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Schnell verstellt – präzise gelagert

igus® als Modullieferant für KHS Etikettiermaschinen

In den Etikettiermaschinen der KHS GmbH sind nicht nur zahlreiche rotative und lineare Lager aus dem igus® Programm verbaut. igus® liefert hier auch komplette, einbaufertige Module wie z.B. Verstellsysteme und Tragrollen. Das vereinfacht aus Sicht der KHS nicht nur die Montage. Es gewährleistet auch eine hohe Präzision der Arbeitsabläufe, die mit extrem hoher Geschwindigkeit ablaufen.
60.000 Flaschen pro Stunde oder 1.000 Flaschen pro Minute und knapp 17 in jeder Sekunde: Das ist die Leistung einer typischen Getränke-Abfüll- und Verpackungsanlage der KHS. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Dortmund gehört weltweit zu den Marktführern, die solche Anlagen entwickeln, projektieren und bauen – auf Wunsch schlüsselfertig. KHS beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiter, erzielte 2016 einen Umsatz von rund 1,18 Mrd. € und ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Salzgitter-Konzerns.

Die Umsatzverteilung des Geschäftsbereichs Etikettiertechnik zeigt die beeindruckende internationale Präsenz des Unternehmens: Mehr als 80 Prozent werden außerhalb Europas generiert.

Kernkompetenz Etikettiertechnik



Die Etikettiertechnik gehört traditionell zu den Kernkompetenzen von KHS. Aus Sicht der Kunden kommt dem Etikett – genau wie dem Flaschendesign – immer größere Bedeutung zu, weil der Wettbewerb im Getränkemarkt groß ist und die Verbraucher sich innerhalb von Sekunden für das eine oder andere Produkt entscheiden. Cornelius Adolf, Produktmanager Etikettiertechnik bei KHS: „Mit dem Etikett können die Getränkehersteller Aufmerksamkeit erzeugen und sich positiv abheben. Das wirkt unmittelbar verkaufsfördernd.“

KHS Etikettiermaschinen

Das Innoket Neo-Modul für Abfüllanlagen etikettiert bis zu 60.000 Flaschen pro Stunde – auf kompaktem Raum und mit hoher Präzision.

 

High-Speed: 300 Etiketten in 20 Sekunden

KHS bietet den Abfüllern Etikettierstationen für unterschiedliche Technologien (Heißleim, Kaltleim, Rollfed oder Selbstklebe). Zu den neuesten Entwicklungen im Baukastensystem „Innoket Neo“ gehört die Rollfed-Station, die den Vorgänger Innoket 360S Ende 2016 abgelöst hat. Rollfed bedeutet: Die Rundum-Etiketten werden von einer Rolle abgewickelt, im Schneidwerk auf die richtige Länge geschnitten und über eine Walze beleimt. Dann werden sie auf die Flasche aufgebracht. Die Flasche dreht sich während der Übergabe des Etiketts, das direkt abgebürstet wird. Typisch für diese Technologie ist der „Autosplicer“, der die zwei Etikettenrollen nahtlos verklebt und damit für einen unterbrechungsfreien Betrieb der Maschine sorgt.

Der gesamte Vorgang findet mit atemberaubender Geschwindigkeit statt. Während der 20 Sekunden, die man etwa braucht, um den vorigen Absatz zu lesen, etikettiert die Innoket Neo RF mehr als 300 Flaschen. Das stellt hohe Anforderungen an alle beweglichen Komponenten, insbesondere auch an deren Präzision.

Einbaufertige Komponenten statt einzelner Teile

In diesem Zusammenhang ist die Strategie von KHS zu sehen: Bei Neuentwicklungen der Etikettiertechnik werden zunehmend Module und Systeme für einzelne Funktionen – zum Beispiel Horizontalverstellung oder Tragrollen – als einbaufertige Komponenten eingekauft.

Dabei muss eine ganze Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein. Cornelius Adolf: „In einer Abfüllung ist eigentlich immer nass oder zumindest feucht. Aus diesem Grund müssen die Komponenten sehr beständig gegenüber Korrosion und gängigen Reinigungsmedien sein. Mindestens genauso wichtig sind eine hohe Verschleißfestigkeit und das Thema Hygiene. Schmiermittelfreie Kompetenten helfen Kontaminationen zu vermeiden – besonders dann, wenn leere, offene Flaschen etikettiert werden.“

Umlenk- und Verstellsysteme als einbaufertige Komponenten

Höhenverstellung des Schneidmarkensensors

igus® liefert die Sensorverstellung für die Schneidmarkenerkennung des Etiketts als einbaufertiges Modul. Basis ist eine drylin® W-Linearführung.

