsatz kommenden Komponenten sind dem entsprechend hoch. Die Antriebe müssen zuver-lässig funktionieren, die Spindel darf sich nicht erwärmen.
Als weiteres Ausstattungsdetail gibt es noch ein Beschrift-ungssystem am 5-Achskopf, mit dem ein Nesting durchgeführt wird.

Absaugschlauch statt teure Einhausung

Bei einer Bauteil- bzw. Durchlasshöhe von 500 mm, ist das kundenspezifische Bearbeitungszentrum insgesamt 3 m hoch. Die Verfahrwege betragen in der X-Achse 4.100 mm, in der Y-Achse 2.600 mm sowie in der Z-Achse 1.000 mm. Beim Verfahren werden Geschwindigkeiten von bis zu 1 m/s bei Beschleunigungen von 5 m/s2 realisiert. Vakuumspannvorrichtungen, die auf dem Maschinentisch universell zum Einsatz kommen, sorgen für die nötige Flexibilität beim Bearbeiten der Teile. In diesem Einsatzfall handelt es sich in erster Linie um die Holzbearbeitung; hier spielt die Absaugung eine extrem wichtige Rolle. „Nicht die Späne sind in diesem Umfeld das Problem, sondern der Holzstaub. Er darf sich unter keinen Umständen entzünden“, erklärt der Konstruktionsleiter. Eine komplette Einhausung wäre die sicherste, allerdings auch teuerste Lösung. „Aus Kostengründen haben wir uns für einen Absaugschlauch entschieden.“ Um diesen sicher und sauber zu führen, hat man ihn als Sonder-lösung in einer speziellen Energiezuführung, untergebracht. „So macht die Maschine überdies auch optisch einiges her.“

Bügelversion für breite Schlauchdurchmesser

Schon beim ersten Blick fällt der voluminöse Absaugschlauch mit einer Länge von über 6 m und einem Durchmesser von 300 mm sofort ins Auge. „Aufgrund des großen Durch-messers war ein sicheres Führen in einer ’normalen’ Energie-kette nicht möglich“, macht Michael Schell klar. „Hinzu kommen die engen Platzverhältnisse beim Kunden. Deshalb haben wir mit unserem Ansprechpartner vor Ort gemeinsam nach einer Lösung gesucht und diese auch prompt gefunden.“ Aus dem riesigen, 70.000 Teile umfassenden Modulbaukasten für Energieketten kommt – zur schonenden, sicheren Führung des Schlauches – eine Energiekette der Serie „E4/light“ zum Einsatz, und zwar als Bügelversion. Diese ist für Schläuche mit einem Außendurchmesser bis 300 mm geeignet. Die Bügel sind direkt auf das Seitenteil montiert und gewährleisten eine optimale Schlauch- und Leitungsführung. Die Bügelstege sind so steif, dass sie ohne zusätzliche konstruktive Elemente die sichere Führung auch bei Belastung über die gesamte Verfahrlänge gewährleisten.

Stabile Bügelkette

Die Bügelkette ist so stabil, dass sie zudem eine zweite Energiekette mit allen Elektroleitungen sicher auf der Y-Achse mitträgt.

 
Großer Baukasten, stabil und leitungsschonend

Insgesamt kommen in dem Bearbeitungszentrum vier
Energiezuführungen zum Einsatz: für die X-Achse die Universalkette „E4.1“ in der Y-Achse die Serien
„E2/000“ und „E4/light“ in der Bügelversion sowie in der Z-Achse eine weitere Energiekette der Serie „E2/000“. Mit der beidseitig zu öffnenden Serie „E4.1“ lassen sich fast alle Anwendungen realisieren. Ein besonderes konstruktives Merkmal auf der Y-Achse ist, dass die Energiezuführung mit allen Elektroleitungen innerhalb der Bügelkette läuft. Diese ist so stabil, dass sie neben dem wuchtigen Absaugschlauch auch die leitungsführende „E2/000“-Kette sicher tragen kann. „Und wir sparen auf diese Weise auch noch sehr viel Platz“, ergänzt Michael Schell. Bei allen verbauten Energieketten setzt Trima grundsätzlich Trennstege ein. Diese Innenauf-teilungselemente stellen im rauen Betriebsalltag, dank ihrer abgerundeten Konturen, eine lange Lebensdauer der Leitungen sicher und halten diese stets auf Linie. So kann kein Verrutschen oder Umschlingen der geführten Kabel entstehen.

Energiekette „E4/light“ mit Bügeln aus tribologisch optimierten Kunststoff zur schonenden Führung von Schlauch-anwendungen.

 
Hier geht es zu den eingesetzten Produkten:
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