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igus® Lagertechnik in automatisiertem Blisterzentrum

Steckbrief

  • Was wurde benötigt: Ein schnelles, verschleißfreies und reibungsarmes Umlaufsystem
  • Anforderungen: möglichst hohe Lebensdauer im 24/7-Betrieb, geringer Abrieb wegen Förderung unverpackter Medikamente, komplett schmiermittelfreie Linear- und Kurvenführung, enge Kurvenradien, minimierte Vibrationen und geräuscharm
  • Material: drylin W-Profilführungen und drylin Steilgewinde mit Kunststoffmutter
  • Branche: Medizintechnik
  • Erfolg für den Kunden: Die Materialpaarung aus drylin W und iglidur J sorgt für wartungs- und verschleißfreien Betrieb des Umlaufsystems über eine lange Laufzeit hinweg. Das bestätigen die bisherigen Tests von Rowa mit den ersten Prototypen des Umlaufsystems.
  • Automatisches Verblistern von Arzneimitteln: Das System ist in der Lage, ein breites Spektrum unterschiedlicher Medikamente aus bis zu 700 Kanistern vollautomatisch die jeweils gewünschte Kombination zusammenstellen und in einem Blisterbeutel zu verpacken. Ein Bedrucken des Beutels mit Daten wie Patientennamen, Inhalt, Einnahmezeitpunkt etc. gehört auch zum Arbeitsumfang, den „Rowa Dose“ auf kompaktem Raum erledigt.

drylin W-Profilführung  

drylin W-Profilführungen übernehmen die horizontale Führung der Fallrohre. Die extra breiten Profile waren zunächst eine Sondergröße, wurden aber inzwischen ins Standardprogramm übernommen.


drylin W-Profilführung

drylin W Gehäuselager  

In jedem Rowa Dose System ist eine dreistellige Anzahl dieser Führungselemente verbaut – mit jeweils zwei wartungsfreien drylin W-Linearlagern und Gleitfolien aus dem Hochleistungspolymer iglidur J.


drylin W Gehäuselager

drylin Steilgewinde  

Herzstück der Rowa Vmas Anlagen ist der patentierte "Picking Head". Die drylin Steilgewinde mit Kunststoffmutter von igus kommt im Greifersystem zum Einsatz. Sie sorgt für die präzise Linearbewegung ins Regal hinein.


drylin Steilgewinde

Problem

Mehrere hundert Patienten, die im Durchschnitt sieben Tage im Krankenhaus bleiben, sind rund um die Uhr zuverlässig und fehlerfrei mit den benötigten Medikamenten zu versorgen. Diese Aufgabenstellung muss jede Krankenhausapotheke bewältigen. Damit steht sie vor einer Herausforderung, mit hohem Aufwand an Organisation, Verwaltung, Personal und Prüftechnik. Aber auch niedergelassene Apotheken sehen sich der Herausforderung gegenüber, Pflegeeinrichtungen und ältere Menschen mit einer Vielzahl von Medikamenten nach immer individueller zusammengestellten Medikationsplänen zu versorgen. Dieser Aufwand kann künftig vereinfacht und gleichzeitig sicherer gestaltet werden – mit dem Rowa Dose System, einer Entwicklung der Becton Dickinson Rowa Germany GmbH.

Voraussetzung für die zügige und fehlerfreie Bereitstellung der Medikamente an der Blistereinheit ist ein „schnelles“ Umlaufsystem, das sich außerdem durch eine hohe Verfügbarkeit auszeichnen muss. Eine möglichst hohe Lebensdauer im 24/7-Betrieb stand deshalb im Anforderungskatalog der Rowa-Konstrukteure, ebenso geringer Abrieb – schließlich fördern die Fallrohre unverpackte Medikamente.
 
Aus demselben Grund wurde eine komplett schmiermittelfreie Linear- und Kurvenführung gesucht. Weitere wichtige Aspekte bei der Auswahl waren die Fähigkeit, enge Kurvenradien zu fahren und eine möglichst geringe Reibung, die nicht nur Antriebsenergie spart, sondern auch Vibrationen minimiert und das Geräuschniveau niedrig hält.
 

Lösung

Die Lösung fand sich – nicht zum ersten Mal bei der Entwicklung von Rowa-Systemen – im igus Konstruktionsbaukasten der Lager- und Antriebstechnik. Als Horizontalführung der Fallrohre kommen drylin W-Profilführungen aus hartanodisiertem Aluminium zum Einsatz, allerdings in einer extra breiten bzw. hohen Ausführung, die höhere Kippkräfte aufnehmen kann und eine jederzeit stabile Führung des Fallrohrs gewährleistet. Diese Variante hat igus inzwischen ins Standardprogramm übernommen.
 
Eine „echte“ Sonderlösung kommt an den Schmalseiten des Umlaufsystems zum Einsatz. Hier müssen 180o-Kurven mit einem Radius von nur 80 mm realisiert werden. Das geht nur mit kundenspezifischen Frästeilen, die igus für diese Anwendung fertigt. Die enge Kurvenfahrt erfordert zudem spezifische Kunststoff-Gleiter, die die Einfahrt in die enge Kurve auch bei hohen Geschwindigkeiten meistern.

Die individuelle Konstruktion bot zugleich die Möglichkeit, eine weitere Sonderfunktion zu realisieren: An den Schmalseiten lassen sich die Führungen öffnen, um einzelne Lager auszutauschen. Das setzt eine Fertigung mit sehr hoher Präzision voraus, weil die Gleitlager diesen Ausschnitt jedes Mal überfahren – und das mit hoher Frequenz, denn in jedem Rowa Dose System sind mehrere hundert Führungselemente vom Typ drylin W 10 mit Gleitfolien aus dem Hochleistungspolymer iglidur J mit inkorporiertem Schmierstoff verbaut.