Getränke-Abfüllanlagen: Lagertechnik aus dem Konstruktionsbaukasten

Minimaler Verschleiß durch rotative und lineare Lagertechnik in Anlagen der Küppersbusch GmbH.

Die Küppersbusch GmbH in Velbert entwickelt und fertigt kundenspezifische Abfüllanlagen und setzt seit mehr als zwanzig Jahren Gleitlager aus dem igus-Konstruktionsbaukasten ein. Ein genauer Blick auf eine gefertigte Anlage zeigt unterschiedlichste Anwendungsmöglichkeiten für Lagertechnik aus Hochleistungspolymeren in der Getränketechnik.

Steckbrief

  • Was wurde benötigt: drylin-Trapezgewinde, igubal Clips-Gelenklager, drylin R-Flanschlager, Tribo-Tape Gleitfolien, drylin T-Schienenführungen, iglidur-Bundlager
  • Anforderungen: Alle rotativen sowie linearen Lager müssen sich gut reinigen lassen und eine lange Lebensdauer erreichen. Sie dürfen aus Hygienegründen keine externen Schmierstoffe benötigen, und bei Teilen mit Produktberührung müssen die Werkstoffe FDA-konform sein.
  • Branche: Packaging, Getränkeindustrie
  • Erfolg für den Kunden: Das Lagerportfolio bietet Komponenten für alle Anforderungen: Die Lager aus Hochleistungspolymeren sind schmierstoff- und nahezu verschleißfrei und dabei FDA-konform. Die Anwender der Küppersbusch-Anlagen kommen somit mit einem Minimum an Service aus.

Getränke-Abfüllanlage

Problem

Häufig sind es kleinere Unternehmen in der Getränkeindustrie, die wichtige Trends setzen und zunächst einmal kleinere Mengen erzeugen. Wenn sie in eine teil- oder vollautomatisierte Abfüllanlage investieren, wenden sie sich häufig an die Küppersbusch GmbH in Velbert. Typisch für die Vorgehensweise von Küppersbusch ist, dass es keine vorgefertigten Lösungen oder Baureihen gibt. Da die meisten Kunden flexible Anlagen in kleineren Stückzahlen wünschen, besteht die Lösung häufig aus halbautomatischen, linearen Abfüll-, Etikettier- und Verschließmaschinen.
Für alle Anlagenteile in diesen Systemen ist es wichtig, dass sich sowohl die rotativen als auch die Linearlager gut reinigen lassen und eine lange Lebensdauer erreichen. Sie dürfen aus Hygienegründen keine externen Schmierstoffe benötigen, und bei Teilen mit Produktberührung müssen die Werkstoffe FDA-konform sein.
Am Beispiel einer Abfüllanlage für Spirituosen, die in Velbert gerade ihre letzten Testläufe vor der Auslieferung absolviert, lässt sich gut zeigen, wie viele und welche unterschiedlichen Gleitlagerungen aus dem igus Konstruktionsbaukasten hier zum Einsatz kommen.
Dabei profitieren die Konstrukteure von der stetig wachsenden Vielfalt der Auswahl des iglidur-Werkstoffs. Anstelle des Werkstoffs iglidur A180 werden heute meist die neuen FDA-Varianten iglidur A181 (blau) und das ebenfalls FDA-konforme Hochtemperaturlager iglidur A500 verwendet.

Lösung

Höhen- und Formatverstellungen:
Bei diversen Höhenverstellungen werden drylin-Trapezgewinde in Kombinatino mit Flanschmuttern aus Hochleistungspolymeren verwendet (siehe Bild 1 unten). Die Formatverstellungen erfolgen teilweise über drylin R-Flanschlager (Bild 2).

Halterung Elektromotor:
An der Halterung eines Elektromotors sind igubal Clips-Gelenklager verbaut, um eine einfache Montage zu gewährleisten (Bild 3).

Vertikale Linearachse:
An einer weiteren (vertikalen) Linearachse nutzt Küppersbusch schon seit vielen Jahren eine Kombination aus drylin R-Flanschlagern mit Aluminiumadaptern, in denen eloxierte Aluminiumwellen verfahren (Bild 4). Sie benötigt keinen Schmierstoff und ist nahezu verschleißfrei.

Auslauf Drehtisch und Flaschenzuführung:
Der Auslauf des Drehtisches, bei der Zuführung der Flaschen, war ursprünglich in Edelstahl ausgeführt. Um das Geräusch der ans Metall anschlagenden Flaschen zu dämmen, kommt nun das Tribo-Tape aus iglidur B160 zur Anwendung (Bild 5). Die Gleitfolie ist beständig gegen Reinigungsmittel und zeichnet sich durch einen sehr guten Gleit-/ Reibwert auch gegenüber Glas aus.

Füll- und Dosierstationen:
An den Ventilen und Pumpen der Füll- und Dosierstationen werden die Flaschen über drylin T-Schienenführungen angehoben und mit dem Füller verbunden. An den Zentrierbrücken von den Füllrohren verbaut das Unternehmen iglidur-Bundlager (Bild 6), die nicht nur FDA-konform und chemisch beständig sind, sondern auch eine extrem lange Lebensdauer aufweisen.


„Diese Lager werden stark beansprucht. Wir haben eine Füllmaschine im Einsatz, die 40 Millionen Zyklen absolviert hat und immer noch mit der ersten Welle und der ersten Buchse läuft."

Klaus Voigt, Projektingenieur bei Küppersbusch zu den iglidur-Bundlagern an den Füll- und Dosierstationen

drylin Spingeln mit Flanschmuttern Bild 1: Bei Höhen- und Formatverstellungen nutzt Küppersbusch häufig drylin Spindeln mit Flanschmuttern.
Lagerstellen mit Gleitlagerfolie und Wellenlagerung Bild 2: Drei Lagerstellen ergeben hier ein Führungssystem. Gleitlagerfolie links und rechts zur Wellenlagerung, Spindel und Mutter mittig für den Antrieb.
igubal Clips-Gelenklager Bild 3: Montagefreundliche Motorbefestigung mit Fluchtungsausgleich im Einsatz: igubal Clips-Gelenklager.
drylin R-Flanschlager Bild 4: Optisch perfekt, reibungsarm und langlebig: drylin R-Flanschlager mit Aluminiumadapter in Kombination mit den passenden Wellen.
iglidur Tribo-Tape Bild 5: iglidur Tribo-Tape (aus dem Werkstoff iglidur B160) am Auslauf des Drehtisches einer Abfüllanlage.
iglidur Bundlager Bild 6: FDA-konform und chemisch beständig: iglidur Bundlager an den Zentrierbrücken von den Füllrohren.

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