Mein Ansprechpartner
Standort auswählen

Nach Eingabe Ihrer Postleitzahl nennen wir Ihnen sofort Ihren persönlichen igus® Berater.

Fernerkundung mit dem UAV „Stuttgarter Adler“

Am Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) wird die Verwendung eines ferngesteuerten Modellflugzeugs als Fernerkundungs-
plattform erprobt und demonstriert. Hierzu wird das Modellflugzeug „Stuttgarter Adler“ mit verschiedenen Nutzlasten ausgerüstet, um wissenschaftliche Missionen zur Bestimmung der „bidirektionalen Reflektanzverteilungsfunktion“ (BRDF) sowie zur Erfassung von Umweltdaten durchzuführen. Der „Stuttgarter Adler“ wurde von Studenten der Fakultät Luft- und Raumfahrttechnik speziell für seine Aufgabe entworfen und konstruiert. Er unterscheidet sich durch die Beachtung von sicherheitsrelevanten Faktoren von den Modellflugzeugen, wie sie von Hobbypiloten verwendet werden.

Der Entwurf sieht einen großen Rumpf für die Instrumentierung vor, das elektrische Antriebssystem ist in zwei Triebwerks-
gondeln im Tragwerk untergebracht. Mit einem Gesamtgewicht von 25 Kilogramm kann der Stuttgarter Adler eine Nutzlast von ca. 5 Kilogramm tragen und erreicht dabei eine Flugzeit von bis zu 30 Minuten. Die Flugnavigation erfolgt durch ein GPS-gestütztes Steuerungssystem, dass es dem Flugzeug erlaubt einen vorprogrammierten Flugplan automatisch abzufliegen.

Die Hauptaufgabe des Stuttgarter Adler besteht aus einem Experiment zur Bestimmung der bidirektionalen Reflektanz-verteilungsfunktion (BRDF). Diese Funktion beschreibt die Reflexionseigenschaften einer Oberfläche in Abhängigkeit des Betrachtungswinkels des Beobachters, sowie des Einfallswinkels der auf die Oberfläche einfallenden Strahlung.
Die Kenntnis der BRDF ist für eine Vielzahl von Anwendungen von Bedeutung, beispielsweise zur Verarbeitung von Satelliten- oder Luftaufnahmen die unter verschiedenen Beleuchtungsbedingungen aufgenommen wurden, oder zur Klassifizierung von Bodengebieten. Zur Gewinnung der Messdaten soll das Flugzeug Kreisbahnen über dem Messgebiet fliegen und dabei Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln aufzeichnen. Dazu müssen die Nutzlastkameras auf einer schwenkbaren Plattform montiert sein, um diese unter verschiedenen Rollwinkeln auf das Zielgebiet zu richten. Dies wird durch eine am IRS konstruierte und gefertigte Schwenkvorrichtung realisiert. Aufgrund der besonderen Gewichts-
anforderungen, werden hierbei xiros® Flanschlager eingesetzt. Das Polymerkugellager gleicht Fluchtungsfehler aus und überzeugt durch sein sehr geringes Gewicht. Durch die absolute Korrosionsbeständigkeit ist es möglich besonders exakte Messedaten zu gewinnen.

Die Instrumentierung des Stuttgarter Adler besteht aus drei Kameras für den sichtbaren und nahen infraroten Spektralbereich, sowie aus einem Spektrometer und einer thermischen Infrarotkamera. Die Kameras erreichen dabei eine Bodenauflösung von bis zu 10 Zentimetern im sichtbaren und nahen infraroten Spektralbereich, während im thermisch infraroten Bereich eine Bodenauflösung von 30 Zentimetern erreicht wird.

Vorteile des xiros® Flanschlagers:

Schmiermittelfrei

Wartungsfrei

Korrosionsbeständig

Leicht

 
 
Hier geht es zu den eingesetzten Produkten
Weitere interessante Produkte
Weitere interessante Anwendungen aus den verschiedensten Bereichen finden Sie hier
Zum manus® - Wettbewerb