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Apotheken-Kommissionieranlagen

Energieketten und Leitungen kommen in Gollmann Kommissionieranlagen zum Einsatz.

Apotheken, die ihre Medikamente besonders platzsparend lagern möchten, wenden sich am besten an die Gollmann Kommissionier-systeme GmbH in Halle (Saale). Das Unternehmen nutzt das Schubschranksystem, um bis zu 60.000 Verpackungseinheiten effizient auf kleinem Raum zu lagern und vollautomatisch zu kommissionieren. Bei der Auswahl und Optimierung der beweglichen Leitungen und Energieketten arbeitet das Unternehmen seit mehr als zehn Jahren erfolgreich mit uns zusammen.

Steckbrief

  • Was wurde benötigt: easy chain® Energieketten; chainflex® Leitungen
  • Anforderungen: extrem flexible und zuverlässige Leitungen und Leitungsführungen, die 15 Jahre und durchschnittlich 15 Millionen Bewegungen mitgehen; enge Biegeradien; schnelle und einfache Montage
  • Branche: Automatentechnik
  • Erfolg für den Kunden: Vorab-Tests der Ketten und  Leitungen bestätigten die Ausfallsicherheit und Haltbarkeit; eine Garantie von 36 Monaten, bzw. bis zu 40 Millionen Doppelhüben gibt dem Kunden zusätzliche Planungssicherheit; durch den Einsatz von Ketten mit verschiedenen Biegeradien spart der Kunde eine vierstellige Summe an Leitungskosten pro Jahr; Kosten und Montagezeit wurden durch Energieketten der Baureihe E065 stark reduziert

Kommissionieranlagen von Gollmann Kommissionieranlagen von Gollmann zeichnen sich durch eine extrem kompakte – und an den individuellen Fall anpassbare – Bauform aus: Das Schubschrankprinzip macht‘s möglich.

Problem

Gollmann Kommissioniersysteme GmbH fertigt besonders kompakte Kommissionieranlagen, bei denen der Apotheker einfach per Knopfdruck das gewünschte Medikament anfordern kann.
Während andere Systeme mit festen Gassen arbeiten, in denen ein Handlingsystem verfährt, setzt Gollmann auf verfahrbare Schränke, die immer jeweils dort eine Gasse öffnen, wo gerade Ware kommissioniert bzw. eingelagert wird.
Jeder Schrank verfährt mit einem Schrittmotor, der mit Energie- und vor allem Signalzuführungen versorgt werden muss. Zum Beispiel wird die Endposition jeweils über einen Initiator abgefragt. Das bedeutet: Es gibt viele bewegliche Leitungen und entsprechend auch diverse Energieketten, zumal auch der Arm des Regalbediengerätes und der Greifer am Ende des Arms Energie benötigen.
Gerade wegen dieser komplexen Technik müssen die Ketten und Leitungen eine besonders hohe Flexibilität und Zuverlässigkeit garantieren. Außerdem bietet Gollmann seinen Kunden ein „Rundum-Sorglos-Paket“ bei dem der Hersteller über ganze 15 Jahre die komplette Verantwortung – und die Kosten – für den Service, einschließlich der ungeplanten Ausfälle übernimmt. Hinzu kommt eine zusätzliche Aufwandsentschädigung sowie ein deutschlandweiter drei Stunden Vor-Ort-Service. Dementsprechend müssen die Komponenten langlebig und ausfallsicher sein. Und das bei ca. 15 Millionen Bewegungen der Anlagen in 15 Jahren Apothekenleben.
Aufgrund der kompakten Anlagen suchte man außerdem nach Ketten mit besonders geringem Biegeradius. Aber auch der Montageaufwand spielte eine wichtige Rolle bei der Komponentenauswahl. So müssen sich die Ketten zum Beispiel schnell und einfach befüllen lassen.