 

Dieses Eigenschaftsprofil passt zur Lagertechnik von igus®, die auch seit rund zwanzig Jahren in diversen KHS-Anlagen zum Einsatz kommt. Das gilt sowohl für die rotativ eingesetzten iglidur® Lagerbuchsen als auch für die drylin® Lineartechnik. Neu ist jedoch, dass igus® hier nicht nur die Lager liefert, sondern komplett einbaufertige funktionale Komponenten.

Bei der Rollfed-Station der Innoket Neo sind zahlreiche Beispiele dafür zu sehen – etwa die Höhenverstellung des Schneidmarkensensors. Cornelius Adolf: „Bislang haben wir diese Funktion immer aus zahlreichen Teilen selbst montiert. Jetzt beziehen wir sie komplett von igus®: mit linearer Verstellmöglichkeit, Klemmung, Skalenbandmaß und Befestigung für die Montage.“ Basis ist eine drylin® W-Linearführung vom Typ WS-10-40.

Ein zweites Beispiel sind die Tragrollen für die Etikettenführung durch die Rollfed-Station. Die – natürlich ebenfalls schmiermittelfreien und korrosionsbeständigen – Rollen sind mit xiros® Polymer-Kugellagern ausgestattet. Das Rollenmaterial wurde in Praxistests so ausgewählt, dass exakt der gewünschte Reibwiderstand gewährleistet ist.

Rollfed-Station

Auch diverse Tragrollen werden einbaufertig von igus bereitgestellt.

 
Rollfed-Station

Ideale Lösung für die Getränkeindustrie: Die Achsen der Tragrollen sind mit xiros® Polymer-Kugellagern gelagert. Im Bild: Aufsicht auf die Rolle von oben.

 

Höhere Präzision durch Standardisierung

Ein weiteres Komplettsystem ist die horizontale Verstellung des gesamten Arbeitstisches. Mit ihrer Hilfe wird der Abstand der Rollfed-Station zur Grundmaschine eingestellt. Die Verstellung erfolgt per Handkurbel über eine Gewindespindel. Die hintere Führung wurde mit drylin® W-Linearführungen vom Typ WSQ-16 konstruiert. Und weil die Etikettierstation beweglich ist, übernimmt eine Energiekette aus dem igus® Programm die flexible Zuführung von Energie, Signalen, Vakuum und Druckluft.

Gewindespindel

Der gesamte Arbeitstisch lässt sich horizontal verstellen – mit einem schmiermittelfreien System, das aus dem Baukasten der drylin® Lineartechnik besteht.

 
Gewindespindel

Bei der rückwärtigen Lagerung des Arbeitstisches kommen drylin® W-Linearführungen zum Einsatz.

 
Energiekette

Die Energiekette von igus® im Unterbau sorgt für Beweglichkeit der Energie- und Signalzuführung.

 

Hohe Flexibilität, reproduzierbares Etikettierergebnis

KHS und igus®

V.l.n.r.: Cornelius Adolf, Produktmanager Etikettiertechnik bei KHS, Florian Blömker, Technischer Verkaufsberater bei igus®.

 

Cornelius Adolf: „Viele Anwender fahren zum Beispiel Einweg- und Mehrwegflaschen auf einer Linie und benötigen daher zwei verschiedene Etikettierverfahren an einer Maschine. Die Umrüstzeit ist deshalb ein wichtiges Kriterium, ebenso eine schnelle Formatumstellung in Abhängigkeit von Flaschen- und Etikettengrößen.“ Die igus® Komponenten tragen dazu bei, dass diese Anforderungen wirtschaftlich und mit hoher Reproduzierbarkeit erfüllt werden. Letzteres ist bei aller Flexibilität immer ein entscheidender Faktor für die Getränkehersteller. Cornelius Adolf: „Auch wenn 60.000 Flaschen pro Stunde etikettiert werden: Eine Flasche muss exakt wie die andere aussehen.“ Auch zu diesem Ergebnis leisten die funktionalen Systeme und Komponenten von igus einen wichtigen Beitrag.

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