Lösung

Gollmann hat sich frühzeitig im Jahr 2007 für unsere easy chain® Energieketten u.a. der Baureihe E065 entschieden und ist seitdem dabei geblieben. Etwas später fiel dann die Entscheidung, auch die Leitungen bei uns zu beziehen. Da die Gollmann-Kommissionieranlagen per CAN-Bus kommunizieren, stehen hier die Busleitungen aus dem chainflex® Programm im Fokus. Allein aus der chainflex® Serie CF211 hat das Unternehmen im vergangenen Jahr fast 30 km Leitungen bezogen. Eine eigens entwickelte Messsystemleitung auf Basis der Serie CF211 verschaffte vielfältige Vorteile in der Verarbeitbarkeit der Leitung. 
Auf die Haltbarkeit vergeben wir darüber hinaus eine Garantie von 36 Monaten, bzw. bis zu 40 Millionen Doppelhüben (z.B. bei der chainflex® CF298).
Da Gollmann langlebige und ausfallsichere Komponenten suchte,
wurden vorab Dauertests der Energieketten und chainflex® Leitungen an der Testanlage von Gollmann durchgeführt.
Ursprünglich wurde bei Energieketten und Leitungen vorrangig auf einen besonders kleinen Biegeradius geachtet, die daher universell in den Anlagen des Herstellers verwendet werden können. Vor zwei Jahren prüften die Konstrukteure aber gemeinsam mit uns die Möglichkeit, zwei Qualitäten zu verwenden und weniger anspruchsvolle Baureihen zu verwenden, wenn die Biegeradien größer sind. Das erwies sich – wie u. a. eine vergleichende Lebensdauerberechnung zeigte – als sinnvoll, und Gollmann spart seitdem pro Jahr eine vierstellige Summe an Leitungskosten.
Ein weiteres Optimierungsprojekt betrifft die chainflex® Sonderleitungen z. B. für die Messtechnik. Sie wurden im Hinblick auf die Steckermontage verbessert, was Kosten und Montagezeit spart. Generell lässt sich bei den Energieketten der Baureihe E065 eine einfache Montage vornehmen, da die Leitungen einfach über den Außenradius ins Innere der Kette gedrückt werden.


„In unseren weltweit installierten Kommissionieranlagen haben wir bisher mehr als 20.000 Energieketten verbaut, die sehr zuverlässig ohne Störungen und Wartung laufen.“

Sven Ronneberger, technischer Leiter Gollmann Kommissioniersysteme GmbH

Energiekette E065 Das Greifersystem ist mit einer kleinen Kette der Serie E065 ausgestattet. Mitgeführt wird auch eine Vakuumleitung für das Ansaugen der zu kommissionierenden Packung.
Energiekette RBG Auch für die Achsen des RBG werden Energieketten eingesetzt.
Energiekette RBG Die Energieketten versorgen die Achsen des RBG mit Energie und (CANBus-)Signalen.
Energiekette E065 Beweglichkeit im Gleichtakt: Jeder Schubschrank erhält seine Energie- und Signalversorgung über eine Energiekette der Baureihe E065 und chainflex Leitungen.

Kreative Zweckentfremdung: Von der Werkzeugverwaltung bis zum Pop-up-Store

Das innovative Rollschrankprinzip der Kommissioniersysteme hat inzwischen Interesse jenseits der Pharmazie geweckt. Sven Ronneberger: „Wir projektieren zunehmend Anlagen für ganz andere Anwendungen – zum Beispiel für die Verwaltung von zehntausenden Proben bei einem Hersteller von Gewürzmischungen für die Gastronomie.“ In einem anderen Fall lagert ein Unternehmen der Metallbearbeitung teure Dreh- und Fräswerkzeuge in einem Gollmann-Automaten. Ist ein Werkzeug verschlissen, holt der Werker – die Nutzerberechtigung vorausgesetzt – Ersatz, und der Betrieb kann gut die Lebensdauer der Werkzeuge nachhalten. Ein ganz neuer und eher exotischer Einsatzfall sind Pop-up-Stores, die z. B. in Einkaufszentren aufgestellt und als platzsparende und attraktive temporäre Verkaufsstelle genutzt werden. Nicht nur den Gollmann-Konstrukteuren, auch dem Vertrieb gehen offenbar die Ideen nicht aus. Mit igus hat das Unternehmen einen ebenso agilen Partner für die bewegliche Energie- und Signalzuführung gefunden.